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Blitzeinschlag: Westewitzer Schrankenanlage defekt

Seit Samstagabend ist der Übergang direkt am Bahnhof außer Betrieb. Das ist gefährlich für Bahn- und Straßenverkehr.

Techniker versuchten, den Bahnübergang in Westewitz am Montag nach einem Blitzschlag zu reparieren.
Techniker versuchten, den Bahnübergang in Westewitz am Montag nach einem Blitzschlag zu reparieren. © Dietmar Thomas

Großweitzschen. Statt des gewöhnlichen Piepens und der Bewegung der Schranke gibt es derzeit nur lautes Hupen des vorbeifahrenden Zuges in Westewitz. Seit einem starken Gewitter am Samstagabend über dem Großweitzschener Ortsteil und einem Blitzeinschlag in die Schrankenanlage am Bahnhof ist der Bahnübergang ungesichert.

Wie Anwohner über die sozialen Netzwerke berichten, hatte die Schranke am Samstagabend nicht mehr geöffnet und somit die Durchfahrt für den Straßenverkehr unmöglich gemacht. Alarmierte Polizisten hätten im Anschluss die Deutsche Bahn (DB) über den Defekt informiert.

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Diese wiederum schickte Techniker nach Westewitz, die bereits am Wochenende über längere Zeit versucht hatten, den Defekt zu finden sowie zu beheben. Doch das funktionierte augenscheinlich nicht. Deshalb können Autofahrer nur noch mit Vorsicht den Übergang überqueren.

Nach Straßenverkehrsordnung hat der Bahnverkehr nun Vorrang. Kraftfahrer müssen auf sich nähernde Züge achten und sie passieren lassen. Laut Augenzeugen fährt die Mitteldeutsche Regiobahn derzeit mit großer Vorsicht an die defekte Bahnanlage und gibt ein akustisches Signal, um Autofahrer zu warnen.

Güterzüge in den Abendstunden würden jedoch weniger auf die defekte Anlage achten, schreibt eine Anwohnerin auf Facebook. „Der Güterverkehr kann nicht anhalten, sodass dieser mit hoher Geschwindigkeit ‚durchdonnert‘.“

DB: „Erhebliche Schäden an Bahnanlagen“ nach Unwetter

Am Montag wurden die Arbeiten der DB-Techniker in Westewitz fortgeführt. Wie lange die Anlage noch außer Betrieb sein wird, ist bislang unklar. Wie einer der Arbeiter berichtet, sei der Schaden größer, als zunächst gedacht. „Wir haben den Defekt noch nicht richtig finden können“, sagt er.

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Auf Anfrage von Sächsische.de äußerte sich die Deutsche Bahn bislang nicht zum Schaden und den Reparaturarbeiten. Erst am Dienstag könne eine Sprecherin eine Auskunft geben. Fest steht ihr zufolge jedoch, dass es durch das Unwetter in Sachsen „erhebliche Schäden an Bahnanlagen“ gab, die derzeit durch die Mitarbeiter des Unternehmens behoben werden.

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