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Weniger Scheidungen im Landkreis

Im vergangenen Jahr wurden so wenige Ehen geschieden wie zuletzt 2010. Auch waren weniger Kinder betroffen.

© dpa

Von Franz Werfel

Pirna. Im vergangenen Jahr wurden nicht nur erneut mehr Kinder im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge geboren. Verheiratete Menschen haben ihre Bindung auch seltener gelöst als in den Vorjahren. Das belegen Zahlen des Statistischen Landesamtes, die nun veröffentlicht wurden. Demnach wurden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 2017 genau 388 Ehen aufgelöst. Ein Jahr zuvor waren es noch 440 Ehen, 2015 wurden 451 amtliche Bindungen gelöst. Weniger als 400 Scheidungen gab es in den vergangenen 20 Jahren nur zweimal: 366 in 2010 und 337 im Jahr 1997. Von den Scheidungen waren 341 Kinder betroffen. Eine Ehe hielt im Schnitt 15,1 Jahre. Auf Ehepartner, die sich getrennt haben, trifft die Legende vom „verflixten siebten Jahr“ möglicherweise zu. Denn die meisten Scheidungen gab es mit 25 Fällen nach sechs Jahren. Mit fast 300 Fällen wurden die allermeisten Ehen aber erst geschieden, nachdem die Partner mindestens ein Jahr getrennt lebten.

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Sachsenweit erfolgte ein Drittel aller Scheidungen in den ersten acht Jahren. Nach der Silberhochzeit trennte sich noch jedes fünfte Paar, nach der Goldenen Hochzeit noch 12 Ehepaare. Das Durchschnittsalter der geschiedenen Frauen lag bei 43,5 Jahren, der Männer bei 46,5 Jahren. Dabei trennten sich die meisten Frauen im Alter von 37 Jahren, die meisten Männer im Alter von 46 Jahren. Scheidungsverfahren dauerten im Schnitt 9,2 Monate. Die Einwohner im Landkreis ließen sich mit 15,6 Scheidungen auf 10 000 Einwohner im Durchschnitt seltener scheiden als die Sachsen (16) und die Deutschen (20).