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Sachsens Osten droht Wetter-Chaos

Meteorologen sagen Wetterlagen mit extrem viel Regen voraus. Vor allem im Osten Sachsens muss mit schweren Unwettern gerechnet werden.

Dunkle Wolken begleiten uns bis in die kommende Woche hinein. Mit viel Wasser.
Dunkle Wolken begleiten uns bis in die kommende Woche hinein. Mit viel Wasser. © Archivfoto: Tobias Hartl/vifogra/dpa

Dresden. Gleich mehrfach zieht Starkregen nach Sachsen. „Unseren Modellen zufolge beginnt es ziemlich heftig in der Nacht zum Freitag“, sagt Cathleen Hickmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig. „Dann regnet es durchgehend bis Freitagvormittag.“

Tendenziell betreffe dies vor allem Ostsachen. Während dort Regenmengen von bis zu 50 Litern innerhalb von zwölf Stunden zu erwarten sind, sehen die Rechenmodelle nur 100 Kilometer weiter östlich in Polen bereits 70 bis 100 Liter.

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„Das Zentrum des Niederschlags ist meteorologisch gesehen nicht weit weg von uns und kann durchaus auch weiter westlich ziehen“, sagt Meteorologin Hickmann. Dann würde vor allem die Lausitz noch mehr Wasser abbekommen. Das Vogtland war in den vergangenen Wochen immer wieder stark betroffen, diesmal bleibt es vergleichsweise trocken.

Ob es dann noch einmal eine eintägige Hitze am Montag gibt, da widersprechen sich die Berechnungen. Überraschend einig sind sie sich aber für die Zeit danach. Zu erwarten seien bereits ab Dienstag Unwetter durch schwere Gewitter, heftiger Starkregen, Orkanböen und Hagel, heißt es dazu in der DWD-Wochenvorhersage für Wettergefahren.

Aufsummiert könnte es dem Amerikanischen Wettermodell zufolge bis Ende kommender Woche im Süden und in der Mitte Deutschlands 200 bis 300 Liter Regen je Quadratmeter geben, berichtet Wetter-Online. Ähnlich viel Wasser sieht das Europäische Wettermodell. Das allerdings weiter östlich bis Thüringen und Westsachsen hinein.

Genaue Vorhersage ab Sonntag möglich

Auslöser dafür sei eine sich wahrscheinlich entwickelnde Vb-Wetterlage. Für die Flut an Elbe, Neiße und Oder war genau eine solche Wetterlage die Ursache. Auch Andreas Friedrich vom DWD in Offenbach hält eine Vb-Situation für möglich. „Aber das ist nur eine der derzeit möglichen Optionen.“ Wie heftig und welche Richtung das alles nimmt, könne frühestens am Sonntag gesagt werden.

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Und wie meistens bei solchen Extremereignissen gilt dann: Die einen trifft’s hart, wenige Kilometer weiter passiert gar nichts. Als die Flut 2010 die Neißeregion verwüstete, da war es in Dresden sonnig bis trocken. Als 2002 die Elbeflut die Städte im Elbtal erwischte, blieb es an der Neiße sommerlich schön. (SZ/sts)

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