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Weniger Platz für die Wäsche

Die Wohnungsgenossenschaft hat Land für ein Projekt der Seniorenresidenz verkauft. Die Mieter haben Bedenken.

© André Braun

Von Sylvia Jentzsch

Hartha. Die Anwohner der Häuser 12 bis 18 an der Straße des Friedens sind etwas erschrocken. Hinter dem Block, der der Wohnungsgenossenschaft Hartha (WGH)gehört, wurden Bäume gefällt. Ein Teil des zum Gebäude gehörenden Wäscheplatzes ist davon betroffen. „Wahrscheinlich hängen die Fällarbeiten mit einem neuen Projekt der Seniorenresidenz zusammen“, vermuten die Mieter. Sie haben Bedenken, dass sie für die Baumaßnahme auch einen Teil des Wäscheplatzes, den sie noch rege nutzen, aufgeben müssen. Und damit liegen sie nicht falsch. „Ja, wir haben das Grundstück, auf dem die ehemalige Verwaltung stand, und einen Teil des Wäscheplatzes für ein Vorhaben der Seniorenresidenz verkauft“, bestätigt der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Jörg Keim. Es sei etwas mehr als die Hälfte des Wäscheplatzes. „Wir werden diesen im Frühjahr, wenn es die Witterung erlaubt, teilweise umbauen“, so der Vorstand. Die Säulen für das Anbringen der Leinen werden dann neu aufgestellt. „Mit uns ist bisher nicht gesprochen worden. Wir wissen nicht, was mit dem Wäscheplan passiert. Es wäre schön gewesen, wenn man uns informiert hätte. Schließlich macht man sich seine Gedanken“, so ein anderer Mieter.

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Der Wäscheplatz werde immer gut genutzt – von manchen fast täglich, wenn die Witterung passt. „Dafür ist ja auch ein Wäscheplan da. Die erste bis dritte Reihe sind gut genutzt. Etwas großzügig gestaltet ist die letzte Reihe, die weniger in Beschlag genommen wird“, so der Genossenschaftler. Im Block 12 bis 18 gibt es 32 Wohnungen – fünf davon stehen leer.

Ein weiteres Problem sehen die Mieter in der Parkplatzsituation. „In der Woche gibt es weniger Probleme. Doch wenn am Wochenende die Bewohner der Seniorenresidenz Besuch bekommen, dann wird es eng auf der Straße des Friedens“, so der Anwohner. Wenn jetzt noch ein zusätzliches Objekt entstehe, könnte es sein, dass sich die Parkplatzsituation weiter verschärft, befürchten die Mieter. „Wenn ein Neubau entsteht, muss nachgewiesen werden, dass entsprechend viele Parkplätze entstehen. Und das wird auch kontrolliert“, so Bauamtsleiter Ronald Fischer. Ansonsten stehen die öffentlichen Parkplätze der Allgemeinheit zur Verfügung. Niemand habe besondere Rechte auf einen Parkplatz, weil er zum Beispiel in dieser Straße wohnt. „Es besteht auch die Möglichkeit in der Nähe des Wohnblockes zu parken“, sagte der Vorstand der Genossenschaft Jörg Keim. Er verweist auf Flächen in der Nähe des Garagenkomplexes.