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Wenn Mittelalter und Moderne poetisch ringen

Auf der Dresdner Schlössernacht tritt Grusel aus der Stadthistorie gegen prämierten Poetry Slam an.

© Sven Ellger

Von Nadja Laske

Mit 0,14 Pferdestärken werden Katharina Salomo und ihre mittelalterliche Gefolgschaft auf der Schlössernacht unterwegs sein. „So viel Kraft hat ein Mensch“, sagt sie, und die muss reichen, um den Schinderkarren all die Wandelwege entlang zu ziehen. Den Handwagen hat die eher als Hexe Heidine Wiedemann bekannte Verlegerin selbst ausstaffiert – mit Tierschädel und Katzenfell. Im Gourmetgarten auf Schloss Albrechtsberg werden sie und ihre beiden Mitstreiter, um 19.45 Uhr und um 21.45 Uhr, Passanten schaurige Geschichten aus dem historischen Dresden erzählen. Das gibt ganz nebenbei einen Vorgeschmack auf die Veranstaltung „Dresden (er)lesen“ am 9. September. Mit seiner Reise in verflossene Zeiten fordert das Hexen-Trio ein sehr modernes Team heraus.

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Das gruppiert sich um die Autorin und Poetryslamerin Kaddi Cutz. Es lauert rund ums Lingnerschloss am Wegesrand und bettet das Publikum in blumige Prosa, hier und da angerichtet mit einer Spur schwarzen Humores. Auch die amtierende Stadtmeisterin im Poetry Slam zieht etwas hinter sich her: einen Bollerwagen voller Poesie und Wortwitz. „Den habe ich mir extra besorgt“, sagt sie und wird ihn nach etlichen Schlossparkstationen auch zur großen Bühne am Lingnerschloss rollen. Dort gehört ihr und ihren literarischen Kollegen, David Klein und Felix Kaden, um 19.45 Uhr und um 21.45 Uhr, der große Auftritt.

Damit punktet der Poetry Slam als Neuerung im üppigen Programm der 10. Dresdner Schlössernacht am 21. Juli. Tickets gibt es zu 45,05 Euro auf eventim.de.