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Weltweit im Geschäft

Käppler & Pausch arbeitet für internationale Flughäfen, aber auch für große Reedereien – und sichert so über 200 Jobs.

© Matthias Schumann

Von Ingolf Reinsch

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Zusammen einen Schritt voraus

Die Anforderungen wachsen jeden Tag und mit ihnen die hervorragenden Produkte in High-End-Qualität von SKAN. 

Stau auf dem Weg zum Flughafen. Ist man endlich da, läuft die Abfertigung schon. An den Schaltern lange Schlangen. Die Zeit sitzt einem im Nacken, denn bis zum Abflug ist nicht mehr viel Zeit. Gut, dass moderne Airports Selbstbedienungsterminals haben, an denen sich die Passagiere allein einchecken können. Viele dieser Geräte werden in Neukirch gebaut, und sie sind weltweit im Einsatz – zum Beispiel in London, Stockholm und Jakarta.

Elektronische Terminals, ein gemeinsames Projekt der Unternehmen Käppler & Pausch aus Neukirch und eKiosk aus Dresden, tragen nicht nur dazu bei, dass Reisende Zeit sparen und Touristen sich mühelos orientieren können. Sie helfen auch, über 200 Jobs im Oberland zu sichern. Die Aufträge reichen bis weit in dieses Jahr hinein. Folgeprojekte werden vorbereitet. „Die Verlässlichkeit und Stabilität unserer Partnerschaft mit eKiosk sichert langfristig Arbeitsplätze in Deutschland, gerade in Zeiten von Schnelllebigkeit und der Verlagerung von Märkten beispielsweise im asiatischen Raum“, sagt Ulrich Käppler, geschäftsführender Gesellschafter des Neukircher Unternehmens.

Mehr als 100 Modelle

Die Zusammenarbeit begann 2003. Die Firma eKiosk vertreibt und konzipiert Informationsterminals, stattet sie mit hochwertigen Softwarelösungen aus und übernimmt alle Serviceleistungen. Käppler & Pausch produziert in Neukirch und Kirschau die Gehäuse und die Hardware – vom Blechzuschnitt und der Montage über die Farbgebung bis hin zur Lieferung mit Schlüssel und Sicherheitsschloss. Das erste gemeinsame Projekt war die Herstellung von Terminals für die Dresdener Verkehrsbetriebe. Bald folgten weitere Aufträge, zum Beispiel elektronische Informationssysteme, die Touristen durch Görlitz leiten.

Inzwischen sind es weit mehr als 100 Modelle, die die beiden Firmen liefern können – angepasst an neue gesellschaftliche Entwicklungen und spezielle Kundenwünsche. So sind beispielsweise auf Kreuzfahrtschiffen außer Check-in-Terminals auch Entertainment-Terminals installiert, die mit innovativen Kamerasystemen die Gesichter der Urlauber erkennen und die während der Reise geschossenen Fotos den Gesichtern zuordnen können. Eine neue Generation von Automaten fürs Einchecken auf Flughäfen konnten im vergangenen Jahr die Besuchern einer Fachmesse in Barcelona testen. Reisende können sich dort nicht nur einchecken, sondern auch ihr Gepäck aufgeben. Weitere Funktionen wie bargeldloses Zahlen und die biometrische Gesichtserkennung sind an diesen Geräten möglich.

Der Bedarf an Kommunikationsterminals wird immer größer. Bei begrenzten Raumkapazitäten, steigenden Nutzerzahlen und langen Wegen können durch den Einsatz dieser Technik Prozesse beschleunigt und vereinfacht werden. Peter Jütte, Geschäftsführer von eKiosk: „Neben den Preisen spielen vor allem die Qualität und Lieferfähigkeit sowie ein optisch ansprechendes Design und Sicherheitsanforderungen eine große Rolle. Zusammen mit Käppler & Pausch konnten wir diesen Anforderungen gerecht werden und ein stetiges Wachstum erreichen.“ Ulrich Käppler sprach schon vor Jahren davon, dass man „Intelligenz ins Blech bringen“ und mit neuen Erzeugnissen neue Märkte erschließen wolle. „Angesichts der Entwicklungen auf dem Weltmarkt macht man sich ständig Gedanken, auf welche Branchen wir zugehen sollten. Bei den Kommunikationsmedien sehen wir einen riesigen Wachstumsmarkt“, sagt er.

Die Firma Käppler & Pausch ist 1993 in Neukirch gegründet worden. Zunächst als Zweimannunternehmen und als klassischer Lohnfertiger in der Metallbranche. Das heißt, für andere Unternehmen wurden zunächst „nur“ Bleche geschnitten. Später kam die Montage kompletter Baugruppen hinzu. Zurzeit laufen die Vorbereitungen, um ein eigenes Endprodukt auf den Markt zu bringen, welches europaweit verkauft werden soll.

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