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Weniger Diebstähle, mehr Prügeleien

Der Jacobimarkt 2017 in Ebersbach-Neugersdorf ist ausgewertet. Das Konzept hat sich bewährt. Einiges muss aber verändert und besser werden.

© Rafael Sampedro

Von Gabriela Lachnit

Neugersdorf. Es war ein gutes Fest. Darin waren sich alle einig bei der Auswertung des diesjährigen Jacobimarktes. Es war die 289. Auflage dieses größten Volksfestes in der Oberlausitz. Stadtverwaltung Ebersbach-Neugersdorf, Veranstalter Linke Fruchtsäfte, Polizei und die Sicherheitsfirma haben gemeinsam Bilanz gezogen und festgehalten, was gut gelaufen ist und woran noch gearbeitet werden muss. Schwerpunkte der Rückschau waren die Sicherheit, der Verkehr und stadtinterne Angelegenheiten. Zum siebten Mal ist das unter anderem von der Stadt, vom Veranstalter und vom Sicherheitsdienst entwickelte Sicherheitskonzept angewendet worden. „Es entspricht in sehr gutem Maße den Anforderungen und Bestimmungen von Polizei und Sicherheitsdienst“, resümiert die Bürgermeisterin Verena Hergenröder (parteilos). Bewährt habe sich, dass an den Eingängen Kontrollen der Festgäste stattfinden. Das werde auch künftig so gehandhabt, sagen die Organisatoren.

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Anders dagegen wird voraussichtlich schon im nächsten Jahr die Verkehrsregelung erfolgen. Es wäre günstiger gewesen, wenn zum Feuerwerk eine Sperrung in dem Bereich erfolgt wäre, wo das Feuerwerk abgeschossen wurde, sagt Frau Hergenröder. Etliche Fahrzeugführer hatten das Rot der Ampel missachtet. Deshalb wird erwogen, das Areal künftig während des Feuerwerks ganz zu sperren. Viele Verkehrsverstöße gab es vor allem beim Parken. Oft waren Parkflächen für Behinderte zugeparkt oder Autos standen im Halteverbot. Auch Grünstreifen wurden als Parkfläche missbraucht. Die Polizei nahm während des Jacobifestes 156 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten auf. Das liege im Durchschnitt der Vorjahre, sagt die Bürgermeisterin. Angestiegen seien jedoch die Rohheitsdelikte. „Man war eher als sonst bereit, sich zu prügeln“, erklärt die Bürgermeisterin. Auch das sei eine Bestätigung, so viel Sicherheitspersonal einzusetzen. Die Mitarbeiter sind ständig auf dem großen Festgelände unterwegs und können bei Problemen schnell eingreifen. Diebstähle hätte es dagegen einige weniger gegeben als in den Jahren zuvor. In Auswertung der verschiedenen Delikte kamen die Organisatoren zu dem Schluss, dass künftig die mehr als 250 Schausteller besser sensibilisiert werden sollten, was das Verhalten ihrer Mitarbeiter betrifft. Auch sie sollten künftig besser darauf einwirken, Delikte von Festbesuchern zu verhindern. Ein wichtiges Vorhaben für das nächste Gierschdurfer Schissn ist die Verbesserung der Technik für die Durchsagen, die auf dem Festplatz nötig sind. Die Verständlichkeit der Ansagen ließ in diesem Jahr zu wünschen übrig, das müsse verbessert werden, sind sich die Organisatoren einig.

Auch beim 289. Jacobimarkt haben alle Beteiligten gut zusammengearbeitet. Die Bürgermeisterin hob die Arbeit des Sicherheitsdienstes und der Mitarbeiter der Stadtwerke hervor, die über ihre dienstlichen Verpflichtungen hinaus viele Stunden für das Volksfest gearbeitet haben.

Wenn Anfang 2018 die Vorbereitung des 290. Jacobimarktes startet, machen sich alle Beteiligten bereits Gedanken für das Fest im Jahr 2019. Dann nämlich muss es Veränderungen bei der Nutzung des Geländes am Eiskellerberg geben. Der Neubau des Depots für die Neugersdorfer Feuerwehr macht das erforderlich. Ein Teil des Areals, das jetzt für das Volksfest genutzt wird, wird dann für das Depot benötigt.