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Bauen und Wohnen

Wen ansprechen nach Laub-Unfall?

Auf Herbstlaub kann schnell ein Unfall passieren. Hauseigentümer, die fürs Kehren zuständig waren, sollten bei Forderungen den Ansprechpartner kennen.

Hauseigentümer sind unter Umständen verpflichtet, nicht nur den Eingang, sondern auch den Bürgersteig von Blättern freizuhalten.
Hauseigentümer sind unter Umständen verpflichtet, nicht nur den Eingang, sondern auch den Bürgersteig von Blättern freizuhalten. © dpa-tmn/Kai Remmers

Düsseldorf. Verletzt sich ein Fußgänger auf rutschigem Herbstlaub, kann das Schadenersatzansprüche nach sich ziehen. Gemeinden können Hausbesitzer dazu verpflichten, auch den Bürgersteig von Blättern freizuhalten. Für Forderungen sind sie dann ebenfalls zuständig, wie die Verbraucherzentrale NRW erklärt.

Wer den Pfennig nicht ehrt

und sich nicht im Paragrafendschungel zurechtfindet, ist schnell arm dran. Tipps und Tricks rund um Geld, Sparen und juristische Fallstricke gibt es hier zu finden.

Kommt es zu einer Verhandlung, prüfen Gerichte aber, ob der Fußgänger den Unfall mitverschuldet hat oder vorsichtig genug unterwegs war. Hat der Eigentümer seine Verkehrssicherungspflicht vernachlässigt, kann er sich an seine Versicherung wenden, wenn ein anderer dadurch zu Schaden gekommen ist und Geld fordert.

Bei Versicherten, die im Eigenheim oder einer Eigentumswohnung wohnen, tritt nach Angaben der Verbraucherschützer die Privathaftpflichtversicherung ein. Bei Eigentümern von Mehrfamilienhäusern oder Vermietern von Einfamilienhäusern ist dagegen die Haus- und Grundeigentümer-Haftpflicht der richtige Ansprechpartner.

Bei Unfällen in einer Wohnanlage mit Eigentumswohnungen gibt es eine Besonderheit: Hier kann sich der Verletzte an alle Eigentümer wenden. Dafür kann er sich auch einen einzelnen Eigentümer heraussuchen. Dieser muss selbst klären, wie er das Geld von den übrigen Miteigentümern zurückbekommt, so die Verbraucherzentrale. (dpa/tmn)