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Wer unterstützt OB-Kandidaten?

Holm Große fehlt bei der Wahl in Bischofswerda eine Plattform. Einen Gegenkandidaten gibt es aber auch noch nicht.

© Thorsten Eckert

Wer die Unterstützter von OB-Kandidat Dr. Holm Große sind, ist noch unklar. Bis zum von Große gewünschten Termin am Freitag hat sich keine der von ihm angesprochenen, in Bischofswerda agierenden Parteien und Bewegungen dazu geäußert. Bei CDU, SPD, FDP, Linken und Bürger für Bischofswerda beraten das jeweils im Februar die Mitgliederversammlungen, bei BfB erst am 2. März. Zuerst hat das Thema die CDU-Basis an diesem Mittwoch auf der Tagesordnung. Regionalverbandsvorsitzender Dr. Bernd Grüber am Freitag auf Anfrage: „Wir rechnen damit, dass eine Entscheidung noch am selben Abend fällt.“ – Eine breite Unterstützung für den ohne Parteibuch antretenden Geschäftsführer der Marketinggesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien ist nicht sicher. Große wünscht sich diese im Interesse der Arbeit an einem „zukunftsgewandten Bischofswerda“, tritt aber auch unabhängig davon an.

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Gespräche laufen

Die Bürger für Bischofswerda erklärten auf Nachfrage, die Personalie Große zu diskutieren, aber auch weiter an der Aufstellung eines eigenen Kandidaten zu arbeiten. Unter den Mitgliedern „werden alle Stimmen gehört und sachlich diskutiert, um sich am Ende mit demokratischen Mitteln, durch Konsensfindung auf einen geeigneten Kandidaten bzw. eine geeignete Kandidatin, der/die den jahrzehntelangen Stadtdiskurs wieder in eine erfolgversprechende Zukunft lenkt, zu einigen“, hieß es in einer Mitteilung am Freitag. Die SPD erklärte auf Nachfrage: „Sicherlich werden wir keinen Kandidaten mit CDU-Parteibuch unterstützen. Hier verdient Bischofswerda nach Jahrzehnten des Missmanagements Besseres“, sagte die Vorsitzende des Ortsvereins Bischofswerda und Umgebung, Dr. Uta Strewe. Im Übrigen seien Vorstand wie Parteibasis offen gegenüber Bewerbern aus anderen demokratischen Parteien sowie überparteiische Kandidaten.“ Für die Linke ist Großes Ansatz noch nicht konkret genug, man wolle Große da noch hinterfragen, sagte Ortsvorsitzender Hans-Jürgen Stöber. FDP-Regionalvorsitzender Steffen Grafe will der Basis seiner Partei die Unterstützung empfehlen: „Er hat unsere Themen angesprochen.“

Holm Große hat sich den Parteien und Bewegungen bei einem Treffen am 21. Januar offiziell als Kandidat vorgestellt. Dort warb er auch um breite Unterstützung. Bisher gibt es keinen weiteren Kandidaten. Amtsinhaber Andreas Erler (CDU) will nicht mehr kandidieren. Bis 11. Mai müssen Wahlvorschläge vorliegen. (szo/ass/ir)

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