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Zittau

Weltfriedenstag am Dreiländerpunkt

Am 1. September senden Politiker der Linken an der Grenze eine Botschaft gegen Krieg, Aufrüstung und Militarisierung - und laden zu einer Lesung ein.

Am Dreiländerpunkt wird an den Weltfrieden erinnert.
Am Dreiländerpunkt wird an den Weltfrieden erinnert. © Matthias Weber

Die Zittauer Linke erinnert mit der stellvertretenden Bundestagsfraktions-Vorsitzenden Caren Lay am 1. September am Dreiländerpunkt an den Weltfriedenstag. Sie lädt alle ab 15.30 Uhr ein, dabei zu sein. "Nie wieder Krieg – soziale Sicherheit statt Aufrüstung und Konfrontation" ist die Botschaft, die an diesem Tag von der Grenze zu Polen und Tschechien gesendet wird. Die Linke setzt auf Deeskalation und Entspannung. 

Ihre Forderungen: Die Regierung muss die Bundeswehr aus Afghanistan, Irak und Mali zurückholen, den USA die Nutzung ihrer Militärbasen in Deutschland für Drohnenkriege und die Kriegsvorbereitung gegen den Iran verbieten, genauso wie Rüstungsexporte. Ebenso sollen die Atomwaffen aus Deutschland abgezogen, ein entsprechender Verbotsvertrag unterschrieben werden. "Wir fordern die Regierung auf, auf Abrüstung zu setzen, den Verteidigungshaushalt nicht zu erhöhen", sagt Jens Hentschel-Thöricht, Fraktionschef der Linken im Zittauer Stadtrat.

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"Wir brauchen kein Geld für neue Panzerarmeen, Kriegsflotten und Kampfflugzeuge, sondern Investitionen in einen starken Sozialstaat, soziale Sicherheit, in die Infrastruktur und in einen sozial-ökologischen Umbau." Auch die Sanktionen gegen Russland sollen beendet werden. Diese seien unverantwortlich, stattdessen gute Wirtschafts- und Handelsbeziehungen wichtig, so Hentschel-Thöricht mit Blick auf eine heraufziehende Rezession. 

Der 1. September ist nach Sicht der Linken Anlass und Verpflichtung, sich stark zu machen gegen Krieg, Aufrüstung und Militarisierung und für Kooperation, Austausch und zivile Konfliktbewältigung. "Damit eine friedlichere Welt möglich wird", so der Fraktionschef.

Ab 17 Uhr gibt's noch eine Lesung gegen das Vergessen im Zittauer Eine-Welt-Laden an der Reichenberger Straße 16. Die Ex-Landtagsabgeordnete der Linken Heiderose Gläß und Autorin der Broschüre "Eine ungewöhnliche Lebensgeschichte – Angelika Jannack (9.12.1925) liest daraus vor, gemeinsam mit Caren Lay. Diese erzählt, wie aus dem streng katholisch erzogenen sorbischen Mädchen eine engagierte Antifaschistin und Kommunistin wurde. Bereits ab 16.30 Uhr kann mit den Vorlesern zur Broschüre und aktuellen politischen Lage gesprochen werden. (SZ)

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