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Tropische Nächte in der Sächsischen Schweiz

Der Wetterdienst sagt große Hitze für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge voraus. Selbst abends wird kaum Abkühlung zu spüren sein.

Eine Abkühlung kann tagsüber nicht schaden wie hier am Freibadesee in Neustadt. Auf jeden Fall sollte der Kreislauf nicht sehr belastet werden.
Eine Abkühlung kann tagsüber nicht schaden wie hier am Freibadesee in Neustadt. Auf jeden Fall sollte der Kreislauf nicht sehr belastet werden. © Steffen Unger

Spätestens am Sonnabend beginnt das große Schwitzen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Regional unterschiedlich sagt der Deutsche Wetterdienst Tageshöchstwerte von etwa 33 Grad voraus, für den Sonntag und Montag ebenfalls noch um die 30 Grad. Auch nachts wird kaum Abkühlung zu spüren sein. Die vorausgesagten Werte liegen dann immer noch über 20 Grad. Also hilft auch Durchlüften nicht mehr viel.

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Nächte, in denen es nicht kälter als 20 Grad wird, bezeichnen Meteorologen als "tropisch". Ein Wetterphänomen, das zumeist in Großstädten häufiger vorkommt als in ländlichen Regionen. Das hängt damit zusammen, dass asphaltierte Straßen die Tageswärme besonders gut speichern und eben nachts dann als Heizstrahler fungieren. Laut dem Deutschen Wetterdienst kann beispielsweise auch eine schützende Wolkendecke die nächtliche Auskühlung verhindern. Außerdem trägt eine windschwache Lage häufig dazu bei, dass sich lokale Wärmeinseln - wie zum Beispiel eben Ballungsräume - über die Nacht hinweg halten können. Der Statistik zufolge kommen solche tropischen Nächte nicht jedes Jahr vor, und wenn doch, sind es im Schnitt zwei bis drei. Damit dürfte für dieses Jahr das Soll bereits erfüllt sein.

Tropennächte sind belastend für den Körper

Übrigens rührt die sommerliche Hitze nicht davon, dass in dieser Jahreszeit die Sonne der Erde am nächsten ist. Astronomen begründen das so: Im Juni beispielsweise ist der Abstand zwischen beiden Himmelskörpern viel größer als im Dezember. Die hohen Sommertemperaturen wie sie derzeit zum Beispiel herrschen liegen an der Neigung der Erdachse. Im Sommer ist bekanntlich unsere Erdhälfte mehr zur Sonne hingeneigt.

Für den Körper sind Tropennächte oftmals sehr belastend, denn an einen erholsamen Schlaf ist bei fehlender nächtlicher Abkühlung kaum zu denken, liegt doch die optimale Schlaftemperatur bei 16 bis 18 Grad. Was tun? Auch da haben Experten so einige Tipps auf Lager, außer dem allgemein üblichen, dass man lieber im kühlen Keller schlafen sollte. Aber nicht jeder hat einen solchen.

Deshalb möglichst am frühen Morgen gut durchlüften, dann Rollo oder Rollläden runter, damit sich der Raum tagsüber nicht allzu sehr aufheizt. Gesundheitsexperten raten außerdem, abends etwas Warmes zu trinken und nichts Eisgekühltes. Vor solchen Nächten sollte man auch etwas Leichtes essen, damit der Kreislauf nicht allzu sehr angeregt wird. Lauwarm duschen soll auch helfen, weil das die Blutgefäße weitet und die angestaute Hitze besser entweichen kann. Manche Mitmenschen greifen in solchen Nächten auf Ventilatoren zurück oder schalten die Klimaanlage auf die kälteste Stufe. Das allerdings soll ungesund sein, da es zu Verspannungen der Muskeln kommen kann.

Der höchste (nächtliche) Tiefstwert, der jemals in Deutschland gemessen wurde, datiert laut Deutschen Wetterdienst übriges mit 27,6 Grad an der Station Weinbiet/Pfälzerwald aus dem Jahre 2003.

Solch große Hitze bringt aber auch viel Unwetterpotenzial mit sich. Nach Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes sollte die Hitze erst im Laufe des Dienstags abflauen. Starke Gewitter werden schon für Montag für die Osthälfte des Landes prognostiziert. Allerdings soll es da noch sehr warm werden.

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