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Weniger Grün im Afrikahaus

Im Mai soll das Elefantengehege im Zoo wieder öffnen. Wir haben uns auf der seit drei Jahren bestehenden Baustelle umgesehen.

© René Meinig

Von Alexander Buchmann

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Im Afrikahaus des Dresdner Zoos herrscht rege Betriebsamkeit. Die kommt aber noch nicht von den drei Elefantendamen und den Mandrillen, die hier künftig leben sollen. Stattdessen sind Handwerker gleich mehrerer Gewerke dabei, die Gehege und die Wege für die Besucher fertigzustellen. Denn spätestens im Mai soll das Afrikahaus wieder geöffnet werden – drei Jahre nach dem Spatenstich für den Umbau.

„Aktuell sind Elektriker, Metaller und Garten- und Landschaftsbauer in der Halle und die Beregnungsanlage wird installiert“, sagt der zoologische Leiter Wolfgang Ludwig. Dabei wird zeitgleich am großen Gehege für die Elefanten und dem kleineren für die Affen gearbeitet. Beim Mandrilldomizil sind die Arbeiter dabei, das Stahlnetz anzubringen, das den Bereich nach oben abgrenzt. „In zwei Wochen kommen dann die Glasscheiben“, erklärt Ludwig. Damit ist dieser Teil dann weitestgehend fertig. Beim tausend Quadratmeter großen Elefantengehege ist man noch nicht so weit. Dafür sind in der vorigen Woche die rund 400 afrikanischen Pflanzen angekommen, die nun gepflanzt werden. „Vom kleinen Grastopf bis zum fünf Meter hohen Baum ist da alles dabei“, sagt der Leiter.

Insgesamt wird die Grünfläche kleiner ausfallen als früher. Die gewonnene Fläche komme aber den Elefanten zugute. Auch der Wassergraben ist verschwunden, der Elefanten und Besucher voneinander getrennt hat. Stattdessen gibt es jetzt Säulen, zwischen denen Stahlseile gespannt werden. Die Säulen stehen auch bereits und die Seile sollen folgen, wenn das Areal fertig ist. Drei der Seile sollen dann unter Strom gesetzt werden, damit die Elefantendamen Mogli, Sawu und Drumbo die Pflanzen in Ruhe lassen. Zwischen den Säulen und den Besuchern gibt es in einem Sicherheitsabstand noch einen kleinen Zaun. Auch von außen kann man dann durch eine Glasscheibe die Elefanten beobachten.

Für die wurden in dem neuen Gehege verschiedene Möglichkeiten zur Beschäftigung eingebaut. An zwei der künstlichen Bäume sind Flaschenzüge angebracht, über die Heunetze zu den Tieren heruntergelassen werden können. „Da müssen sich die Elefanten strecken und sie haben zu tun“, so Ludwig. Der Beschäftigung dienen auch die kleinen Löcher in den Kunstfelsen. Darin können die Pfleger nämlich Futter verstecken, das die Elefanten mit ihren Rüsseln herausangeln müssen.

Bis es so weit ist, muss sich das Trio aber noch gedulden. Die farbliche Gestaltung der Kunstfelsen ist abzuschließen und Wege müssen gebaut werden. „Wenn die Handwerker raus sind, kommt der Sand rein und die letzten Pflanzen folgen“, erklärt Ludwig. Der Umzug der Elefanten vom Interimsquartier in ihr neues Zuhause ist für April geplant. Damit haben sie ebenso wie die Affen noch etwas Zeit sich einzugewöhnen, ehe das Afrikahaus für Besucher geöffnet wird. Danach können die Interimshalle abgebaut und die Außenanlage fertiggestellt werden. Ein erster Teil davon soll im Mai aber schon umgestaltet sein.

Die Besucher erwartet im neuen Afrikahaus außer den neuen Gehegen auch eine große Tafel, auf der in das Innere eines Elefanten geschaut werden kann, eine Besucherhütte und eine Vitrine, in der ein Elefantenschädel ausgestellt wird. Die Beschilderung soll als eine der letzten Arbeiten im März angebracht werden.