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Wer wird AfD-Bundestagskandidat?

Frauke Petry war vor ein paar Tagen in Pirna. Ob sie im Landkreis Kandidatin wird, ist noch offen – bis Sonntag.

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© dpa

Von Domokos Szabó

Dippoldiswalde/Pirna. Wenige Tage vor der Aufstellung eines Bundestags-Direktkandidaten für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hält sich die AfD mit Äußerungen zu dieser Personalie zurück. Der AfD-Kreisrat Ivo Teichmann aus Königstein, der noch im September seine Kandidatur angekündigt hatte, leitete die jüngste SZ-Anfrage zu diesem Thema kurzerhand an AfD-Kreissprecher Rolf Süßmann weiter.

AfD-Kreisrat Ivo Teichmann aus Königstein hatte im September seine Kandidatur angekündigt.
AfD-Kreisrat Ivo Teichmann aus Königstein hatte im September seine Kandidatur angekündigt. © Karl-Ludwig Oberthür

Dieser gab eine ausweichende Antwort: „Eine eigene Bewerbung von mir gibt es nicht! Vorschläge von Dritten gibt es auch nicht. Jeder muss sich zum Termin selbst bewerben und anwesend sein“, teilte er der SZ schriftlich mit.

Brisant ist die Angelegenheit, seitdem es Spekulationen um eine Direktkandidatur der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry gibt. Sie war am Freitag in Pirna und hielt auf dem Elbeparkplatz vor einigen Hundert Bürgern eine Rede. Ob sie im Landkreis zur Bundestagswahl gegen Klaus Brähmig (CDU) und André Hahn (Linke) antreten würde, darauf ging sie jedoch nicht ein. Zuvor hatte sich der AfD-Kreisvorstand offen für eine Kandidatur Petrys gezeigt. Es wäre für den Kreisverband eine Ehre, wenn sie im Landkreis kandidieren würde. Allerdings sollte es in diesem Fall keine Kampfabstimmung geben. Gegebenenfalls müsste also die Kreisspitze Ivo Teichmann zu einem Verzicht auf eine Direktkandidatur bewegen.

Am kommenden Sonntag wird die Entscheidung fallen. Dann trifft sich die AfD zum Nominierungsparteitag im Landhotel Heidekrug in Cotta. Kreissprecher Süßmann: „Wer an diesem Tag eine Bewerbung für die Direktkandidatur abgibt, kann noch nicht gesagt werden. Dies kann während des Parteitages bis zum Abschluss der Wahl geschehen.“