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Kamenz

Wenn der Schlosspark zum Zeltplatz wird

Bereits zum 25. Mal organisiert der Prietitzer Jugendklub sein Kindercamp. Alle 65 Plätze waren binnen zwei Stunden vergeben. Trotzdem gibt’s ein Problem.

Das vom Prietitzer Jugendklub organisierte Kindercamp verspricht immer jede Menge Spaß. Das wird im Jubiläumsjahr mit Sicherheit nicht anders sein.
Das vom Prietitzer Jugendklub organisierte Kindercamp verspricht immer jede Menge Spaß. Das wird im Jubiläumsjahr mit Sicherheit nicht anders sein. © Jugenclub

Elstra. Sommer, Sonne, Zelten. Seit nunmehr zweieinhalb Jahrzehnten gibt es diesen perfekten Ferienspaß ab 5. Juli in Prietitz . Mit einfachsten Mitteln und viel Engagement versuchen die Prietitzer, den vier bis 14-Jährigen aus dem Ort und der Umgebung etwas zu bieten. Angefangen vom Lagerfeuer mit Knüppelteig bis zur Nachtwanderung. In diesem Jahr schlagen wieder 65 Mädchen und Jungen ihr Lager am Prietitzer Schloss auf.

Die Camp-Plätze gingen weg wie „warme Semmeln“, verrät Mitorganisator und Jugendklub-Urgestein Daniel Kreßin. Am 8. Juni glühten ab 7 Uhr die Telefon- und Internetleitungen sowohl bei ihm als auch seiner rechten Hand Anne Müller. Denn Anmeldungen wurden nur ab diesem Zeitpunkt angenommen. „Da machen wir keine Ausnahmen, auch nicht für Freunde oder die eigene Familie.“ Statt 65 hätte man locker 80 Plätze belegen können, was auch im 25. Jahr für die ungebrochene Beliebtheit dieser Ferienfreizeit spricht.

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Die Belegungszahl ist nicht grundlos gewählt. „Für die 65 hatten wir uns seinerzeit entschieden, weil so viele Kinder in einen großen Bus passen.“ Und genau so einen brauchen die Organisatoren. Denn ein besonderer Höhepunkt des Wochenend-Camps ist in jedem Jahr ein Tagesausflug, dessen Ziel jedoch bis zur Abfahrt ein gut gehütetes Geheimnis bleibt. Doch in diesem Jahr bereitet eben dieser Trip den Organisatoren einige Bauchschmerzen. Die Firma Regiobus, mit der „wir seit vielen Jahren absolut super zusammenarbeiten“, hat den großen Bus ausgemustert. Jetzt können mit einem Gefährt maximal 57 Leute befördert werden. Zu wenig für den Camp- Ausflug. Zwar gebe es noch einen kleinen 16-Sitzer, doch noch stehe nicht fest, ob dieses Fahrzeug auch zur Verfügung steht.

Es begann mit einem alten Armeezelt

Begonnen hatte vor 25 Jahren alles mit der fixen Idee, mal etwas mit Kindern im Dorf zu unternehmen. Los ging damals alles bei einem Dorffest, bei welchem Eltern und Kinder gemeinsam im Zelt übernachteten. Ein altes Armeezelt war das Quartier der Betreuer und ein Wasserfass der Waschplatz für die Kinder. Neben Wanderungen durch die heimischen Wälder inklusive Schnipseljagd, gab es auch einen Lampionumzug sowie die nun schon legendäre Nachtwanderung.

Inzwischen hat sich das Camp in jeder Hinsicht herausgemacht. Die Kinder der Anfangsjahre buchen nunmehr die begehrten Plätze für ihre eigenen Sprösslinge. Los geht das Wochenendabenteuer quasi direkt nach der Zeugnisausgabe. Denn die Zelte werden traditionell am Freitagnachmittag im Schlosspark aufgebaut. Danach steht Holzsammeln fürs abendliche Lagerfeuer auf dem Programm.

Im Jubiläumsjahr stehen neben dem Überraschungsausflug am Sonnabend auch noch ein paar andere Attraktionen bereit. Beispielsweise soll der Freitagabend mit einem Feuerwerk ausklingen und der Samstagabend mit Livemusik der Gruppe Regent aus Pulsnitz. Nun muss nur noch Petrus das passende Wetter bereithalten.

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