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Politik

Wem Trump am 9/11-Jahrestag droht

Die Terroranschläge vom 11. September waren vor 18 Jahren. Bei einer traditionellen Gedenkveranstaltung kennt der Präsident keine Gnade.

Donald Trump, Präsident der USA, nimmt gemeinsam mit Ehefrau Melania Trump und Gästen halten während der Zeremonien zum 18. Jahrestag der Terroranschläge gegen die Vereinigten Staaten eine Schweigeminute ein.
Donald Trump, Präsident der USA, nimmt gemeinsam mit Ehefrau Melania Trump und Gästen halten während der Zeremonien zum 18. Jahrestag der Terroranschläge gegen die Vereinigten Staaten eine Schweigeminute ein. © AP

Washington. 18 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump mit einer Schweigeminute im Weißen Haus der Opfer gedacht. Anwesend bei dem Gedenken auf dem South Lawn des Weißen Hauses in Washington waren auch Angehörige von Opfern der Anschläge sowie Überlebende.

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Der Präsident und die First Lady betraten das Gelände um 8.46 Uhr (Ortszeit) - zu der Uhrzeit hatten islamistische Terroristen vor 18 Jahren American-Airlines-Flug 11 in den Nordturm des World Trade Centers in New York gesteuert.

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Trump drohte potenziellen künftigen Angreifern mit verheerender Vergeltung. "Wir streben keinen Konflikt an", sagte Trump am Mittwoch bei einer Gedenkveranstaltung am Pentagon in Washington. "Aber wenn irgendwer es wagt, unser Land anzugreifen, werden wir darauf mit dem gesamten Ausmaß amerikanischer Macht und dem eisernen Willen des amerikanischen Geistes antworten."

Trump verwies darauf, dass er nach einem tödlichen Anschlag in Kabul für den vergangenen Sonntag in Camp David geplante Verhandlungen mit Taliban-Vertretern abgesagt hatte. Unter den Toten in Kabul war auch ein US-Soldat. Die Taliban hatten sich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 geweigert, den Drahtzieher - Al-Kaida-Chef Osama bin Laden - auszuliefern. Nach dem Einmarsch einer US-geführten Koalition in Afghanistan war das Taliban-Regime daraufhin Ende 2001 gestürzt worden.

Vor dem Pentagon wird im Morgengrauen des Gedenktages zu Terroranschläge vom 11. September 2001 die US-Flagge gehisst. 
Vor dem Pentagon wird im Morgengrauen des Gedenktages zu Terroranschläge vom 11. September 2001 die US-Flagge gehisst.  © dpa

Die USA verhandeln seit Monaten mit den Taliban über ein Abkommen, das den Weg für einen Abzug der US-Truppen und für Frieden in Afghanistan bereiten soll. Trump hatte die Verhandlungen nach der Absage der für Sonntag geplanten Gespräche für "tot" erklärt.

Bei den Terroranschlägen in New York und Washington waren am 11. September 2001 insgesamt fast 3000 Menschen ums Leben gekommen. Islamisten hatten damals drei Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York und in das Pentagon in Washington gesteuert. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Menschen an Bord Widerstand gegen die Entführer leisteten. (dpa)