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Deutschland & Welt

Angespannte Lage nach Unwettern in Alpen

Starke Schnee- und Regenfälle hatten am Wochenende in Teilen Österreichs und Italiens für Chaos gesorgt. Entspannung ist noch immer nicht in Sicht.

Patrick Werth befreit im österreichischen Sillian mit einer Schaufel sein Auto von den Schneemassen.
Patrick Werth befreit im österreichischen Sillian mit einer Schaufel sein Auto von den Schneemassen. © Bernd März/dpa-Zentralbild

Innsbruck/Klagenfurt/Rom. Die Wetterlage in Teilen der Alpenregion bleibt nach heftigen Niederschlägen vom Wochenende angespannt. Am Dienstag und Mittwoch soll es im Südwesten Österreichs wieder stark schneien. Erst ab Donnerstag soll sich die Lage entspannen, wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Montag mitteilte.

Die Lawinengefahr bleibt in Teilen Österreichs hoch. Auch in Norditalien hatte sich die Lage am Montag nach den Unwettern vom Wochenende mit Schneemassen, Regen und mindestens zwei Toten noch nicht völlig normalisiert. Für die kommenden Tage werden im stark betroffenen Norden und Nordosten weitere Niederschläge erwartet.

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In der Gegend um Modena hatten starke Regenfälle zu Hochwasser und Überflutungen ganzer Landstriche geführt. Die Feuerwehr musste Menschen mit Schlauchbooten aus ihren Häusern befreien. Die Retter in dem 60-Millionen-Einwohner-Land rückten zu Tausenden von Einsätzen aus, wie die Feuerwehr mitteilte. In einer Ortschaft rund 50 Kilometer westlich des Comer Sees wurde ein 53 Jahre alter Mann von einem Baum erschlagen, der unter der Schneelast umstürzte, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Freitag berichtet hatte. In Süditalien verlor ein 51-jähriger Arbeiter nach Berichten vom Sonntag sein Leben, als er von Schlamm weggerissen wurde.

Schnee liegt hoch aufgetürmt am Straßenrand in der italienischen Gemeinde Brenner.
Schnee liegt hoch aufgetürmt am Straßenrand in der italienischen Gemeinde Brenner. © Bernd März/dpa-Zentralbild

Für den Nordosten um Friaul-Julisch Venetien, Venetien, Südtirol und Emilia-Romagna gelte weiterhin Wetter-Warnstufe Rot, hieß es am Montag von der Zivilschutzbehörde.

Die starken Schneefälle am Grenzpass Brenner zwischen Österreich und Italien hatten auch zum Wochenauftakt zu Behinderungen geführt. Während die Brennerautobahn bei Sterzing am Montag wieder für den Verkehr freigegeben wurde, blieben Teile der Brenner-Bundesstraße (B182) zunächst auf Tiroler und Südtiroler Seite gesperrt, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Die Brennerbahnlinie ist demnach bis Dienstag unterbrochen. Der internationale Fernverkehr wurde in der Region im Schienenersatzverkehr abgewickelt.

Hoher Schnee liegt am Berg Großglockner in Osttirol am Wegesrand und auf Wegweisern. Große Neuschneemengen haben in Teilen der Alpen zu erheblichen Verkehrsproblemen und höchster Lawinengefahr geführt.
Hoher Schnee liegt am Berg Großglockner in Osttirol am Wegesrand und auf Wegweisern. Große Neuschneemengen haben in Teilen der Alpen zu erheblichen Verkehrsproblemen und höchster Lawinengefahr geführt. © Expa/Johann Groder/APA/dpa

In Österreich hatten einige Wetterstationen in Oberkärnten und Osttirol von Freitag bis Sonntag binnen drei Tagen soviel Niederschlag wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichneten. Im Kärntner Lesachtal fielen bis zu 370 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter.

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Der Lawinenwarndienst ruft für Osttirol die höchste Alarmstufe aus. Am Sonntag sollen bis zu 110 Zentimeter Neuschnee fallen.

In Osttirol galt am Montag die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier. Auch weiterhin sei die Gefahr von sehr großen Lawinen an steilen Grashängen zu erwarten, erklärten die Experten. Schulen und Kindergärten blieben wegen der Lawinengefahr in Teilen Tirols und Kärntens am Montag zu. (dpa)

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