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Wer ist denn da zu Gast?

Ein blauer Bus parkt tagelang am Altmarkt in Bischofswerda. Jetzt ist klar: Es kamen Nordländer. Und die kommen gern.

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© Constanze Knappe

Von Constanze Knappe

Bischofswerda. Ein Reisebus, der an mehreren Tagen auf dem Marktplatz in Bischofswerda steht, fällt auf – auch wenn er nur vom Abend bis zum frühen Morgen zu sehen ist. Wie jener blaue Reisebus des Schweriner Veranstalters Bus und Reisen. Mit ihm waren am Montag 50 Gäste nach Bischofswerda gekommen, um im Hotel „Evabrunnen“ am Markt zu übernachten. Hartmut Schaar, der frühere Leiter des Kulturamtes der Stadt Bischofswerda, begleitet die Gruppe. Er hatte viele Fragen zur Geschichte und Entwicklung von Bischofswerda zu beantworten, darunter die, was aus dem ehemaligen Mähdrescherwerk geworden ist. Von Bischofswerda aus startete die Gruppe zu einer Kennenlerntour durch die gesamte Oberlausitz. Sie besichtigten zum Beispiel die Manufaktur der Herrnhuter Sterne, das Umgebindehausdorf in Obercunnersdorf, waren in Zittau und Oybin, besuchten die Wallfahrtskirche in Ralbitz, den Findlingspark Nochten, den Muskauer Park, das Sorbische Museum in Schleife und anderes mehr. Sie gingen in der Oberlausitz auch wandern. Am Donnerstag geht es mit interessanten Eindrücken zurück nach Hause.

Häufig Gäste aus dem Norden

Mit einer Stadtführung am Anreisetag beginnt für Touristen, die im „Evabrunnen“ übernachten, oft ein mehrtägiger Aufenthalt in Bischofswerda. Von hier aus sind die Städte Bautzen, Görlitz und Dresden sowie das Oberlausitzer Bergland und die Sächsische Schweiz bevorzugte Ziele der Reisegruppen, die in Bischofswerda absteigen, sagt auf Anfrage Frank Jäger, der Pächter des Hotels „Evabrunnen“. Das Gruppengeschäft laufe in diesem Jahr sehr gut, so Jäger. In das Hotel kommen immer öfter Gäste aus dem Norden, ebenso aus anderen Teilen Deutschlands, aus Ungarn, Polen oder Belgien. Traditionell beherbergt das Hotel auch Gäste aus Bischofswerdas polnischer Partnerstadt Gryfow. Für dieses Jahr sind aber noch keine angemeldet.

Mit mehreren Reiseveranstaltern hat der Hotelchef Verträge. Für das Schweriner Busreiseunternehmen sei es allerdings der erste Besuch in Bischofswerda gewesen, so Frank Jäger. Wie viele Gäste seit Jahresbeginn im „Evabrunnen“ übernachtet haben, dazu wollte er keine Zahlen nennen. Nur soviel sagte er, dass die Auslastung sehr gut sei. Unter den Gästen, die in dem Hotel absteigen, sind nach seiner Aussage außerdem immer wieder Monteure und Geschäftsreisende.