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Wenn das Berggeschrey einsetzt

Firmen erkunden Erzvorräte im Osterzgebirge. Beginnt der Abbau, ist die Frage: Wer holt die Rohstoffe aus dem Berg?

© Egbert Kamprath

Altenberg. Der Bergbau, der das Osterzgebirge und insbesondere Altenberg über Jahrhunderte prägte, ist verschwunden, könnte aber bald wieder aufblühen. Gleich mehrere Firmen erkunden derzeit die Ressourcen. Passend dazu widmet sich der Knappenverein Altenberg einem Thema, das demnächst wieder aktuell werden könnte: die bergmännische Lehrausbildung. Wie sie früher war und wie sie heute ist, darum geht es zum nächsten Vereinsabend am Dienstag, dem 13. März, wie Eckhard Ehrt vom Vorstand informiert. Dazu hat sich der Knappenverein mit Diplomingenieur Hardy Wenzel aus Altenberg und Dr. Jens Lommatzsch vom Beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft und Technik „Julius Weisbach“ Freiberg zwei Experten eingeladen. „Mit diesem Thema möchten die beiden Referenten einen Einblick in die derzeitige Ausbildung zum ,Bergmann‘ vermitteln und aufzeigen, welche beruflichen Perspektiven bestehen“, so Eckhard Ehrt. Nicht nur die offizielle Berufsbezeichnung habe sich im Laufe der Jahre verändert, auch die fachlichen Anforderungen mussten mit der Entwicklung im Bergbau Schritt halten. Die Berg- und Maschinenleute der Fachrichtung Vortrieb und Gewinnung arbeiten im Abbau von Rohstoffen und beim Bau von Stollen und Schächten in Bergwerken. „Gut ausgebildete Bergleute sind immer noch gefragt.“ Vor der politischen und wirtschaftlichen Wende 1989 lag der Schwerpunkt des Bergbaus im Erzgebirge im Abbau von Rohstoffen. Das hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert und hin zum Sanierungs- bzw. Nachsorgebergbau verlagert. Denn die zurückgelassenen Gruben müssen verwahrt und gesichert werden. Inzwischen bestehe berechtigte Hoffnung, dass sich der rohstoffgewinnende Bergbau im Erzgebirge wieder etablieren wird. Unter der Erde – so haben jüngste Erkundungen erneut deutlich gemacht – liegen noch wahre Schätze, zum Beispiel Fluss- und Schwerspat, Lithium, Zinn und Wolfram. Der Knappenverein hofft, so Eckhard Ehrt, mit dieser Veranstaltung auch einen Anstoß für die Berufsorientierung junger Leute zu geben. Der Vereinsabend beginnt 18 Uhr in der Knappenstube. Sie befindet sich in der zweiten Etage im Arno-Lippmann-Schacht im Europark Altenberg und ist auch mit einem behindertengerechten Fahrstuhl zu erreichen. (SZ/ks)

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