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Deutschland & Welt

Schnee bremst Bahnverkehr aus

Hochwasser in Rheinland-Pfalz, massive Zugausfälle im Norden. Der Wintereinbruch hat nicht nur schöne Schneelandschaften zur Folge.

Nicht selbstverständlich: En Zug der Deutschen Bahn bei Winterwetter am Gleis.
Nicht selbstverständlich: En Zug der Deutschen Bahn bei Winterwetter am Gleis. ©  dpa

Berlin. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn ist in der Nacht zum Samstag in weiten Teilen Norddeutschlands von einem Wintereinbruch lahmgelegt worden. In der milderen Südwesthälfte Deutschlands dagegen steigt die Hochwassergefahr.

Der nationale Bahnverkehr wurde zusätzlich durch eine Weltkriegsbombenentschärfung in der Innenstadt von Göttingen beeinträchtigt. Betroffen war die wichtige Nord-Süd-ICE-Strecke.

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Ganze Städte vom Fernverkehr abgeschnitten

Mehrere Städte im Norden waren bis in die frühen Morgenstunden nicht mit dem Fernverkehr erreichbar, darunter Bremen, Kiel, Lübeck und Westerland, teilte die Deutsche Bahn mit. Auf Strecken wie Hannover-Bremen, Hamburg-Bremen sowie Hamburg-Hannover war der Fernverkehr vorübergehend eingestellt.

Samstagmorgen lief alles wieder an. So war etwa die witterungsbedingte Oberleitungsstörung zwischen Emden und Norddeich Mole behoben. Zwar blieb der Schnee am Samstagmorgen erhalten, doch fuhren die Bahnen störungsfreier, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn mitteilte. Nur vereinzelt komme es noch zu Verspätungen.

Glätte-Unfälle sorgen für Autobahn-Chaos

Auf den Straßen kam es zu Glätte-Unfällen, etwa in den Bereichen Lauenburg und Stormarn in Schleswig-Holstein oder in Mecklenburg-Vorpommern auf der A19 zwischen Waren und Röbel, wo ein Kleintransporter ins Schleudern geriet und von der Fahrbahn abkam. Auch in Sachsen warnte die Polizei Autofahrer vor glatten Straßen.

Im gesamten Landkreis Peine in Niedersachsen sorgte der plötzliche Wintereinbruch für teils chaotische Verhältnisse auf den Straßen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Starker Schneefall sorgte in Bremen für schwierige Straßenverhältnisse und lange Staus. Die Polizei rückte bis in die Nacht zu über 130 Verkehrsunfällen aus. Verletzt wurde niemand. Auf vielen Straßen blieb der Schnee liegen - zur Freude vieler Kinder, die in Bremen und Umgebung erstmals in diesem Winter ihre Schlitten einsetzen konnten.

Auch in Berlin war es nach kräftigem Schneefall Samstagfrüh weiß. Im Tiergarten war am Morgen eine Ski-Langläuferin unterwegs, auch das Brandenburger Tor und die Siegessäule sahen im Schnee nach Winterzauber aus. Im Raum Berlin liefen die Menschen teilweise auf zehn Zentimetern Schnee, in Potsdam können es sogar elf Zentimeter sein, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes sagte.

Bahnbetreiber muss Zugbetrieb komplett einstellen

Der private Bahnbetreiber Metronom stellte wegen schwieriger winterlicher Witterungsbedingungen am Freitagabend seinen Zugverkehr in Niedersachsen komplett ein. «Eisregen und Schnee haben große Teile der Eisenbahnstrecken in Niedersachsen lahmgelegt. Dies betrifft auch metronom, enno und erixx», teilte das Unternehmen in Uelzen mit. Für den Samstagmorgen waren weiterhin starke Beeinträchtigungen erwartet.

Im Südwesten ließen Tauwetter und Regen das Rhein-Hochwasser am Samstag weiter steigen. Der Pegel in Speyer erreichte am Vormittag einen Stand von 6,06 Metern - für Sonntag erwartet das Hochwassermeldezentrum in Mainz einen Höchststand von 7,75 Metern. In Koblenz wurden am Samstag 4,99 Meter registriert.

Am Pegel Mainz werde die Meldehöhe von 5,50 Metern voraussichtlich am Sonntagmorgen überschritten, teilte das Meldezentrum mit. Dort wird der höchste Wasserstand in der Nacht zum Dienstag mit bis zu 6,40 Metern erwartet; am Samstag waren es 4,48 Meter. (dpa)

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