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Wer soll das noch verstehen?

SZ-Redakteuer Sandro Rahrisch fragt nach dem Sinn für die Verzögerungen am Ferdinandplatz.

Von Sandro Rahrisch
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© Sven Ellger, Stadt Dresden Barcode Architects

Es kommt einem vor wie ein kleines Wunder. An Tagen, an denen sich der Stadtrat wegen neuer und breiterer Radwege an der Albertstraße und wegen des Zelleschen Weges fetzt, demonstrieren Parteien unterschiedlicher Couleur Einigkeit. Bei einem Großprojekt wie dem Ferdinandplatz hätte das auch anders aussehen können.

Dass eine Fraktion, in diesem Fall die Linke, ausschert, weil sie am liebsten gar keinen zweiten Rathausturm in Dresden hätte, ist natürlich ihr demokratisches Recht. Ihren Standpunkt hat sie deutlich gemacht, gereicht haben ihre Stimmen trotzdem nicht, um einen Turm zu verhindern. So ist das in einer Demokratie.

Gerade deshalb stellt sich die Frage, warum die Linke die Abstimmung um eine Woche verschieben lässt und darüber hinaus einem anderen Gremium übergibt. Die Mehrheit des Bauausschusses, die sich bereits für ein Hochhaus ausspricht, wird sich höchstwahrscheinlich nächste Woche im Stadtrat wiederfinden. 

Gewonnen ist mit dieser Verzögerung nichts. Verloren schon, nämlich Zeit und die Chance, dass der Stadtrat auch vor der Kommunalwahl im Mai hätte Einigkeit demonstrieren können.

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