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Dresden

Dresden bekommt kurz Frühling

Es wird wärmer, sagt der Wetterdienst. Was die Dresdner noch erwartet, wird nicht jeden freuen.

Das sieht nach Frühling aus. Doch nachts kann es noch empflindlich kalt werden.
Das sieht nach Frühling aus. Doch nachts kann es noch empflindlich kalt werden. © Nora Domschke

Dresden. Es war schon so schön. Und es ist auch nicht wirklich schlecht, nur etwas zu kalt. Das Wetter fühlt sich nach Frühling an, doch die Freude darüber will noch nicht so richtig aufkommen. Dafür ist es noch zu kalt, deutlich unter die Null-Grad-Marke sank die Temperatur in den letzten zwei Nächten. Doch jetzt ist Besserung in Sicht.

"Für den einen ist das jetzt schon Frühling mit dem vielen Sonnenschein", sagt Peter Zedler, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Leipzig. "Das bleibt uns auch erst mal erhalten." Wer es wärmer mag, kann die kommenden zwei Tage genießen. Denn die Temperatur steigt, am Donnerstag auf etwa elf Grad, am Freitag auf maximal 15 Grad. Das bedeutet: Fenster auf und den Frühling reinlassen oder raus auf den Balkon oder in den Garten, wenn Corona schon ausgiebige Freizeitvergnügen im Freien verbietet.

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Auch die Nächte werden wärmer, die zum Sonnabend sogar durchweg frostfrei, sagt Zeidler. Doch das wars dann schon wieder mit dem sonnigen Frühlingswetter. Es bleibt bei der kalten Luft aus dem Osten, die das Hoch Jürgen zu uns bringt. Es steht über Weißrussland, sagt Zedler, und es beeinflusst große Teile von Mitteleuropa. Am Wochenende rechnet er mit sinkenden Temperaturen und ein paar Wolken, am Sonntag sogar mit Regen.

Die Dresdner können aber trotz Minustemperaturen in den Nächten schon Balkonkästen und Kübel bepflanzen, sagt Gärtner Andreas Müller. Stiefmütterchen, Hornveilchen, Tausendschönchen und Primeln mache der Frost nichts aus. "Zwar lassen sie morgens die Blüten hängen, aber mittags ist alles wieder in Ordnung", weiß Müller. Auch mit bunten Ranunkeln könne man jetzt schon Farbe auf den Balkon oder die Terrasse bringen. 

Bei Müller gehen gerade knallige Farben, Ton in Ton möchte keiner haben, sagt der Gärtner. "Jeder will doch angesichts der Situation den Frühling besonders genießen."  

Bis Ostern ist aus Sicht der Meteorologen noch viel Zeit, einen Vorausblick auf diese Zeit wagt Zedler deshalb noch nicht. Nach warmem Frühling sieht es auf seinen Wetterkarten noch nicht aus. Eher nach einem "stark bewölktem Witterungsabschnitt", der sogar noch einmal etwas Schnee bringen kann. Doch vorerst gilt: Sonne satt, wenigstens bis zum Freitag. (SZ/csp/kh)

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