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Dresdner müssen mit herbstlichem Wetter rechnen

Zwei Wochen lang sind die Sommerferien noch. Das Wetter trägt allerdings nicht zur Ferienfreude bei. Bis Montagabend gilt sogar eine Unwetterwarnung.

Das wird voraussichtlich kein schönes Ferienende. Der Wetterdienst kündigt Gewitter und Schauer in Dresden an.
Das wird voraussichtlich kein schönes Ferienende. Der Wetterdienst kündigt Gewitter und Schauer in Dresden an. © Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update: 22. August, 17 Uhr: Inzwischen gilt für Dresden eine Unwetterwarnung. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet zwischen Sonntagabend und Montagabend mit ergiebigem Dauerregen. Dabei seien Niederschlagsmengen zwischen 50 und 80 Litern pro Quadratmeter möglich, auch 100 Liter seien nicht ausgeschlossen. Der Großteil des Regens falle wahrscheinlich innerhalb von sechs bis zwölf Stunden. Infolge des Dauerregens seien unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich, so der DWD weiter.

Dresden. Wenn das mit dem Urlaubswetter schon in den Sommerferien nicht wunschgemäß funktioniert hat, dann sollte doch wenigstens das Ferienfinale zu Hause versöhnlich werden: noch einmal richtig Sommer, Badetemperaturen und Sonne satt. Doch daraus wird nichts. Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig macht den Dresdnern wenig Hoffnung auf trockene Tage und Freibadwetter in der vorletzten Ferienwoche.

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"Ich habe leider nicht viel Erfreuliches", sagt Oehmichen beim Blick auf seine Wetterkarten. "Es wird sehr wechselhaftes und für die Jahreszeit zu kühles Wetter." Auch, wenn das vorletzte Augustwochenende zunächst anderes versprochen hatte. Schauer und Gewitter kündigt Oehmichen für den Montag an, "Dienstag und Mittwoch bessert sich das etwas". Doch es gibt trotzdem "nicht allzu viel Sonne". Die Besserung ist nur beim Thema Regen zu spüren, es gibt nicht mehr ganz so viel Wasser von oben, wie für Sonntag und Montag prognostiziert.

Komplexes Tiefdruckgebiet bringt viel Regen

"Das ist ein komplexes Tiefdruckgebiet, das sich über Mitteleuropa hinlegt", erklärt der DWD-Meteorologe den Grund für den vielen Regen und die zu niedrigen Temperaturen. Und er fügt hinzu: "Das ist fast herbstliches Wetter, und das sieht langanhaltend aus."

Das Thermometer zeigt am Montag laut dem DWD voraussichtlich maximal 20 Grad, ebenso am Dienstag. Der wärmste Tag wird der Mittwoch mit zwei Grad mehr, Donnerstag und Freitag müssen sich die Dresdner dann wieder mit höchstens 20 Grad zufriedengeben, kündigt Oehmichen an.

Noch ungemütlicher wird es laut Jörg Kachelmann. Nicht mehr als 16 Grad sieht seine Vorhersage für Montag. Dienstag um die Mittagszeit bekämen die Dresdner höchstens 18 Grad und am Mittwoch nicht mehr als 20 Grad, heißt es in der XL-Vorhersage von Kachelmannwetter.com.

Besseres Wetter womöglich zum Schulbeginn

Weiter als bis zur Wochenmitte mag DWD-Meteorologe Jens Oehmichen nicht vorausschauen, die Rechenmodelle ließen keine längerfristigen seriösen Vorhersagen zu. Nur so viel: "Wir bekommen vielleicht eine leichte Erwärmung." Das Fazit von Oehmichen macht auch nicht viel Hoffnung auf die letzte Ferienwoche. "Dass dann noch mal richtig Sommer kommt, kann ich jetzt nicht verkünden. Die Dresdner müssen sich voraussichtlich bis zum August-Ende mit durchwachsenem Wetter arrangieren."

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Danach kann es aber durchaus noch einmal sommerlich werden. "Es kann schon sein, dass dann noch mal richtig Sommer kommt", macht Oehmichen etwas Hoffnung auf die Zeit nach den großen Ferien, das sei für Ende Oktober und Anfang September durchaus normal. Das heißt also: Wenn das neue Schuljahr beginnt, könnte das Wetter noch einmal genau so werden, wie man es sich für das Ferienende eigentlich gewünscht hatte.

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