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Bautzen

Weniger Kinder müssen in Pflege

Die Zahl der Inobhutnahmen im Landkreis Bautzen sinkt. Trotzdem sucht das Landratsamt händeringend Pflegefamilien.

Symbolbild
Symbolbild © dpa

Bautzen. Im Vergleich zum Vorjahr mussten 2019 bislang weniger Kinder im Kreis Bautzen in Obhut genommen werden. Gemeint ist damit die vorläufige Aufnahme und Unterbringung eines Kindes oder Jugendlichen durch das Jugendamt in einer Notsituation. Während von Januar bis Ende Oktober 2018 insgesamt 120 Inobhutnahmen stattfanden, waren es in diesem Jahr bis Ende Oktober nur 100.

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Wie das Landratsamt mitteilte, würden die Kinder am häufigsten deshalb aus ihrer Familie genommen, weil sie nicht ausreichend versorgt würden. Auch psychische Probleme der Eltern oder eine Sucht sind dafür häufig der Auslöser. Nicht alle Inobhutnahmen bedeuten dabei, dass die Kinder dauerhaft in eine Pflegefamilie kommen. Dennoch sucht das Landratsamt Pflegefamilien, die bereit sind, Kinder in Obhut zu nehmen – oder sie eben auch längerfristig als Pflegekind aufzunehmen. Das Landratsamt spricht angesichts der Zahlen von einer „geringfügigen Absenkung“, die Lage sei nicht entspannt. (SZ/the)