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Wenn dem Körper der Sauerstoff fehlt 

Ursachen für eine Anämie gibt es viele. In seltenen Fällen ist sie Anzeichen für eine bösartige Erkrankung. Dann hilft es nicht mehr, nur die Ernährung umzustellen.

© istockphoto.com/darjeelingsue (Symbolfoto)

Leistungsschwach, unkonzentriert, blass im Gesicht – diese Symptome sprechen für eine Anämie. Im Körper gibt es dann zu wenig rote Blutkörperchen. Blutarmut wird die Anämie deshalb auch genannt. Dabei kommt zu wenig Sauerstoff im Herzen oder dem Gehirn an. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Kurzatmigkeit sind die Folgen. Oft kommen diese Symptome schleichend.

Eisenmangel ist die häufigste Ursache

Zurück in die Heimat!

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In 80 Prozent der Fälle handelt es sich um eine gutartige Blutarmut. So kommt es zu einer Anämie, wenn der Mensch kontinuierlich geringe Mengen Blut verliert, so bei einer Entzündung oder einem Geschwür des Magens. Auch wenn Frauen Probleme bei der Regelblutung haben, kann sich eine Anämie bilden. Mediziner diagnostizieren dann einen Eisenmangel infolge des Blutverlusts. Dies ist die häufigste Ursache für eine Anämie. Selten kann diese auch bei einseitiger Ernährung, zum Beispiel bei Veganern und Vegetariern, auftreten. Ärzte suchen bei den beschriebenen Symptomen nach der Blutungsquelle, stoppen diese und führen Vitamine oder Eisen zu. Neben Fleisch liefern Hülsenfrüchte, Nüsse, Sojabohnen, Erbsen und Hirse viel Eisen. Mitunter Anzeichen für eine bösartige Erkrankung

„Eine Anämie kann aber auch Anzeichen für eine bösartige Erkrankung sein“, sagt Professor Martin Bornhäuser, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I und des Krebszentrums am Universitätsklinikum Dresden (UCC). Bei 20 Prozent der Patienten ist die Blutarmut ein Signal dafür, dass etwas im Körper generell nicht stimmt. Bösartige Tumore und die damit verbundene Krebserkrankung können in vielen dieser Fälle als Ursache für die Anämie gesehen werden. Am Universitätsklinikum Dresden wird unter anderem zum Myelodysplastischen Syndrom (MDS) geforscht. Bei dieser Erkrankung des Knochenmarks werden zu wenig funktionstüchtige Blutzellen gebildet. Noch ist das MDS nicht medikamentös heilbar. Ausgewählte jüngere Patienten müssen sich einer Stammzell-Transplantation unterziehen. Ärzte und Wissenschaftler wollen aber Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten verbessern. Annechristin Bonß