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Weißwasser

Weniger Leag-Strom wegen Corona

Die Leag-Kraftwerke müssen teilweise Blöcke herunterfahren. Neben Corona gibt es einen weiteren Grund.

Blick auf den Tagebau Nochten und das Kraftwerk Boxberg.
Blick auf den Tagebau Nochten und das Kraftwerk Boxberg. © Andreas Kirschke

Seit Anfang des Jahres gibt es witterungsbedingt ein anhaltendes Hoch der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung und einen gleichzeitig durch die Corona-Pandemie bedingten rückläufigen Stromverbrauch in Deutschland von aktuell rund zehn Prozent. Aufgrund teilweise ruhender Produktion bei Industrie, Gewerbe und Handel in Verbindung mit einer überdurchschnittlichen Einspeisung erneuerbaren Energien ergeben sich derzeit besonders hohe Anforderungen an die flexible Fahrweise der von der Leag betriebenen Kraftwerke.

„Um den Vorrang bei der Einspeisung erneuerbarer Energien ebenso wie die stabile Frequenz von 50 Hertz im Stromnetz zu gewährleisten, müssen einzelne Kraftwerksblöcke mehrfach in der Woche und zum Teil sogar innerhalb eines Tages auf das Leistungsminimum heruntergefahren werden. Teilweise ist es sogar erforderlich, Blöcke zeitweise außer Betrieb zu nehmen und für das Wiederanfahren bereit zu halten“, sagt Pressesprecher Toralf Schirmer. Als Konsequenz daraus gehe auch der Bedarf der Kraftwerke an Braunkohle zurück, was sich, zusammen mit einem derzeit rückläufigen Absatz von Braunkohlenveredlungsprodukten, direkt auf die Kohleförderung in den Tagebauen auswirkt. „Neben der gesicherten Stromproduktion in den Kraftwerken Jänschwalde, Schwarze Pumpe, Boxberg und Lippendorf – unabhängig davon, ob die Sonne scheint oder der Wind weht – versorgen wir auch weiterhin unsere regionalen Kunden zuverlässig und bedarfsgerecht mit Wärme“, ergänzt Leag-Vorstand Hubertus Altmann.

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