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Werden im Gebirgswald bald Urnen bestattet?

Der Zittauer Stadtrat beschäftigt sich zurzeit mit der Frage. Bevor eine Entscheidung fällt, sollen jedoch einige Fragen geklärt werden.

© Symbolbild: dpa

Der Zittauer Stadtrat beschäftigt sich zurzeit mit der Frage, ob er einer einheimischen Betreiberin Flächen im Gebirge für einen „Bestattungswald“ verpachten soll. Zur Begründung heißt es, dass es in einem kleinen Teil der Bevölkerung den Wunsch nach dieser Art Beerdigung gebe, bei der Nutzung durch Verstorbene von außerhalb durch deren Angehörige positive Effekte für Hotels und Pensionen zu erwarten sind und der städtische Forstbetrieb durch die Pacht mehr Einnahmen als durch die übliche Waldbewirtschaftung erzielen kann. In einem Bestattungswald werden Urnen mit der Asche Verstorbener zwischen Bäumen beerdigt.

Der Stadtrat konnte sich während seiner jüngsten Sitzung noch nicht entscheiden. Zuvor will er vor allem wissen, welche Auswirkungen die Einrichtung des Bestattungswaldes auf die Friedhöfe, insbesondere auf das vom Stadtkonzern betriebene Krematorium samt Urnenhain, hat. Die Entscheidung wurde vertagt.

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Der Zittauer Stadtrat ist nicht das einzige Gremium, das der Idee zustimmen muss. Auch der Kreis müsste das Vorhaben absegnen und die betroffene Gemeinde die Fläche für das Vorhaben widmen. Der Antrag ging an die Stadt Zittau, weil ihr der Wald im Zittauer Gebirge gehört. (SZ/tm)