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Wer war Mieter der ersten Stunde?

Vor 50 Jahren gab es den ersten Spatenstich für das Wohngebiet Oberland in Ebersbach. Der Kulturverein sucht Zeitzeugen.

© Thomas Eichler

Von Gabriela Lachnit

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Ebersbach. Zwischen Hofeweg und Rumburger Straße sollten in Ebersbach ab dem Herbst des Jahres 1968 Hunderte Neubauwohnungen entstehen. Die wurden gebraucht, denn die Textilindustrie florierte und hatte großen Arbeitskräftebedarf. Der Bedarf an attraktivem Wohnraum war ebenso hoch. Also startete ein großes Bauvorhaben. Bärbel Moritz, die Stadtteilmanagerin, weiß, dass etwa zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich die ersten Mieter eingezogen sind. Gemeinsam mit dem Kulturverein Oberland will die Stadtteilmanagerin nun, 50 Jahre nach Beginn der Bauarbeiten, daran erinnern. Beide, Bärbel Moritz und der Verein, suchen Zeitzeugen. „Wir wollen in einer Art Zeitstrahl darstellen, wie der Ablauf der Besiedelung des Gebietes war“, erzählt Frau Moritz. Erste Fotos seien beim Kulturverein vorhanden, auch Ideen, wie das Jubiläum begangen werden soll. Was noch fehlt, sind jedoch Zeitzeugenberichte. Bärbel Moritz kann sich vorstellen, dass Mieter der ersten Stunde viel beitragen können, um Wissenslücken zu füllen. „Vielleicht hat jemand noch Bilder vom Umzug oder kann schildern, wie das damals war beim Bezug der modernen Wohnungen“, sagt sie. Über Erfahrungsberichte würde sie sich sehr freuen. Es soll dargestellt werden, wie die Menschen vor 50 Jahren im Wohngebiet gelebt haben: Wie die Wohnungen eingerichtet waren, wo die Kinder zum Kindergarten oder in die Schule gingen, wie der Nahverkehr geregelt war, wie sich die Einkaufsverhältnisse gestaltet haben, ob sich die Mieter kulturell engagiert haben und so weiter.

Zeitzeugen können sich bei Bärbel Moritz oder beim Kulturverein im Treff 47 im Hofeweg 47 melden.

Kontakt: E-Mail: [email protected]e;

Telefon: 01629803379 oder per Zettel in den Briefkasten von Stadtteilbüro und Kulturverein im Treff 47