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Deutschland & Welt

Saharastaub unterwegs nach Europa

Ein Überwachungsdienst beobachtet große Schwaden des Wüstenstaubes. Ganz harmlos ist das nicht.

Staub aus der Sahara war bereits Anfang Februar nach Europa - hier die Schweiz - gezogen. In Sachsen färbte sich dadurch Schnee gelblich.
Staub aus der Sahara war bereits Anfang Februar nach Europa - hier die Schweiz - gezogen. In Sachsen färbte sich dadurch Schnee gelblich. © Olivier Maire/KEYSTONE/dpa

Reading. Am Wochenende werden Prognosen zufolge erhebliche Mengen Saharastaub nach Europa ziehen. Große Schwaden seien auf dem Weg nach Süd- und Zentraleuropa, teilte der Atmosphärenüberwachungsdienst (CAMS) am Freitag im englischen Reading mit.

"Noch ist nicht sicher, welche sichtbaren Folgen das am Wochenende startende Event haben wird, die örtliche Luftqualität wird jedoch sicher betroffen sein." Die größten Staubmengen werden sich demnach wohl auf Ostspanien und Südfrankreich konzentrieren, Ausläufer können aber auch über Deutschland bis nach Norwegen ziehen.

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"Wir haben ähnliche Ereignisse wie dieses bereits in den letzten Wochen beobachten können, bei denen die Luftqualität in den betroffenen Regionen stark beeinträchtigt wurde; das bestätigten auch Bodenmessungen einzelner Länder und der Europäischen Umweltagentur", erklärte CAMS-Wissenschaftler Mark Parrington.

Schwaden aus Wüstenstaub können den Himmel rot färben und Spuren auf Fenstern und Windschutzscheiben hinterlassen - ob das auch diesmal der Fall sein wird, ist bisher noch unklar. "Was wir jedoch voraussagen können, ist, dass die Schwaden sehr wahrscheinlich von Südeuropa bis nach Skandinavien reichen werden und vor allem in Spanien, Frankreich, sowie wahrscheinlich in Großbritannien, Deutschland und den Benelux-Ländern die Luftqualität sehr stark beeinträchtigen werden."

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Der Staub kann dem Dienst zufolge gesundheitliche Folgen für die Atemwege haben und zusätzlich zur lokalen Luftverschmutzung zu erhöhter Feinstaubbelastung beitragen. Der von der EU finanzierte Dienst CAMS ist Teil des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus. (dpa)

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