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Weltcup-Schnee für die Elbwiesen ist da

Am Elbufer wird seit dem Morgen Schnee verteilt. © Ronald Bonß

Seit Donnerstagmorgen präparieren Experten die 800 Meter lange Strecke am Elbufer. Was Besucher für das Wochenende wissen müssen. 

Es ist noch dunkel, als die ersten Lkw mit der kostbaren Fracht ans Elbufer fahren. Am Flughafen laden sie das Gemisch aus Kunst- und Naturschnee auf, um es später an der Elbe zu verteilen. Insgesamt wechseln so 4000 Kubikmeter Schnee den Standort, ein Großteil davon ist Kunstschnee. Allerdings kamen in der vergangenen Woche auch 300 Kubikmeter Naturschnee aus Altenberg, der für die bessere Bindung des Gemischs sorgen soll. 

Sobald ein Lkw vom Flughafen ankommt, sorgen Pistenfahrzeuge für die richtige Verteilung des Schnees.  

Für die Arbeiter ist das ein Knochenjob: Peter Schöll, einer der Fahrer der Pistenraupen, ist bereits seit 6 Uhr unterwegs und wird wohl noch bis in die Nachtstunden die weiße Pracht am Elbufer auftragen. Bis Freitagmorgen will Wettkampfchef Georg Zipfel die Strecke fertig präpariert haben. 

Wo hat man den besten Blick auf die Strecke und den Zieleinlauf?

Wie bereits bei der Weltcup-Premiere im vergangenen Jahr haben die Besucher der Arena den besten Blick auf den Start- und Zielbereich. Tickets dafür (20 Euro für Kinder, 35 Euro für Erwachsene, 55 Euro Familienticket) gibt es noch an der Tageskasse. Außerdem gibt es rund um das Winterdorf Bellevue wieder einen kostenfreien Bereich. Während dieser 2018 noch etwa ein Drittel des Gesamtareals ausgemacht hat, sind es dieses Jahr nur noch etwa ein Fünftel. Das liegt daran, dass die Strecke deutlich verkürzt wurde. Die Elbwiesen dürfen nicht betreten werden, um die Wiesen zu schützen. Einen Blick können Neugierige auch von der Augustus- oder der Carolabrücke aus erhaschen. Allerdings bittet der Veranstalter, dort nicht stehen zu bleiben um die Laufwege nicht zu verstopfen.

Was wird den Zuschauern im kostenfreien Bereich geboten?

Die Kapazität ist anders als vergangenes Jahr nicht mehr begrenzt. Es wird ein offenes Areal ohne Zäune und Sicherheitskontrollen. Auf die Kinder wartet dank ausreichend Schnees dieses Jahr die Skitty World, in der sie Skifahren lernen können. Außerdem wurde an der Strecke auf einem zehn Meter langen Bereich die Bande etwas abgesenkt, sodass die Kinder besser sehen können. Über eine 40 Quadratmeter große Leinwand können die Zuschauer die Läufe zusätzlich verfolgen.

Was dürfen die Zuschauer mit in die Arena nehmen?

Hier sind Taschen und Rucksäcke bis Größe A4 erlaubt. Auch Thermoskannen sind gestattet. Doch sowohl hier als auch im Areal des Winterdorfs gibt es laut Weltcup-Sprecherin Victoria Franke ausreichend Gastronomieangebote. Wer Hilfe bei der Orientierung braucht, kann sich an die freiwilligen Helfer, die Volunteers, wenden. Diese sind an den roten und grünen Jacken des Skiweltcups erkennbar. 2018 halfen 250 Sportbegeisterte, dieses Jahr schon 300.

Wie reisen Interessierte am besten zum Skiweltcup an?

Wer ein Ticket für die Arena gekauft hat, darf an diesem Tag von 5 bis 19 Uhr kostenlos Bus und Bahn nutzen. Auch für alle anderen Sportbegeisterten verweisen die Organisatoren auf den öffentlichen Personennahverkehr, da Parkplätze rund um das Areal knapp sind. Zusätzliche Parkflächen werden nicht geschaffen. Wer dennoch mit dem Auto anreisen will, wird gebeten, die städtischen Park-And-Ride-Plätze am Stadtrand zu nutzen und das letzte Wegstück mit Bus und Bahn zurückzulegen. Ortskundige könnten auf dem Parkplatz neben der Staatskanzlei oder vereinzelt im Barock- und Regierungsviertel fündig werden.

Wo kann man einen Blick auf die Athleten erhaschen?

Das Hotel Westin Bellevue, unmittelbar neben dem Winterdorf, ist erneut das Wettkampfhotel. Hier checken die Sportler am Donnerstag und spätestens Freitag ein. Vergangenes Jahr haben sie von den Organisatoren eine Joggingroute durch die Altstadt empfohlen bekommen, die viele ausprobiert haben. Über die Augustusbrücke sind sie zum Fürstenzug, der Frauenkirche und der Synagoge gelaufen. Und so mancher Athlet wird vermutlich auch einfach entspannt durch die Altstadt schlendern.

Wann können die Dresdner selbst auf die Weltcup-Strecke?

Schon am Sonntag, nach dem Wettkampf, wird die Strecke ab 15 Uhr zum Langlauf für Jedermann freigegeben – allerdings zunächst nur für die Inhaber eines Weltcup-Tickets vom Sonntag. Wirklich für alle ist die Strecke Dienstag bis Freitag von 13 bis 15 Uhr freigegeben. Eventuell wird auch noch für Schneenachschub gesorgt.