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Deutschland & Welt

Große Lawinengefahr in den Alpen

Der Lawinenwarndienst ruft für Osttirol die höchste Alarmstufe aus. Am Sonntag sollen bis zu 110 Zentimeter Neuschnee fallen.

Schneemassen liegen nach einem Lawinenabgang am Großvenediger in Osttirol in einem Schafstall. Laut Polizeiangaben wurden vier Häuser sowie ein Fahrzeug beschädigt.
Schneemassen liegen nach einem Lawinenabgang am Großvenediger in Osttirol in einem Schafstall. Laut Polizeiangaben wurden vier Häuser sowie ein Fahrzeug beschädigt. © Sturm Und Gewitterjagd Tirol/APA/dpa

München/Lienz. Große Neuschneemengen haben in Teilen der Alpen zu erheblichen Verkehrsproblemen und höchster Lawinengefahr geführt. Betroffen war auch der Brenner-Pass zwischen Österreich und Italien. Dort waren Zugverbindungen unterbrochen und auch die Autobahn teilweise gesperrt. In ganz Südtirol gebe es viele Stromausfälle, teilte der Zivilschutz mit. Rund 1.400 Feuerwehrleute seien seit Sonntagfrüh im Einsatz.

In Osttirol in Österreich wurde die höchste Lawinenwarnstufe ausgerufen. Es sei mit spontanen Lawinen, "vereinzelt auch extrem großen" zu rechnen, so die Behörden. Auch in der Schweiz waren Zugverkehr und Straßenverkehr beeinträchtigt.

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In Prägraten am Großvenediger in Österreich ging am Samstag ein Schneebrett ab, wie die Polizei mitteilte. Vier Häuser und ein Fahrzeug wurden beschädigt. Niemand wurde verletzt. Etwa 100 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Schneemassen brachen auch in einen Schafstall und türmten sich in einem Gasthaus. Die Menschen wurden aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. In Tirol waren am Sonntag rund 3.500 Haushalte ohne Strom, nachdem Bäume auf Stromleitungen gefallen waren.

Österreich, Prägraten: Schneemassen liegen im Innenraum eines Lokals.
Österreich, Prägraten: Schneemassen liegen im Innenraum eines Lokals. © Sturm Und Gewitterjagd Tirol/APA/dpa

Generell waren in Österreich viele Bergstraßen nur mit Schneeketten befahrbar oder überhaupt gesperrt, darunter der Plöckenpass oder die Zufahrt ins Lesachtal in Kärnten. Die Lage sollte sich nur langsam entspannen. Auch am Sonntag wurde regional mehr als ein Meter Neuschnee erwartet.

In der Schweiz machte der viele Schnee unter anderem der Matterhorn Gotthard Bahn zu schaffen. Die Bahn meldete am Sonntag auf Twitter eine Streckenunterbrechung zwischen Andermatt und Sedrun. Für Skitouren, Freeriden und Schneeschuhwanderungen abseits gesicherter Pisten seien die Verhältnisse kritisch. In einigen Regionen kam es zu Überschwemmungen durch geschmolzenen Schnee.

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