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Weniger Autos rollten über Brücke

Die Waldschlößchenbrücke hat die Erwartungen der Planer nicht erfüllt. Weit weniger Fahrzeuge als berechnet queren dort die Elbe. Daran ändert nicht einmal eine andere gesperrte Brücke etwas.

© Marco Klinger

Dresden. Dresdens Waldschlößchenbrücke hat noch viel ungenutztes Potenzial, wenn man die Verkehrszahlen des ersten Jahres betrachtet. Seit Freigabe rollten rund acht Millionen Autos, Laster, Busse, Mopeds und Motorräder über die Flussquerung, deren Bau das Elbtal den begehrten Unesco-Welterbetitel kostete. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Analyse von Verkehrsexperten hervorgeht, passierten an normalen Werktagen 25.000 Kraftfahrzeuge die Nord-Süd-Verbindung über die Elbe. Die Planer gingen einst von rund 45.000 motorisierten Nutzern pro Werktag bis 2025 aus.

Seit der baubedingten Sperrung der Albertbrücke erreicht die tägliche Frequenz mit 35.500 Fahrzeugen immerhin gut Dreiviertel davon. Die Kapazität der Waldschlößchenbrücke liege aber bei maximal fast 5.000 Fahrzeugen pro Stunde, sagte Straßen- und Tiefbauamtschef Reinhard Koettnitz. Die Stadt gehe davon aus, dass sich die Verkehrszahlen noch erhöhen, wenn die derzeit stauanfällige Kreuzung Königsbrücker Straße/Stauffenbergallee umgebaut ist.

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Nach Erkenntnissen der Experten verkürzt die Waldschlößchenbrücke Verkehrswege und entlastet die Umwelt, da etwa 3.000 Liter Kraftstoff gespart und der Kohlendioxidausstoß um 7,1 Tonnen verringert werden. Der Verkehr auf der Carolabrücke und dem über 100 Jahre alten Blauen Wunder ging um 5.000 beziehungsweise 3.000 Fahrzeuge pro Tag zurück. Dafür hat er sich auf den Zu- und Abfahrten der Waldschlößchenbrücke fast verdoppelt. (dpa)