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Wer wird neuer Friedensrichter?

Eigentlich ist die Bewerbungsfrist in Klingenberg schon vorbei. Bisher hat sich aber noch keiner gemeldet.

© Weisflog

Von Anja Ehrhartsmann

Klingenberg. Die Gemeinde Klingenberg möchte die Stelle des Friedensrichters für den Schiedsstellenbezirk Klingenberg und Hartmannsdorf-Reichenau nachbesetzen, die derzeit frei ist. Eigentlich endete die Bewerbungsfrist bereits diese Woche. „Bisher gibt es noch keine einzige Bewerbung“, sagte Bürgermeister Torsten Schreckenbach auf der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Es wäre schön, wenn sich jemand finden würde, der den Bürgern den Gang zum Gericht ersparen kann.“

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Ein Friedensrichter wird für fünf Jahre gewählt. Zu den Aufgaben gehört etwa, Streitigkeiten zwischen Nachbarn außerhalb des Gerichtssaals beizulegen. Bewerber sollten für dieses Ehrenamt bestimmte Kriterien erfüllen, heißt es in der Ausschreibung der Gemeinde. Infrage kommen alle Bürger der Verwaltungsgemeinschaft, die zwischen 30 und 70 Jahre alt sind. Bestimmte Berufsgruppen wie Rechtsanwälte, Berufsrichter, Notare oder Polizisten sind von der Bewerbung ausgeschlossen. Wer am Ende Friedensrichter wird, bestimmt der Gemeinderat, denn dort wird gewählt.

Da es aber noch keine Bewerber gibt, wird die Frist nun bis Mitte Mai verlängert, erklärte Heike Neuber, Hauptamtsleiterin der Gemeinde Klingenberg, auf SZ-Nachfrage. Bis dahin sollen auch gezielt Leute angesprochen werden, die für das Amt infrage kommen.

Einen Vordruck für die Bewerbung und weitere Infos gibt es unter www.gemeinde-klingenberg.de