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Wer spendiert freies Internet?

Der Treff an der Mulde ist eingerichtet. Richtig zufrieden ist Bürgermeister Veit Lindner damit allerdings noch nicht.

© André Braun

Von Heike Heisig

Roßwein. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Roßwein Gelegenheit, mit einer kleinen Fördersumme und der Mitarbeit von Jugendlichen zwei Wünsche der Roßweiner Jugend zu erfüllen. „Jugend bewegt Kommune“ war der Name des Projektes. Unter dieser Überschrift und mit Schülern, die sich bisher schon eingebracht haben, soll weitergearbeitet werden.

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Wie Hauptamtsleiter Ronny Kienert sagte, hat es vor den Osterferien ein Treffen mit den jungen Leuten gegeben. Sie sollen künftig weitere Ansprechpartner bekommen, und zwar mit den beiden Sozialarbeiterinnen, die sich um das Projekt Bürgerhaus kümmern. „Das ist immerhin für junge und alte Roßweiner ausgelegt“, so Kienert. Er will mit der Jugend hinterfragen, was bislang gut gelaufen ist und was nicht – und warum nicht. Beispiel Kino. Das stand oben auf der Wunschliste der Schüler. Eine Gruppe hat sich dann um eine Filmaufführung, Raum und Vorführtechnik gekümmert und mit Popcorn und Getränken sogar für Kinoflair gesorgt. Doch die Erwartungen der Organisatoren wurden nicht erfüllt. „Das könnte an der Werbung, der Filmauswahl und vielem anderen gelegen haben“, meint der Hauptamtsleiter. „Vielleicht gehen wir das Vorhaben Kino noch einmal an – oder eben etwas ganz anderes“. Die Jugendlichen sollten sich ausprobieren und etwas auf die Beine stellen können.

Außer dem Filmnachmittag ist bei „Jugend bewegt Kommune“ noch ein zweiter Wunsch junger Leute in Erfüllung gegangen. Sie wollten nach dem Abbau des Sputnik-Spielplatzes an der Mulde als Ausgleich wenigstens einen kleinen Platz zugewiesen bekommen, an dem sie sich treffen können. Eine Art erhöhter Sandkasten ist jetzt eine Sitz- und Lümmelfläche. Über der gibt es eine kleine Überdachung, die an den Wanderpilz auf dem Hartenberg erinnert.

Der Bauhof hat die Ausstattung im Herbst installiert. „Nun fehlt nur noch kostenloser Wlan-Empfang“, sagt Bürgermeister Veit Lindner (parteilos). Das meint er ernst. Er sucht nach einer Möglichkeit, den Jugendlichen an dieser Stelle freies Internet zur Verfügung zu stellen. Das sei einfach zeitgemäß. Den Treffpunkt an dieser Stelle findet er gut. „Da wissen die Eltern und wir als Verwaltung wenigstens, wo sich die jungen Leute aufhalten.“ Außer zusamensitzen und sich unterhalten, könnten sich die Schüler nebenan auch noch sportlich betätigen, auf dem Bolzplatz Volleyballspielen oder ein wenig kicken.