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Wer holt den DFB-Pokal der Fans?

Dortmund und Bayern stehen sich im Finale gegenüber. In der Stahlarena treten vorab die Fans gegeneinander an.

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© Christian Kluge/Archiv

Von Antje Steglich

Riesa. Es wird die Entscheidung des Jahres: Am Donnerstag, 19. Mai, treten die Fans von Borussia Dortmund und dem FC Bayern München zum dritten Mal in der Riesaer Stahlarena gegeneinander an. Zwei Tage, bevor das DFB-Pokalfinale zwischen den beiden Clubs im Berliner Olympiastadion angepfiffen wird.

Bisher steht es in dem Duell der Fanlager unentschieden – mit leichtem Torevorsprung für die Schwarz-Gelben. Denn bei der von der Sächsischen Zeitung ins Leben gerufenen Premiere kurz vor dem Champions-League-Finale im Mai 2013 siegte der BVB zwar deutlich mit 7:3. Ein Jahr später, wenige Tage vor dem DFB-Pokalfinale, gelang den Bayern aber eine ebenso klare Revanche mit 7:4.

Nun also die Entscheidung, der Ausgang ist völlig offen. Denn der Kader ist wie immer eine große Wundertüte – Bewerbungen sind ab sofort möglich. Und auch die Trainer sind neu. Weil „Bayern-Trainer“ Toni Anders und „Dortmund-Coach“ Thomas Juretzko mit ihrer SG Kreinitz derzeit um den Aufstieg kämpfen, übernehmen nun zwei Trainerkollegen von der anderen Elbseite: Die Dortmunder werden in zwei Wochen von Christian Krella, Trainer bei der SG Canitz, aufgestellt. Neuer Bayern-Coach ist André Scholz, Trainer bei der BSG Stahl Riesa. Beide hoffen nun auf viele Bewerbungen, um zwei schlagkräftige Mannschaften auf den Rasen führen zu können. Das Spiel wird um 19  Uhr angepfiffen und zweimal 30 Minuten dauern.

Anmelden und mitkicken

Mitspieler gesucht! Wer beim Fanspiel mitmachen möchte, sollte sich bis Mittwoch, 11.Mai, um 12Uhr bei der Redaktion der Sächsischen Zeitung melden.

Mitmachen können Vereinsspieler genauso wie Freizeitkicker, einzige Voraussetzung ist ein eigenes BVB- oder Bayern-Trikot.

Anmeldung per Mail unter [email protected] oder telefonisch unter Telefon 0352572415710. Dabei bitte Name, Adresse, Telefonnummer und Alter nennen sowie die Fan-Zugehörigkeit und eventuell die bisherige fußballerische Laufbahn. Alle Bewerber bekommen Bescheid, ob sie es in den Kader geschafft haben.

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Einlass für alle Zuschauer und Start des Rahmenprogrammes ist allerdings bereits um 18 Uhr. Auf dem Rasenplatz wird dann unter anderem ein Nachwuchsspiel ausgetragen, für Kinderunterhaltung sorgt zudem die Freizeitinsel Riesa. Durch den Abend führt das bewährte Moderatoren-Team Raik Förster und Stefan Bräuer, der Eintritt ist frei.

„Wir freuen uns auf viele Besucher“, sagt SZ-Verlagschef Andreas Krause. Zuletzt jubelten beim Fanspiel in der Stahlarena mehr als 400 Zuschauer – es habe riesigen Spaß gemacht. „Die Veranstaltung im Vorfeld des Champions-League-Finales vor drei Jahren ins Leben zu rufen, war eine ziemlich geniale Idee. Dass sich nun die beiden wohl beliebtesten Bundesligamannschaften im Elbland erneut in einem Finale gegenüberstehen, ist schon fast nicht zu glauben“, so Andreas Krause. „Wir sind gespannt, wer den ,kleinen’ Pokal in diesem Jahr mit nach Hause nehmen kann.“ Die Sächsische Zeitung wird an diesem Tag mit einem Stand vor Ort sein und unter anderem die Stahl-Riesa-Bücher zum Sonderpreis anbieten, verspricht er.

Und auch beim Traditionsverein selbst war man sofort Feuer und Flamme für die dritte Auflage des Fanspieles. „Wir sind auf jeden Fall wieder mit im Boot“, so Pressesprecher Dietrich Hoffmann. Er hofft auf einen schönen Fußballabend, die Versorgung dafür ist auf jeden Fall sichergestellt, sagt er.

Über den Ausgang will er allerdings nicht orakeln. Und auch nicht darüber, ob das Ergebnis in Riesa vielleicht schon etwas über das DFB-Finale in Berlin aussagt. Denn tatsächlich waren die Leistungen der Fans nicht immer eine gute Prophezeiung. Denn während es bei den Fanspielen unentschieden steht, siegte sowohl beim Champions-League- als auch beim DFB-Pokalfinale der FC Bayern München.