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Überflutete Wohnungen nach Starkregen

Am Donnerstag zog eine Gewitterfront über die Region Döbeln. In Mockritz und Schrebitz strömte Dreckwasser in die Keller. Auf der A14 staute sich der Verkehr.

Einige Keller und Wohnräume sind in Mockritz ebenfalls vollgelaufen. Die Feuerwehr musste mit der Pumpe zur Hilfe kommen.
Einige Keller und Wohnräume sind in Mockritz ebenfalls vollgelaufen. Die Feuerwehr musste mit der Pumpe zur Hilfe kommen. © Erik-Holm Langhof

Region Döbeln. Starke Regenschauer und heftiges Gewitter zogen am Donnerstagnachmittag über die Region Döbeln. Das sorgte für mehrere Feuerwehreinsätze, vollgelaufene Keller und Behinderungen auf der Autobahn 14.

Gegen 16.30 Uhr erreichte die Front aus Norden auch die Region rund um die A14. Zeitweise regnete es so stark, dass Auto- und Lkw-Fahrer die Geschwindigkeit massiv reduzieren mussten. Laut Verkehrswarndienst der Polizei herrschte auf der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Döbeln-Nord und Leisnig über mehr als eine Stunde Aquaplaninggefahr.

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Zusätzlich überschwemmte Schlamm von angrenzenden Feldern die Fahrbahn, wie in einem Internetvideo auf der Plattform Youtube zu sehen ist. Beides führte zu Behinderungen und es bildete sich zeitweise Stau sowie stockender Verkehr. Die linke Fahrbahn in Richtung Leisnig war einige Zeit nicht befahrbar.

Volle Keller in Mockritz und gesperrte Straße in Obergoseln

Im Großweitzschener Ortsteil Mockritz flossen ebenfalls Wassermassen von den Feldern auf die Leisniger Straße und überfluteten diese. Durch verstopfte Abflüsse blieb das Wasser auf der Straße stehen und blockierte somit für Autos und Busse die Durchfahrt.

Selbst alarmierte Feuerwehrleute erreichten mit ihren Autos nicht das angrenzende Feuerwehrdepot, da das Wasser zu hoch stand. Zu Fuß mussten sie sich den Weg durch das Nass bahnen.

Mehrere alarmierte Einsatzkräfte konnten schließlich die Kanalisation für den Abfluss freimachen. Dennoch wurden mehrere angrenzende Hausgrundstücke sowie Keller überflutet. Anwohner berichteten vom wiederholten Unglück innerhalb kurzester Zeit.

Einige Keller und Wohnräume sind in Mockritz ebenfalls vollgelaufen. Die Feuerwehr musste mit der Pumpe zur Hilfe kommen.
Einige Keller und Wohnräume sind in Mockritz ebenfalls vollgelaufen. Die Feuerwehr musste mit der Pumpe zur Hilfe kommen. © Erik-Holm Langhof
Ein SUV-Fahrer blieb in den Wassermassen stecken. Er musste warten, bis das Dreckwasser abgelaufen ist.
Ein SUV-Fahrer blieb in den Wassermassen stecken. Er musste warten, bis das Dreckwasser abgelaufen ist. © Erik-Holm Langhof
In Obergoseln bei Zschaitz spülte der Regen Schlammmassen auf die Straße. Sie musste gesperrt werden.
In Obergoseln bei Zschaitz spülte der Regen Schlammmassen auf die Straße. Sie musste gesperrt werden. © Erik-Holm Langhof
Auf der A14 bestand teilweise Aquaplaninggefahr.
Auf der A14 bestand teilweise Aquaplaninggefahr. © Erik-Holm Langhof
In Mügeln kamen innerhalb kürzester Zeit Massen an Hagelkörnern herunter.
In Mügeln kamen innerhalb kürzester Zeit Massen an Hagelkörnern herunter. © privat

„Erst am vergangenen Wochenende wurden wir vom Unwetter und den Schlamm erwischt“, sagt ein Mockritzer. „Bei uns kommt die böse Überraschung erst, wenn der Regen vorbei ist und alles von den Feldern runterkommt.“ Feuerwehrleute und teilweise auch Hausbesitzer selbst kümmerten sich um das Auspumpen aus Kellern und Wohnbereichen.

Zudem blieb ein Autofahrer mit seinem Skoda Kodiaq im Dreckwasser stecken. Durch die Feuchtigkeit ging sein Auto aus und er konnte seine Fahrt nicht mehr fortsetzen. Auch in Obergoseln bei Zschaitz-Ottewig liefen Wassermassen von den Feldern auf die Straßen.

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Die Durchfahrt von der B169 in die Ortschaft war blockiert und musste durch die Feuerwehrkräfte von Wasser und Schlamm befreit werden. In dieser Zeit musste der Verkehr über umliegende Straßen umgeleitet werden.

Straße wird in Schrebitz zu fließendem Gewässer

Betroffen war ebenso der Ostrauer Ortsteil Schrebitz. Dort kamen nach Berichten von Anwohnern Schlamm- und Geröllmassen von allen Seiten. Besonders angespannt war die Lage nach dem Übertreten des örtlichen Krebsbaches.

Die Straße verwandelte sich in ein fließendes Gewässer, berichten Anwohner. Einsatzkräfte versuchten, das Wasser von Häusern und Garagen fernzuhalten sowie dort, wo es zu spät war, sie wieder von den Wasser- und Dreckmassen zu befreien. Im gesamten Gebiet des Ortsteiles halfen sich Anwohner gegenseitig.

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Im wenige Kilometer entfernten Kiebitz zeigte sich eine ähnliche Szene. Dort trat die Kleine Jahna über die Ufer und verwüstete ebenfalls Straßen und Grundstücke. Zahlreiche Einsatzkräfte aus der gesamten Gemeinde Großweitzschen und Ostrau waren am Donnerstagabend im Einsatz. Mehrere Straßen waren erst in den Abendstunden wieder befahrbar.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 17. Juni gegen 16.30 Uhr mit aktuellen Informationen und einem Video zum Unwetter aktualisiert.

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