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Weniger Besucher im Schlosspark Pillnitz

An den Eintrittspreisen liegt es nicht, sagt die staatliche Schlösserverwaltung. Dieses Jahr soll es besser laufen.

© Matthias Hiekel/dpa

Wer im vergangenen Jahr durch das Schloss und den Park in Pillnitz schlenderte, hatte deutlich mehr Platz um sich herum sonst. Denn es kamen deutlich weniger Besucher. 2017 zählte der Betrieb Schlösser und Gärten nur 354 462 Besucher. 2016 waren es noch 400 023 Gäste, sagt Sprecher Uli Kretschmar.

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Zu hohe Eintrittspreise wären allerdings nicht der Grund für die Flaute. „Dem entgegen steht unsere Beobachtung im Barockgarten Großsedlitz“, so Kretschmar, Nach Bauende im vergangenen Jahr wurde der Eintritt auf fünf Euro erhöht. Trotzdem kamen mehr Besucher. Insgesamt 61 000 Gäste wurden gezählt. Das waren 51 Prozent mehr als im Jahr vorher.

2012 hatte der staatliche Schlösserbetrieb erstmals Eintritt für den Schlosspark Pillnitz verlangt. Anders seien die Kosten nicht mehr zu decken, hieß es damals. Inzwischen müssen erwachsene Gäste drei Euro zahlen, wenn sie den Park besuchen möchten. Acht Euro kostet das Kombiticket für Schloss, Palmenhaus und Park. Von November bis März ist der Parkeintritt weiterhin kostenlos.

Wenn es nicht die Eintrittspreise sind, was ist dann der Grund für den Besucherschwund? „Es handelt es sich mehr um ein Variieren der Gästezahl.“ Diese variiere in Abhängigkeit der Ausstellungsangebote, wie an anderen Standorten auch, so Kretschmar weiter.

Für 2016 sei stark geworben worden, unter anderem für das Themenjahr „Gärtner des Maharadscha“. Das habe viele Menschen nach Pillnitz gelockt. Mit dieser Zugkraft hätte sich die Sonderausstellung „Luise von Toskana“ im Jahr 2017 nicht messen können, sagt der Sprecher. Angebote wie das indische Themenjahr könnten nur mit Eintrittsgeldern realisiert werden. Außerdem beobachte Uli Kretzschmar seit geraumer Zeit, dass weniger Gruppenreisen in Pillnitz vorbeiführen. Nicht nur das: Die Busreisegruppen würden auch zunehmend kleiner.

Ab dem 28. April setzt Pillnitz auf die neue Sonderausstellung „Macht euern Dreck alleene! – Der letzte sächsische König, seine Schlösser und die Revolution von 1918“. (SZ/jv)