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Deutschland & Welt

Brütende Hitze - doch Abkühlung in Sicht

Mit Temperaturen weit über 30 Grad erlebt Deutschland das erste Hitze-Wochenende des Jahres. Mancherorts werden Unwetter mit heftigen Regenfällen erwartet.

Urlauber in Rostock halten sich bei hochsommerlichem Sonnenwetter am Strand auf.
Urlauber in Rostock halten sich bei hochsommerlichem Sonnenwetter am Strand auf. © Frank Hormann/dpa

Berlin. Extreme Wärmebelastung, Gewitter und erhöhte Waldbrandgefahr: Deutschland erlebt die erste ordentliche Hitzewelle des Sommers. Viele zieht es da an Seen und Flüsse auf der Suche nach ein bisschen Erfrischung. Die könnte zumindest kurzzeitig auch von oben kommen - in Form von Starkregen und Hagel. Am Sonntag wird es tagsüber aber schon wieder schwülheiß bei Höchstwerten von über 35 Grad.

Für die folgenden Tage ist dann ein wenig Abkühlung in Sicht. "Zu Beginn der kommenden Woche überquert uns die Kaltfront von Tief Ulfert ostwärts und verdrängt die Hitze", heißt es vom Deutschen Wetter-Dienst (DWD) in Offenbach. Auch wenn die größte Unwettergefahr gebannt ist, dürfte es weiter Schauer und Gewitter geben.

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Waldbrände:

Von Tag zu Tag steigt vielerorts die Gefahr von Waldbränden. Bei dem bisher größten Brand in Brandenburg seit Beginn der Saison kämpften Feuerwehrleute am Samstag auf einer Fläche von zehn Hektar bei Bötzow (Oberhavel) nordwestlich von Berlin gegen die Flammen. Es gebe mehrere Brandstellen, die Feuerwehr sei mit 43 Kräften im Einsatz, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle. Verstärkung solle noch kommen. Bis auf drei Kreise galt in Brandenburg am Samstag nach Angaben des Umweltministeriums landesweit die höchste Gefahrenstufe fünf. Auch in anderen Bundesländern kam es bereits zu Bränden.

Unwetter:

Gewitter mit Starkregen haben in den Regionen um Karlsruhe und Pforzheim zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst. Der Regen überschwemmte auch die Autobahn 8 zwischen den Anschlussstellen Karlsbad und Pforzheim-West, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Auch im Westen und Nordwesten Deutschlands breitet sich in der Nacht zum Sonntag ein größeres Gewittergebiet mit erhöhter Unwettergefahr aus. Es kann Gewitter mit schwerem Sturm oder orkanartigen Böen geben, die bis zu 100 Stundenkilometern erreichen. Binnen kurzer Zeit kann es zwischen 25 und 40 Liter pro Quadratmeter regnen. Am Sonntagnachmittag kann es ebenfalls zunehmend schwere Gewitter mit heftigem Starkregen, großem Hagel und eventuell Orkanböen geben.

Unwetter sorgten im Südwesten für vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Auf der Autobahn 8 stand das Wasser bis zu einem Meter hoch. Dort rettete die Feuerwehr 27 Menschen.
Unwetter sorgten im Südwesten für vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Auf der Autobahn 8 stand das Wasser bis zu einem Meter hoch. Dort rettete die Feuerwehr 27 Menschen. © Simon Adomat/VMD-Images/dpa

Sommerpartys:

Rund 4.000 Menschen haben in der Nacht zu Samstag im Hamburger Stadtpark gefeiert - dabei wurde gegen die Corona-Regeln verstoßen. Mehrfach versuchte die Polizei, große Gruppen von Menschen aufzulösen, wie ein Sprecher der Polizei am Samstagmorgen sagte. Da dies nicht gelang, entschied sich die Polizei, das Gelände zu räumen. Dabei kam es vereinzelt zu Flaschenwürfen auf die Polizisten.

Deutlich heftiger waren die Zusammenstöße wegen eines illegalen Raves im Nordwesten Frankreichs. Präfekt Emmanuel Berthier sagte, ein junger Mann habe bei der extremen Gewalt eine Hand verloren, fünf Polizisten seien verletzt worden. Die Zusammenstöße hätten mehr als sieben Stunden gedauert. Einige Beteiligte hätten Molotowcocktails, Boulekugeln und Steine auf Sicherheitskräfte geworfen.

Polizisten in Hamburg laufen begleitet von einem Mannschaftswagen in Richtung der Menschen auf der Stadtpark-Wiese.
Polizisten in Hamburg laufen begleitet von einem Mannschaftswagen in Richtung der Menschen auf der Stadtpark-Wiese. © dpa

Badeunfälle und Nichtschwimmer:

Auf der Suche nach Abkühlung sind die Seen und Flüsse im Land besonders beliebte Ziele. Oft begeben sich die Badenden dabei in Lebensgefahr. So kam es auch am Freitag wieder zu mehreren Todesfällen an Badestellen - etwa im Ortenaukreis in Baden-Württemberg, in Heilbronn oder in Bremen.

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