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Politik

Weniger rechtsextreme Demos

Im vergangenen Jahr hat es erheblich weniger Demonstrationen Rechtsextremer gegeben, dafür mehr Konzerte - aber viel weniger gingen hin.

Teilnahmer des Rechtsrock Festivals "Schild und Schwert" in Ostritz werden von Polizisten kontrolliert.
Teilnahmer des Rechtsrock Festivals "Schild und Schwert" in Ostritz werden von Polizisten kontrolliert. © Paul Sander

Berlin. Die Zahl der Demonstrationen von Rechtsextremen ist 2019 erheblich gesunken. Im vergangenen Jahr fanden in Deutschland 124 solcher Veranstaltungen statt, einschließlich der sogenannten "Gida"-Treffen von Gruppen wie "Pegida". 2018 waren es noch insgesamt 195 derartige Treffen, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der innenpolitischen Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, hervorgeht, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. Im Jahr 2015, dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, wurden noch 590 solcher Demonstrationen registriert.

Gesunken sind den Regierungsangaben zufolge auch die Teilnehmerzahlen bei rechten Aufmärschen: von 32.000 im Jahr 2018 auf knapp 20.000 Teilnehmer im vergangenen Jahr. 2015 waren es einschließlich der "Gida"-Treffen noch knapp 100.000 Teilnehmer.

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Gestiegen ist die Zahl der Musikveranstaltungen der Szene wie Rechtsrock-Konzerte und Liederabende. 372 solcher Veranstaltungen gab es 2019. 2018 waren es noch 320, 2015 waren es 211 Veranstaltungen. Allerdings gehen auch hier die Teilnehmerzahlen zurück. 22.232 Teilnehmer zählte die Bundesregierung im Jahr 2019, in den Vorjahren lag die Zahl kontinuierlich bei etwa 30.000 Teilnehmern. (dpa)

Polizisten bewachen Anfang Februar 2019 in Dresden einen Neonaziaufmarsch. 
Polizisten bewachen Anfang Februar 2019 in Dresden einen Neonaziaufmarsch.  © Paul Sander