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Weniger Besucher im Freibad

Aufgrund des wechselhaften Wetters blieb der große Andrang im Pretzschendorfer Bad aus, ebenso das notwendige Geld.

© Archivfoto: Frank Baldauf

Von Anja Ehrhartsmann

Pretzschendorf. Die Badesaison ist zu Ende. Wie auch in den umliegenden Bädern fällt die Bilanz im Pretzschendorfer Freibad nicht so gut aus wie im Vorjahr. Grund dafür ist das Wetter, das diesen Sommer sehr unbeständig war, sagte Bürgermeister Torsten Schreckenbach (BfK), der den Gemeinderäten die Zahlen auf der Sitzung am Dienstag vorstellte.

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„Das Wetter ist so, wie es ist, dagegen können wir nichts machen“, so das Gemeindeoberhaupt. Die schwankenden Temperaturen machten sich vor allem bei den Besucherzahlen bemerkbar: 1 034 Tageskarten wurden in der Saison an Erwachsene verkauft und damit mehr als 800 Karten weniger als 2016. Kinder und Jugendliche sind dagegen öfter ins Wasser gesprungen, aber auch hier bleiben die Zahlen mit 1 245 Eintrittskarten unter dem Vorjahresergebnis. Bei den verkauften Zehnerkarten gibt es im Vergleich nur geringe Abweichungen, ähnlich ist es beim verbilligten Eintritt ab 18 Uhr, der nur bei den Erwachsenen ein leichtes Minus von nahezu 40 Karten aufweist. Grund zum Nachdenken gebe die Jahreskarte, die nur wenig nachgefragt werde.

Jährliches Minus

Den Einnahmen stehen Kosten entgegen, die etwa für Unterhalt und Betrieb der Anlage und für das Personal anfallen. Wie der Bürgermeister anhand einer Grafik zeigte, blieb im Zeitraum von 2012 bis 2016 jährlich unterm Strich ein Minus stehen. Rund 53 355 Euro waren es im Jahr 2016. Das ist am Ende die Summe, die die Gemeinde bezuschussen muss. Für 2017 steht die Bilanz zwar noch nicht fest, da die Jahresabrechnung noch aussteht. Die Einnahmen werden aber aller Voraussicht nach auch 2017 von deutlich höheren Ausgaben überwogen. „Freibäder schreiben nun mal Verluste, das ist nicht nur bei uns so“, sagte Torsten Schreckenbach. Die Preise so anzuheben, dass der Verlust ausgeglichen werde, sei aber nicht zielführend. „Der Eintritt wäre so hoch, da würde keiner kommen.“

Das sahen auch die Gemeinderäte so. Allerdings kam die Frage auf, welche Investitionen mittel- und längerfristig anfallen. Das Freibad in Pretzschendorf wurde 1993 saniert und 1994 eingeweiht, die technische Anlage stammt noch aus der Zeit. Die Gemeinde prüfe deshalb jährlich, ob die einzelnen Anlagenteile wie Filteranlagen, Pumpen, Heizung sowie die Steuer- und Regeltechnik repariert oder ersetzt werden müssen, so Schreckenbach.

Die Reparaturen vor dem Saisonstart hätten sich dieses Jahr aber in Grenzen gehalten. Das Bauamt habe die Anlage im Blick und sei dabei, den Zustand der Einzelteile zu bewerten. „Wie wir mit den Kosten und dem Freibad umgehen, muss dann im Gemeinderat diskutiert werden.“

Insgesamt ist der Sommer im Pretzschendorfer Freibad ruhig verlaufen, Unfälle gab es keine, erklärte Torsten Schreckenbach auf SZ-Nachfrage. Wann der besucherstärkste Tag war, lasse sich hingegen nicht beantworten, da es keine tägliche Zählung gibt.