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Weniger Parkplätze auf der Königsbrücker

Bei der Sanierung der Straße verschwindet fast ein Drittel aller Stellplätze. Auch durch ungewöhnliche Vorhaben.

© Christian Juppe

Von Christoph Springer

Auf der sanierten Königsbrücker Straße soll künftig deutlich weniger Platz für parkende Autos sein. Um knapp 30 Prozent schrumpft die Zahl der Stellplätze laut den Plänen der Stadt. Rund 130 sollen es künftig noch sein. Zurzeit gibt es zwischen dem Albertplatz und der Stauffenbergallee 185 legale Parkplätze. Das sagte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) am Montagabend bei der Bürgerversammlung zur Sanierung der Königsbrücker im Romain-Rolland-Gymnasium.

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Das finden die Stadtratsfraktionen von CDU und FDP nicht hinnehmbar. Stadtrat Gunter Thiele (CDU) trat am Montagabend ans Mikrofon und kritisierte vor allem den Plan der Stadt, in Parkplatzstreifen, die zwischen Louisenstraße und Bischofsweg entstehen sollen, Bäume zu setzen. „Unserer Meinung nach wird an der Königsbrücker jeder mögliche Stellplatz für die Händler und die Anwohner gebraucht“, sagte Thiele auf SZ-Anfrage. „Schon heute herrscht akuter Stellplatzmangel.“ Die neuen Bäume will auch die CDU, sie könnten aber ebenso gut im Bereich der Fußwege stehen, stellt der Verkehrsfachmann der CDU-Stadtratsfraktion fest.

Wie Thieles Partei lehnt auch die FDP die aktuellen Sanierungspläne ab. Holger Zastrow, Chef der FDP/FB-Fraktion, findet, sie seien „lediglich die konsequente Fortsetzung der bisherigen autounfreundlichen und für die verkehrliche Entwicklung Dresdens hochriskanten Planungen“. Und das Vorhaben, Bäume in Parkplatzstreifen zu setzen, geht aus seiner Sicht zulasten der ansässigen Unternehmen und des lokalen Einzelhandels. Zastrow lässt kein gutes Haar an den Ideen aus dem Ressort des Baubürgermeisters. Schmidt-Lamontain laufe „nur noch den Utopien seiner Partei hinterher“, schimpft der Fraktionschef.

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Reinhard Koettnitz, der Chef des Straßen- und Tiefbauamtes, versucht, die Wogen zu glätten. „Wir müssen sehr viele Interessen unter einen Hut bringen“, sagte so der Amtsleiter. „Das bedeutet auch, dass das eine oder andere Begehren ein bisschen zurückgedrängt werden muss. Das nennt man einen Kompromiss.“