merken
PLUS Sachsen

Wetterdienst warnt vor Hagel, Gewitter und sehr viel Regen

Tief Bernd peitscht viel Regen und Sturm nach Deutschland. Ein Ableger nimmt Kurs auf Sachsen. Ab Dienstagabend drohen Unwetter mit schweren Gewittern.

Die Menschen in Sachsen müssen sich ab Dienstagabend auf schwere Unwetter mit Gewittern einstellen.
Die Menschen in Sachsen müssen sich ab Dienstagabend auf schwere Unwetter mit Gewittern einstellen. © dpa

Dresden/Leipzig. Es ist nur ein kleines Randtief, aber es zieht auf einer Bahn von Südwesten kommend über Tschechien direkt auf Thüringen und Sachsen zu. Mit viel Wärme und mit sehr viel Wasser vom Mittelmeer dabei. Es erreicht Dienstagabend das Vogtland und das West-Erzgebirge, sagt die Leipziger DWD-Meteorologin Cathleen Hickmann der SZ.

Mehrere Rechenmodelle würden dies inzwischen übereinstimmend zeigen. Bis zu 50 Liter Wasser je Quadratmeter in einer Stunde seien dort regional möglich. „Dann sind wir nicht mehr bei Unwetter, sondern bei extremen Unwetter. Es ist die höchste aller Warnstufen, die der DWD herausgibt.“

TOP Immobilien
TOP Immobilien
TOP Immobilien

Finden Sie Ihre neue Traumimmobilie bei unseren TOP Immobilien von Sächsische.de – ganz egal ob Grundstück, Wohnung oder Haus!

Unwetter: Thüringen trifft es heftiger als Sachsen

Die Farbe vom Dienstag ist violett. Mehr geht nicht an Steigerung für Unwetterwarnungen, sagt Meteorologin Cathleen Hickmann. Orkanböen bis Windstärke 11, mehr als 110 Stundenkilometer, Hagel, Blitze und vor allem sehr viel Wasser sind in der DWD-Prognose vom Dienstagabend. In einer gewaltigen Gewitterlinie vom Vogtland hoch nach Nordsachsen warnt der DWD für die Nacht zum Mittwoch vor extremen, zusammenwachsenden Gewitter-Clustern.

Thüringen werde es heftiger treffen als Sachsen, sagt Cathleen Hickmann. Mehr noch Nordrhein-Westfalen und den Westen Deutschlands. Bis Donnerstag kommen dort noch einmal bis zu 200 Liter Wasser je Quadratmeter zusammen.

Hochwasserwarnung für die Obere Weiße Elster

Es bestand zunächst die große Gefahr, dass sich eine Vb-Flut-Wetterlage wie 2002 und 2010 über Sachsen bildet. Gleich mehrere Rechenmodelle hatten dafür eine große Wahrscheinlichkeit gesehen. Sie haben sich zum Glück geirrt. Diese große Flutgefahr besteht für Sachsen derzeit nicht mehr. Die Flüsse haben noch kein Hochwasser. Die Elbe liegt am Montag einen Meter unter Warnstufe 1.

Aber bei Starkregen über 15 Liter die Stunde fließt das Wasser einfach oberirdisch weg. Dann sind vor allem kleine Bäche und Flüsse binnen kurzer Zeit vom Hochwasser betroffen, warnt die Landeshochwasserzentrale (LHZ). Für die Obere Weiße Elster gibt die LHZ daher seit Montag eine Hochwasserwarnung bis Alarmstufe 2. Und auch hier endet die Vorhersagekraft an den noch nicht ausreichenden Rechenmodellen. Für stark regional heftige Unwetter können keine Warnungen und Prognosen erstellt werden, heißt es da.

Bereits am Dienstagmittag haben die Unwetter sehr heftig im Rhein-Main-Gebiet begonnen. Dort sind für diese erste Wochenhälfte insgesamt 100 bis 200 Liter Regen je Quadratmeter zu erwarten.

Vom Schwarzwald, über das Sauerland bis zur Eifel trifft es die Regionen seit Wochenbeginn am härtesten. Ein Zustand, der noch bis Donnerstag anhält. Die Hochwassergefahr steigt dort mit jedem Tag. Die Böden sind an der Oberfläche voll mit Wasser. Was jetzt noch herunterkommt, das fließt sofort oberflächig ab in die Flüsse. Ursache ist Tief Bernd. Es vermischt feuchtwarme Sommerluft mit der kühlen vom Atlantik. Diese Zutaten in der Wetterküche sind derzeit so heftig, dass die DWD-Experten auch Tornados für möglich halten.

Am Wochenende könnte es sommerlich schön in Sachsen werden

Während der Dauerregen im Schwarzwald und in den Alpen anhält, ziehen die thüringisch-sächsischen Unwetterfronten und großen Cluster-Gewitterzellen am Mittwoch nach Norden. Die werden sich dann in Brandenburg und Niedersachsen weiter ausschütten, teilte der DWD am Dienstag in seiner Unwetterprognose mit.

Weiterführende Artikel

So wird das Wochenend-Wetter in Sachsen

So wird das Wochenend-Wetter in Sachsen

Wie Hochsommer fühlt sich das Wetter in Sachsen nicht an. Bundesweit fiel im Juli fast 40 Prozent mehr Niederschlag als üblich - unser Newsblog.

Dresden: Feuerwehr im Unwetter-Einsatz

Dresden: Feuerwehr im Unwetter-Einsatz

Bäume sind umgestürzt, Äste abgebrochen, Straßen wurden geflutet. Bis nach Mitternacht hatten die Helfer zu tun.

Welche Versicherung greift bei Starkregen?

Welche Versicherung greift bei Starkregen?

In vielen Teilen Deutschlands sorgen derzeit anhaltender Regen und Unwetter für vollgelaufene Keller. Stellt sich die Frage: Wer kommt für die Schäden auf?

Starkregen, Sturmböen, Hagel

Starkregen, Sturmböen, Hagel

Der Wetterdienst warnt vor heftigem Unwetter. Wie ist die Region Döbeln darauf vorbereitet?

Früher als sonst, seit Dienstagmorgen schon, hatte der DWD vom Vogtland bis Leipzig eine Vorwarnung der höchsten Stufe herausgegeben. Was nun noch folgen werde, seien normale Sommergewitter, sagte DWD-Meteorologin Cathleen Hickmann. Es könnte tatsächlich zum Wochenende hin in Sachsen sommerlich und schön werden. Anders im Süden Deutschlands. Dort rechnet der DWD noch für die gesamte Woche mit Gewittern, Sturmböen und Hagel.

Mehr zum Thema Sachsen