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Wie schützen wir Kulturgüter vor Extremwetter?

Ein bundesweites Forschungsprojekt will historische Gebäude, Gärten und Gegenstände bewahren. Dresden und das Land Sachsen sind daran beteiligt.

Historische Bauwerke besser vor Unwettern und deren Folgen zu schützen, mit viel Rechentechnik und neuartigen Simulationen soll das besser möglich werden.
Historische Bauwerke besser vor Unwettern und deren Folgen zu schützen, mit viel Rechentechnik und neuartigen Simulationen soll das besser möglich werden. © Christian Juppe

Dresden. Kulturgüter von unschätzbarem Wert sind in Deutschland von Extremwetter bedroht. Mehr denn je. Die Extremereignisse bedingt durch den Klimawandel häufen sich. Fluten, Starkregen, Bergrutsche sind zunehmend ein Problem. Hitzewellen und Dürre ebenso. Orkanartige Stürme und enorme Temperaturschwankungen binnen kurzer Zeit treten auf.

Mit einem bundesweiten Forschungsprogramm soll nun in drei Jahren berechnet werden, wo, was an Kulturschätzen, wodurch genau bedroht ist. Und wie sich diese Werte rechtzeitig sichern lassen. Dabei geht es vor allem um historische Bauwerke, wertvolle Archive, Bibliotheken und Museen. Historische Gärten und Parks mit ihren teils einzigartigen Pflanzenbeständen.

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Die Corona-Schutzimpfung ist gestartet. Zunächst allerdings nur für Menschen, die zur Gruppe der höchsten Priorität gehören.

Das Würzburger Fraunhofer-Institut ISC koordiniert dieses neue Kulturprojekt Keres. Im Expertengremium von Keres ist sowohl das Katastrophenschutzamt der Landeshauptstadt Dresden als auch das sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie beteiligt.

Keres begann am Montag. An die zwei Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Dabei geht es um neuartige Simulationen die hausgenau möglich sein sollen. Diese Gebäude-Simulationen und bessere Stadtklimamodelle zusammen sind dann die Voraussetzung für den künftigen Schutz des kulturellen Erbes vor Extremwetter.

Notfallpläne könnten damit deutlich besser wirken und vorbeugend genau dort würde der beste Schutz aufgebaut, wo auch die größten Risiken bestehen. Genau diese zu berechnen, ist das Ziel von Keres.

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