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Bautzen

Weniger Unfälle am Bautzener Finanzamt

Vor einem Jahr startete die Stadt einen Verkehrsversuch, um eine gefährliche Kreuzung im Zentrum zu entschärfen. Dieser Plan scheint aufzugehen.

Vor dem Finanzamt am Wendischen Graben gibt es weniger Unfälle.
Vor dem Finanzamt am Wendischen Graben gibt es weniger Unfälle. © Archivfoto: Carmen Schumann

Bautzen. Die Kreuzung hinter dem Finanzamt in Bautzen ist sicherer geworden. Das belegen die Beobachtungen der Stadtverwaltung. Demnach gab es seit einem Jahr dort keine Unfälle mit Radfahrern mehr. Stadtsprecher André Wucht erklärt, dass auch die Zahl der Auto-Unfälle an dieser Stelle deutlich zurückgegangen ist. Grund dafür könnte die neue Verkehrsführung sein. Im Juni 2018 startete die Stadt einen Verkehrsversuch. Dabei wurde die Fahrbahn neu markiert. Eine Unfallkommission entschied, dass die Einmündungen am Wendischen Graben versetzt werden sollen. Seither dürfen Verkehrsteilnehmer, die von der Straße „Vor dem Schülertor“ kommen, nicht mehr vor zur Kreuzung Wendischer Graben/Töpferstraße fahren. Stattdessen werden sie über den Parkplatz des Finanzamtes geleitet. An dessen Ende können Autofahrer entscheiden, ob sie rechts Richtung Kornmarkt oder links Richtung Krankenhaus abbiegen wollen. Durch die Regelung ergaben sich auch Änderungen fürs Parken hinterm Finanzamt. Weil die Autos über den Platz geleitet werden, entfielen einige Stellflächen.

Ob diese Verkehrsführung auch dauerhaft so erhalten bleibt, ist allerdings noch nicht entschieden. Ein weiteres Jahr will die Stadtverwaltung die Situation an der Kreuzung beobachten, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

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Vor dem Verkehrsversuch hatte es eine Reihe von Unfällen gegeben. Im August 2016 krachte ein Radfahrer gegen eine Autotür. Er stürzte und verletzte sich leicht. Später notierte die Polizei, dass der Autofahrer die Vorfahrt des Radlers missachtet hatte. Eine ähnliche Situation ereignete sich im Mai 2015. Diesmal war eine Seniorin betroffen. Weil ein Auto ihr die Vorfahrt nahm, wich sie aus und stieß dabei gegen ein wartendes Fahrzeug. Auch sie blieb nicht unverletzt. Noch schlimmer traf es im Jahr 2013 eine 57-jährige Radfahrerin. Ein Autofahrer übersah die Frau, die mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Und die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Insgesamt acht Unfälle hat die Stadt in den vergangenen Jahren registriert. (SZ/mho)