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Werben fürs eigene Viertel

Weil sie selbst gern im Külzviertel wohnt, will Birgit Wiesner auch andere auf diese Idee bringen.

© Klaus-Dieter Brühl

Von Birgit Ulbricht

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Am 10. Januar 2020 stellt STAHLZEIT den brachialen Sound, die raue Attitüde und das Spiel mit dem Feuer im Stile RAMMSTEINS in der SACHSENarena dar.

Großenhain. Birgit Wiesner ist ein echtes Großenhainer Original. Mal als Hase, mal als Clown bringt sie die Großenhainer beim Einkaufen zum Schmunzeln. Ab und an macht die Verkäuferin an der Ladentür von Kirst & Co auch Werbung oder hängt eine Suchanzeige auf. Wenn ein Fahrrad zu verkaufen ist oder eine Katze gesucht wird.

Bei Birgit Wiesner findet ein Stück Großenhainer Leben statt. Jetzt verblüfft sie die Einkaufenden mit einer Werbung ganz anderer Art. Birgit Wiesner hat ein Bild von den Blocks im Külzviertel aufgehängt und wirbt um Mieter. Aus ihrer Sicht wird das nahe dem Stadtpark gelegene Wohngebiet, in dem sie selbst wohnt, immer etwas unterbewertet. Zu Unrecht, wie sie meint, schließlich sind hier von der Kinderkrippe über die Grundschule bis zur Oberschule alle Kindereinrichtungen auf engstem Raum vorhanden, ebenso sei der Supermarkt direkt vor der Tür.

„Ich bin mit dem Rad schnell im Stadtpark oder auf dem Exer. Also alles ideal für junge Familien“, lautet ihr Fazit. Vor Jahren ist sie selbst hier hergezogen und in der Zwischenzeit sogar in einen anderen Block umgezogen, als „ihr“ Block abgerissen wurde. Nun wohnt sie in einer Vierraumwohnung. Es ist günstig, wie sie sagt, und deshalb möchte sie auch gern hier wohnenbleiben. Nun macht sich Birgit Wiesner Gedanken, wie wohl die Zukunft des Külzviertels aussieht.

Es wäre ja schön, wenn auch andere die Plattenblocks in diesem Umfeld für sich entdecken würden. Birgit Wiesner wirbt deshalb kurzerhand in privater Initiative um nette Mitmenschen im Külzviertel. Der neue Chef der Großenhainer Wohnungsgesellschaft, Mike Reuschel, freut sich über die unverhoffte Hilfe. Natürlich bietet die Gesellschaft Wohnungen auf ihrer Web-Seite oder in Anzeigen an. Doch Mund-zu-Mund-Propaganda hat noch nie geschadet, das weiß auch Reuschel.