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Weniger Straßenkünstler in Dresden

Nur 35 Genehmigungen wurden in den vergangenen Tagen verteilt. Das Ordnungsamt kontrolliert nun verstärkt.

© Norbert Millauer

Die Straßenkunst wird rar in Dresden. Seit gut einer Woche gelten für Musiker, Artisten und Darsteller in der Stadt neue Regeln. Sie sind nun deutlich weniger in der Öffentlichkeit zu sehen. Das bestätigen auch die Zahlen der Stadt. Bis zu diesem Sonnabend hat die Stadt für Auftritte von Straßenkünstlern lediglich 35 Genehmigungen ausgestellt. Allein für Musiker stünden von Montag bis Sonnabend täglich insgesamt sieben zur Verfügung.

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„Das Kontingent an Erlaubnissen wurde bisher an keinem Tag ausgeschöpft“, erklärt Rathaussprecherin Nora Jantzen. Ausgestellt werden sie im Sachgebiet Straßenverwaltung des Straßen- und Tiefbauamtes. Vor der Behörde hätten sich in den vergangenen Tagen jedoch keine Schlangen gebildet. „Daher mussten auch keine Künstler weggeschickt werden“, fügt sie hinzu. Ebenso wenig hätten immer dieselben Künstler eine Erlaubnis erhalten.

Der Gemeindliche Vollzugsdienst der Stadt überprüft derweil die Einhaltung der neuen Regelungen. Bereits in den letzten beiden Juliwochenenden hatten die städtischen Mitarbeiter mit Straßenkünstlern gesprochen und Informationsblätter verteilt. Ein Verstoß gegen die Neuregelung würde die Künstler nun eine Geldbuße in Höhe von bis zu 500 Euro kosten. Straßenmusiker müssen jede Stunde ihren Standort wechseln. Auch dieses Rotieren überprüft die Stadt nun.

In den vergangenen Wochen hatten Straßenkünstler immer wieder kritisiert, dass es vor allem im vergangenen Jahr keine Kontrollen gegeben hätte und die Situation mit bettelnden Musikern deshalb auch überhand nahm, was letztlich zur neuen Verordnung führte. Die Stadt sieht das anders. Neue Vorschriften hätte es bereits Anfang 2013 gegeben, diese wurden aber wieder aufgehoben. „Da es keine Regelungen gab, konnten auch keine diesbezüglichen Kontrollen durchgeführt werden“, sagt Nora Jantzen. (jam)