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Bischofswerda

Wenn die Schulter schmerzt

Chefarzt Dr. Marc Naupert spricht beim Gesundheitsforum der SZ über Krankheitsbilder – und wie man Patienten in Bischofswerda helfen kann.

Dr. Marc Naupert ist Chefarzt der Chirurigischen Klinik im Krankenhaus Bischofswerda. © Archivfoto: Steffen Unger

Bischofswerda. Über Schulterschmerzen klagen viele Menschen. Die Ärzte im Krankenhaus Bischofswerda werden so gut wie jeden Tag damit konfrontiert. Betroffen sind alle Altersgruppen, sagt Dr. Marc Naupert, Chefarzt der Chirurgischen Klinik im Krankenhaus Bischofswerda. Im Rahmen der Gesundheitsforen der Oberlausitz Kliniken und der Sächsischen Zeitung spricht Dr. Marc Naupert am 22. Mai zum Thema „Die schmerzhafte Schulter“.

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Der Mediziner wird das Thema breit angehen. Er wird auch über Operationsmethoden sprechen, wo es sich anbietet. Aber er wird seinen Vortrag nicht nur darauf beschränken. Denn Schulterschmerzen sind ein umfangreiches Feld. Ärzte unterscheiden zwischen akuten und chronischen Schmerzen. Treten sie in der Schulter plötzlich nach einem Sturz oder Unfall auf, können diese zum Beispiel von einer ausgekugelten Schulter, einem Bruch des Oberarmes, einer Fraktur oder einer Verletzung der Bizepssehne verursacht werden. Diese Art von Schmerz wird als akuter Schulterschmerz bezeichnet. Die chronischen Schulterschmerzen sind meist sehr hartnäckig und entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Ein Beispiel hierfür ist der Verschleiß der Gelenke, die Arthrose. Oft rühren die Schmerzen nicht unmittelbar vom Schultergelenk her, sondern von benachbarten Gelenken, von gerissenen Sehnen oder Entzündungen. Ganz gleich, welche Ursache für die Schmerzen verantwortlich ist, sie beeinträchtigen die Lebensqualität eines Menschen deutlich. Schon die kleinsten Handgriffe können mit Schmerzen verbunden sein. Oft kann nur ein Chirurg oder Orthopäde helfen.

Es geht auch ohne die große OP

Dabei geht es bei Weitem nicht nur um eine „große OP“. Dr. Marc Naupert wird in seinem Vortrag verschiedene Behandlungsmethoden vorstellen, zum Beispiel die Arthroskopie, die Gelenkspiegelung. Sie ist eine minimalinvasive Behandlungsform. Angewandt wird sie zum Beispiel bei Rissen in der Rotatorenmanschette. Bei der Arthroskopie wird über einen kleinen Hautschnitt ein dünnes Rohr eingeführt, an dessen Ende sich eine Videokamera befindet. Dabei können auch spezielle Instrumente eingesetzt werden, so dass Schäden und Verletzungen gleich nach ihrer Diagnose behandelt werden können. Auch auf andere Krankheitsbilder, wie die sogenannte Kalkschulter, bei der nicht das Schultergelenk selbst betroffen ist, sondern es zu Kalkeinlagerungen in den umgebenden Schultersehnen kommt, wird der Chefarzt in seinem Vortrag eingehen.

Chirurgen des Bischofswerdaer Krankenhauses implantieren im Jahr rund 500 Endoprothesen, vor allem Knie- und Hüftgelenke. Der Anteil der künstlichen Schultern ist vergleichsweise gering. Es sind nur 15 bis 20 OPs im Jahr. Trotz der langjährigen Erfahrungen und exzellenten Ergebnisse auf diesem Gebiet habe der Gelenkersatz der Schulter nicht den Stellenwert wie bei Knie oder Hüfte, sagt Dr. Marc Naupert. Das mag auch daran liegen, dass Menschen mit Knie- und Hüftbeschwerden in ihrer Mobilität stärker eingeschränkt sind und sich deshalb eher für eine Operation entscheiden, Schulter-OPs dagegen oft hinausgeschoben werden und Patienten stattdessen mit den Schmerzen leben. Warum eigentlich? Auch darauf wird Dr. Mark Naupert in seinem Vortrag eingehen.

SZ-Gesundheitsforum am Mittwoch, dem 22. Mai, von 17 bis 18 Uhr, im Krankenhaus Bischofswerda, Kamenzer Str. 55, Konferenzraum. Der Eintritt ist frei.