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Weniger Schutz für Prostituierte

Das Gesundheitsamt kritisiert das neue Gesetz und will weiter für die Sexarbeiter kämpfen.

© dpa

Weltweit wird am Sonnabend, der Welthurentag begangen. Anlässlich dieses Tages macht das Gesundheitsamt auf seine Arbeit mit und das Engagement für Sexarbeiter aufmerksam. „Seit 17 Jahren bieten wir für sie eine kostenfreie sowie anonyme Beratung und Untersuchung an“, so Matthias Stiehler, Leiter der Beratungsstelle für AIDS und sexuell übertragbare Infektionen. Die Mitarbeiter auf der Bautzner Straße 125 testen auf HIV, Hepatitis, Syphilis und untersuchen auf Chlamydien und Tripper.

Stiehler kämpft auch für die gesellschaftliche Akzeptanz der Männer und Frauen. „Bis heute tut sich die Politik in unserem Land schwer, die Normalität von Sexarbeit zu akzeptieren. Probleme wie Menschenhandel und Zwangsprostitution waren schon immer strafverfolgt. Nicht jeder Sexarbeiter ist allerdings Opfer davon.“ Jedoch werden die gesetzlichen Regelungen so verschärft, dass sich alle behördlich anmelden und die entsprechenden Bescheinigungen mit sich tragen müssen. Der Schutzraum für die Prostituierten werde so deutlich abgebaut.

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Das neue Prostituiertenschutzgesetz sieht Anmeldepflicht und Pflichtberatungen für Prostituierte vor. Es wurde vom Bundestag beschlossen, soll aber durch die Kommunen umgesetzt werden. Momentan steht noch ein sächsisches Ausführungsgesetz aus, ehe es losgehen kann. (SZ/jv)