merken

Wirtschaft

Wer will, bekommt einen Reisegutschein

Wer wegen der Corona-Krise seine Reise nicht antreten kann, sollte nur Gutscheine statt Geld bekommen. Das nahm die Bundesregierung jetzt teils zurück.

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa (Symbolfoto)

Berlin. Wer wegen der Corona-Krise eine Pauschalreise nicht antreten kann, kann sein Geld zurückverlangen. Eine zuerst von der Bundesregierung geplante Gutschein-Lösung soll es nur noch als freiwillige Möglichkeit für Verbraucher geben. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschlossen.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) appellierte gleichwohl an Betroffene, einen Gutschein zu akzeptieren: "Wer sich für einen Gutschein entscheidet, leistet auch einen wichtigen Beitrag dazu, die Vielfalt der Angebote und Dienstleistungen im Reisesektor zu erhalten."

Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.
Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.

njumii ist der Ausgangsort für individuelle Karrieren. Im Handwerk. Im Betrieb. Im Mittelstand. In der Selbstständigkeit.

Die ursprünglichen Berliner Pläne waren am Widerstand der Brüsseler EU-Kommission gescheitert, weil europäisches Reiserecht für derartige Fälle einen Anspruch auf Erstattung vorsieht. Mit einer verpflichtenden Gutschein-Lösung wollte die Regierung Reiseveranstalter und Reisebüros vor Insolvenzen schützen.

Gutscheine staatlich abgesichert

Weiterführende Artikel

Corona: Tschechien öffnet Grenze am 15. Juni

Corona: Tschechien öffnet Grenze am 15. Juni

Einschränkungen für Pendler nach Tschechien entfallen, Sachsen fürchten neue Infektionswelle, Spahn macht Urlaub im Elbsandsteingebirge - unser Newsblog.

Corona in Dresden: Die Lage am Dienstag

Corona in Dresden: Die Lage am Dienstag

Keine neuen Corona-Fälle, keine Patienten mehr auf der Intensivstation. Dafür freuen sich die Gastronomen über viele Gäste. Der Überblick.

Sommer, Sonne, Lockerungen - und Risiken

Sommer, Sonne, Lockerungen - und Risiken

Ein Tag im Freibad, ein Ausflug ans Meer, vielleicht sogar eine Auslandsreise: Jede Lockerung bleibt beim Coronavirus ein Spiel mit dem Feuer.

Bei vor dem 8. März 2020 gebuchten Pauschalreisen, die wegen der Corona-Pandemie nicht stattfanden, sollen Reiseveranstalter Kunden statt der Erstattung Gutscheine für spätere Reisen anbieten können. Die Gutscheine sind laut Bundesregierung über die bisherigen Versicherung abgesichert und falls nötig darüber hinaus durch eine staatliche Garantie über den kompletten Wert - diese Garantie würde auch dann greifen, wenn ein Anbieter in die Insolvenz geht. Wird ein Gutschein nicht bis Ende 2021 eingelöst, werde das Geld ausgezahlt. Reisende können das Angebot aber auch ablehnen und auf der sofortigen Auszahlung des Geldes bestehen.

Das Bundesjustizministerium will die Details nun in einem Gesetzentwurf formulieren. Darüber hinaus wolle die Regierung der Reisebranche ermöglichen, bestehende Hilfsprogramme zu nutzen, kündigte Lambrecht an. (dpa)

Mehr zum Thema Wirtschaft