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Wer bezahlt fürs Abrisshaus?

Das Landratsamt ließ 2018 ein Gebäude in Neukirch abreißen, weil es zur Gefahr geworden war. Dessen Eigentümer reagiert nicht.

Das Umgebindehaus „Schweizer Rose“ an der B 98 in Neukirch drohte einzustürzen. Vergangenes Jahr ließ die Gemeinde es
Das Umgebindehaus „Schweizer Rose“ an der B 98 in Neukirch drohte einzustürzen. Vergangenes Jahr ließ die Gemeinde es © Archivfoto: Steffen Unger

Neukirch. Rund 15 000 Euro kosteten der Abriss des Landhauses „Schweizer Rose“ an der B 98 in Neukirch, die Entsorgung des Bauschuttes und die Planierung der Fläche. Diese Zahl nannte am Freitag Klaus Wenzel, Leiter des Kreis-Bauordnungsamtes, auf Anfrage der SZ. Die Kreisverwaltung ließ das Ortsbild prägende Umgebindehaus im vergangenen Jahr abreißen, weil es einzustürzen drohte. Gebäudeteile wären dann auch mit Sicherheit auf die Straße gefallen. Mehrere Aufforderungen, zu handeln und das Gebäude zu sichern, ließ der Eigentümer zuvor unbeantwortet.

Die Kosten des Abrisses stellte der Landkreis dem Eigentümer in Rechnung, sagte Klaus Wenzel. Doch er habe auch die Aufforderung zu zahlen ignoriert. Deswegen beantragte die Kreisverwaltung inzwischen die Eintragung einer Sicherungshypothek ins Grundbuch. Wirksam werden könnte sie, sollte das Grundstück irgendwann einmal verkauft werden. Vor einem Verkauf müssten die öffentlichen Lasten beseitigt werden. Fraglich ist jedoch, ob sich ein Käufer für das Grundstück findet, das wie ein schmales Handtuch zwischen Straße und Wesenitz gelegen ist. Möglich daher, dass der Landkreis auf den Kosten sitzen bleibt und am Ende der Steuerzahler blechen muss, weil ein Eigentümer seiner Verantwortung nicht nachkam. (SZ/ir)

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