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Starkregen könnte zu Überflutungen führen

Endlich regnet es - aber im Osten und Süden teils so viel, dass Überflutungen drohen; Aschefluten im Brandgebiet Sächsische Schweiz möglich - unser Newsblog zur Wetterlage.

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Eine durch starke Regenfälle überschwemmte Unterführung im oberpfälzisches Cham. Bei teils sehr kräftigen Niederschlägen drohen jetzt zwischen Erzgebirge und Alpen Überflutungen.
Eine durch starke Regenfälle überschwemmte Unterführung im oberpfälzisches Cham. Bei teils sehr kräftigen Niederschlägen drohen jetzt zwischen Erzgebirge und Alpen Überflutungen. © Feuerwehr Landkreis Cham

Wetter in Deutschland und Sachsen – das Wichtigste in Kürze:

  • Starke Regenfälle ab Donnerstag zwischen Erzgebirge und Alpen erwartet
  • 60 bis gebietsweise 120 Liter pro Quadratmeter Niederschlag
  • Wetterdienst warnt vor örtlichen Überflutungen
  • Aschefluten im Waldbrandgebiet Hintere Sächsische Schweiz möglich
  • Temperaturen fallen teilweise auf 20 Grad, in trockenen Gebieten bis 30 Grad

15.13 Uhr: Landratsamt Pirna warnt vor möglichen Überflutungen

Der Waldbrand in der Hinteren Sächsischen Schweiz hat in den letzten drei Wochen die Feuerwehrleute und anderen Helfer vor eine bisher nie dagewesene Herausforderung gestellt. Das teilte das Landratsamt des Kreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit. Jetzt sei das Feuer fast gelöscht. Aufziehender Regen könnte die letzten Glutnester löschen. Allerdings sagen die verschiedenen Wettermodelle derzeit teilweise komplett unterschiedliche Niederschlagsmengen voraus, hieß es in einer Mitteilung. Da aber einige Modelle für die nächsten Tage gebietsweise starke Gewitter mit unwetterartigen Niederschlägen ankündigen, informiert das Amt bereits jetzt darüber und bittet, sich entsprechend vorzubereiten.

Auf Grund der anhaltenden Hitze im gesamten Landkreis sei der Boden derart ausgetrocknet, dass vor allem starker Regen nicht sofort aufgenommen werden könne. Dadurch könnten Bäche und kleinere Flüsse schnell anschwellen - Überflutungen drohen. Vor allem in der Region in der Hinteren Sächsischen Schweiz, wo die Feuer große Mengen an Asche hinterlassen haben, sei damit zu rechnen, dass sich diese mit dem Regen in Schlammlawinen talwärts wälzen könnten.

Das Landratsamt fordert sie Bewohner auf, auf Warnungen zu achten und die Gewässer zu beobachten. Sollte das "Signal 3" ertönen (einminütiger Heulton, bestehend aus sechs Tönen von jeweils fünf Sekunden und fünf Sekunden Pause), sollten Infos im Radio oder im Bürger Informations- und Warnsystem (BIWAPP) befolgt werden. Telefonate, besonders in den Mobilfunknetzen, sollten kurz gehalten werden, weil die Hilfskräfte auf freie Telefonleitungen angewiesen sind.

Nach den Waldbränden in den Nationalparks Böhmische und Sächsische Schweiz könnte starker Regen Aschefluten auslösen.
Nach den Waldbränden in den Nationalparks Böhmische und Sächsische Schweiz könnte starker Regen Aschefluten auslösen. © Ondrej Hajek/CTK/AP/dpa

Donnerstag, 14.11 Uhr: Heftiger Regen in Teilen Deutschlands - DWD sieht Überflutungsgefahr

Endlich regnet es - doch teilweise fällt das ersehnte Nass nun in viel zu großen Mengen vom Himmel. Für Freitag und die Nacht auf Samstag sagt der Deutsche Wetterdiensts (DWD) vom Erzgebirge bis zu den Alpen heftige und länger anhaltende Schauer voraus. In 24 Stunden könnten es bis 60, gebietsweise bis 120 Liter pro Quadratmeter Regen sein, teilte der DWD am Donnerstag in Offenbach mit. "Diese Mengen könnten dann durchaus die Donau sowie die Flüsse südlich dieser anschwellen lassen und regional Überflutungen herbeiführen", erklärte DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel.

In Mitteldeutschland sind bereits starke Gegenfälle zwischen Erzgebirge und Brocken niedergegangen. Auch im Nordosten könnten kräftige Schauer und Gewitter beachtliche Mengen an Regen bringen. Der Westen und die Mitte gehen dagegen nahezu leer aus. Am Freitag macht sich der Vorhersage zufolge über dem Osten und Süden sowie dem Nordwesten zunächst dichtere Quellbewölkung breit. Es folgen im Nordwesten einzelne, sonst häufig kräftige und teils länger anhaltende gewittrige Niederschläge mit Unwetterpotenzial.

Vom Südwesten bis nach Mitteldeutschland und ins südliche Niedersachsen hinein bleibt es dagegen weitgehend trocken. Dazu wird es zwischen 20 Grad im Allgäu und 30 Grad im Rhein-Main-Gebiet warm. Der Samstag bringt dem Südosten weiteren Regen. Ansonsten ist es laut DWD wechselnd oder gering bewölkt und meist trocken bei Höchstwerten zwischen 22 und 28 Grad. Einzelne Schauer und Gewitter sind noch am Sonntag unterwegs, ansonsten sagt der DWD einen weitgehend trockenen Tag mit viel Sonne und Höchstwerten zwischen 21 und 29 Grad voraus.

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Mittwoch, 12.30 Uhr: Starke Regenfälle in Ostdeutschland erwartet

Die trockene und heiße Phase geht in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vorerst langsam zu Ende. Die Menschen müssen sich aber örtlich auf Starkregen und Gewitter einstellen. Am Donnerstag bleibt es aber noch heiß bei um die 30 Grad, und es gibt erste leichtere Schauer, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch mitteilte. In Thüringen könnte es im Laufe des Donnerstag auch schon kräftige Schauer und Gewitter geben.

"Am Abend und in der Nacht zu Freitag zieht dann über Sachsen eine Gewitterzone. Dann kann es auch zu unwetterartigem Starkregen kommen", sagte Meteorologe Jens Oehmichen. Auch Sachsen-Anhalt könnte von dieser Wetterlage betroffen sein. "Die Warnungen kommen sehr kurzfristig, daher sollten sich die Menschen auf jeden Fall auf Starkregenfälle einstellen", betonte Oehmichen. Im Gebirge kann es demnach wegen des starken Abflusses auch zu Schlammlawinen kommen.

Am Samstag erwarten die Experten nur noch vereinzelt Schauer und für Sonntag überwiegend Sonnenschein. Die Höchsttemperaturen gehen auf etwa 25 Grad herunter, im Gebirge sogar noch darunter.

13.01 Uhr: DWD: Regen und Gewitter in weiten Teilen Deutschlands zu erwarten

Es wird nass in Deutschland. Während am Mittwoch bereits im Westen Regen aufzieht, sorgt ein Tief am Donnerstag verbreiteter für Starkregen und Gewitter, bevor dann am Freitag laut Prognosen noch mehr Niederschlag fällt.

"Gefühlt endloser Sonnenschein, Dürre und Hitze sind in den kommenden Tagen zwar noch nicht völlig verschwunden, aber zunehmend passé", sagte am Dienstag der Meteorologe Felix Dietzsch vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. "Gewitter mit Starkregen übernehmen zum Ende der Woche die Regie und sorgen in größeren Teilen des Landes für langersehntes Nass von oben."

Am Mittwoch zeigt sich der Himmel in der Westhälfte wechselnd bewölkt, stellenweise kann es kräftig gewittern. In der Osthälfte ist es dagegen heiter und meist trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 27 Grad im Westen und bis zu 34 Grad im Osten.

Am Donnerstag ist es im Osten laut DWD noch längere Zeit heiter, bis später zunehmend Quellwolken und kräftige Gewitter aufziehen. In der Westhälfte, in der Mitte und im Süden ist es wolkig bis stark bewölkt, dabei fällt den Prognosen zufolge wiederholt gewittriger Regen mit erhöhter Unwettergefahr. Im Norden gibt es nur vereinzelt Schauer oder Gewitter. Während die Temperaturen im Osten nochmal auf bis zu 33 Grad klettern, bleibt es ansonsten bei 22 bis 29 Grad.

Am Freitag kommt es den Meteorologen zufolge vor allem im Süden und Osten zu teils starken Gewittern und Unwettern mit Starkregen. Für den Westen und Nordwesten sowie ganz im Norden werden nur einzelne Gewitter vorhergesagt. Die Höchstwerte liegen zwischen 21 Grad im Allgäu und 29 Grad an der Oder.

10.02 Uhr: Rekord-Tiefstand des Rheins bei Emmerich mit Pegel Null

Wegen der Trockenheit hat der Pegelstand des Rheins in Emmerich kurz vor der niederländischen Grenze einen historischen Tiefststand von null Zentimetern erreicht. Der Wert 0,0 sei am Dienstagmorgen ermittelt worden, sagte ein Mitarbeiter der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in Emmerich der dpa. Das sei ein Rückgang von vier Zentimetern zur Messung von Montagmorgen. Bereits am Montagmittag waren nur noch zwei Zentimeter gemessen worden.

Der bisherige Tiefstand war den Angaben zufolge am 30. Oktober 2018 mit sieben Zentimetern im Tagesmittel. Als Tagestiefstwert seien damals vier Zentimetern gemessen worden. Auch wenn der eigentliche Pegelmesser durch Niedrigwasser trocken falle, könnten selbst Minuswerte mit einem zweiten Datensammler in Emmerich erfasst werden. Die Pegelstände sind nicht zu verwechseln mit dem tiefsten Punkt im Fluss. Die Fahrrinnen für die Berufsschifffahrt sind deutlich tiefer als der Wasserstand laut Pegel.

Ein Binnenschiff fährt bei Niedrigwasser an freiliegenden Felsen und Sandbänken auf dem Rhein bei Bacharach. Die Pegelstände des Rheins haben nach wochenlanger Trockenheit teils historische Tiefststände erreicht.
Ein Binnenschiff fährt bei Niedrigwasser an freiliegenden Felsen und Sandbänken auf dem Rhein bei Bacharach. Die Pegelstände des Rheins haben nach wochenlanger Trockenheit teils historische Tiefststände erreicht. © dpa

8.57 Uhr: Gewitter richtet Schaden in Dresden an

Das Gewitter am Montag hat in Dresden einigen Schaden angerichtet. Die Feuerwehr meldet 15 Gewitter-Einsätze in der Stadt. Mehrere Keller waren mit Wasser vollgelaufen, in drei Fällen ging es um herabgestürzte Äste oder umgefallene Bäume. An der Augustusbrücke, wo immer noch Bauarbeiten stattfinden, stürzten Teile eines Gerüsts in die Elbe und trieben flussabwärts. Was genau passierte, lesen Sie hier: Unwetter: Gerüst und Bäume stürzen um, Wasser in Tiefgaragen.

8.29 Uhr: Algenbildung an der Talsperre Kriebstein

Die Hitze und Trockenheit haben Einfluss auf die Gewässer in Sachsen. An der Talsperre Kriebstein bilden sich Algen, weil weniger Wasser abfließt. Die Zuflüsse Zschopau und Mulde haben deutliches Niedrigwasser. Wie sich das auf die Wasserqualität auswirkt und ob Baden gefahrlos möglich ist, lesen Sie hier: Schadet die Hitze dem Stausee Kriebstein und den Flüssen?

Dienstag, 8 Uhr: Kirnitzschtalbahn fährt wieder

Nachdem der Betrieb der Kirnitzschtalbahn am Montagnachmittag wegen starker Regenfälle und Schlamm unterbrochen werden musste, ist die Strecke nun wieder frei. Der Schlamm an der Kroatenschlucht konnte von der Feuerwehr noch am Montagabend von der Kirnitzschtalstraße geräumt werden, teilt der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit. Deshalb kann die Bahn nun wieder nach Fahrplan fahren.

19.01 Uhr: Hochwasser durch Unwetter in Ostsachsen

Starke Gewitter und Unwetter sind am Montagnachmittag über Ostsachsen hinweggezogen. In der Region um Steinigtwolmsdorf kamen bis zu 100 Liter auf dem Quadratmeter in nur einer Stunde herunter. Das war zu viel für die ausgetrockneten Böden. Überschwemmungen und Hochwasser waren die Folge. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Grundstücke müssen leergepumpt werden. Gullys werden gereinigt, damit das Wasser abfließen kann. Wie ein Sprecher der Rettungsleitstelle Ostsachsen am Montagabend sagte, waren auch Neukirch/Lausitz, Wilthen und Bernsdorf von Überschwemmungen betroffen.

Anwohner haben nach Angaben von Reportern zudem versucht, ihre Häuser mit Sandsäcken zu schützen. Teilweise hagelte es auch kräftig. Am späten Nachmittag hieß es dann vorsichtige Entwarnung. Die Pegel der Flüsse stiegen nicht mehr und auch die Unwetter zogen weiter.

Auch im Muldental sorgten Gewitter für zahlreiche Feuerwehreinsätze. In Brandis hatte ein Blitz den Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Brand gesteckt. Durch den schnellen Einsatz der Brandiser, Beuchaer und Polenzer Feuerwehrkameraden konnte der Brand schnell gelöscht werden. In Wurzen kam es zu mehreren Feuerwehreinsätzen. Die Bahnunterführung der S11 in Richtung Nerchau war voll gelaufen. Ein Auto blieb in der Unterführung stecken und war bis zum Dach unter Wasser. Glücklicherweise konnten sich die Insassen retten.

11.48 Uhr: Wetterdienst warnt vor Gewittern in Sachsen

In Sachsen sind ab dem Montagnachmittag starke Gewitter zu erwarten. Dazu kann es Starkregen, Hagel und Sturmböen bis zu 80km/h geben. Am Abend sollen die Gewitter jedoch schon wieder vorbeigezogen sein. Die Warnung gilt eher für das südliche Sachsen, für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, für den Kreis Zwickau, für den Erzgebirgskreis und den Landkreis Mittelsachsen.

11.25 Uhr: Neue Woche bringt Schauer und Gewitter

Nach Hitze und Trockenheit kann vielerorts auf etwas Abkühlung gehofft werden. Denn für die neue Woche sagen die Meteorologen wechselhafteres Wetter mit Regen voraus. "Die Anzeichen haben sich ja schon in den letzten Tagen verdichtet und sie verdichten sich immer mehr - es wird in der heute beginnenden Woche regnerisch, was in einigen Regionen für große Freude sorgen sollte", sagte Martin Jonas von Deutschen Wetterdienst (DWD).

Am Dienstag ist es zumeist noch heiter. Die Temperaturen erreichen laut den Prognosen 27 bis 32 Grad, an den Küsten und im Bergland bleibt es etwas kühler. Dazu weht ein schwacher, im Nordwesten teils mäßiger und böig auffrischender Wind aus Südwest.

Am Mittwoch ist es in der Westhälfte wechselnd bewölkt und besonders im Nordwesten und im Südwesten kann es teils kräftige Gewitter geben. In der Osthälfte bleibt es dagegen heiter und meist trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 27 Grad im Westen und bis zu 34 Grad im Osten.

Am Donnerstag bleibt es laut den Meteorologen im Osten noch längere Zeit heiter, später kann es dort zu kräftigen Gewittern kommen. In der Westhälfte, in der Mitte und im Süden zeigt sich der Himmel wolkig bis stark bewölkt, dabei gibt es wiederholt kräftigen gewittrigen Regen. Der DWD warnt zudem vor Unwettergefahr. Im Norden soll es dagegen nur vereinzelt zu Schauern oder Gewittern kommen. Während es im Osten noch einmal bis 33 Grad heiß wird, werden in den restlichen Teilen des Landes 22 bis 29 Grad erwartet.

Montag, 10.55 Uhr: Rhein und Spree: Mehrere Flüsse mit extremem Niedrigwasser

Der für die Schifffahrt auf dem Rhein wichtige Pegelstand bei Kaub zwischen Mainz und Koblenz ist weiter gefallen. Er lag nach Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) am Montagmorgen bei 32 Zentimetern und damit rund 5 Zentimeter niedriger als zum gleichen Zeitpunkt des Vortags. Einer Prognose der Behörde zufolge könnte der Pegelstand bis zum Freitag zwischen 31 und 33 Zentimetern pendeln.

Dieser zeigt nicht die tatsächliche Wassertiefe an, sondern die Differenz zwischen der Wasseroberfläche und dem sogenannten Pegelnullpunkt, der nicht am tiefsten Punkt der Flusssohle liegt. WSV-Angaben vom Montag zufolge lag die Fahrrinnentiefe bei Kaub am Montagmorgen bei 1,43 Metern. Niedriger ist die Fahrrinnentiefe dem WSV zufolge an keinem anderen Abschnitt des Mittel- und Niederrheins. Sie ist entscheidend, wie viel Fracht Binnenschiffer zuladen können.

Auch Ostdeutschland ist betroffen. Wegen des extremen Niedrigwassers in der Spree lässt Brandenburg von diesem Montag an viele Schleusen im Spreewald schließen. Es ist daher auch möglich, dass kleinere Gewässer austrocknen und Fische in Gefahr sind.

Das Landesumweltministerium teilte mit, es müssten weitere harte Maßnahmen ergriffen werden, damit der Abfluss der Spree unterhalb des Spreewaldes nicht komplett zum Erliegen komme. In Dresden lag der Elbpegel am Montagvormittag bei 93 Zentimetern, was zwar vergleichsweise niedrig, aber noch nicht bedenklich ist.

Mehr zum Thema lesen Sie hier: Brandenburg schließt Schleusen im Spreewald.

Sonntag, 11.45 Uhr: Spätestens Donnerstag mehr Regen

Das Wetter in Deutschland wird in der kommenden Woche deutlich wechselhafter und dürfte vor allem in der zweiten Hälfte auch Regen bringen. In der Nacht zum Montag mache sich Tief Jelena bemerkbar, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach mit.

Zunächst vor allem im Westen und Südwesten könne es am Montag lokale Schauer und einzelne Gewitter geben. Im Verlauf des Montags weite sich der Tiefdruckeinfluss auf ganz Deutschland aus und es seien Schauer und Gewitter möglich. "Oftmals reicht es jedoch nur für den Tropfen auf den heißen Stein oder es bleibt sogar ganz trocken", sagte der DWD voraus. Mit mehr Schauern und Gewittern rechnen die Meteorologen im Norden, Osten und am Alpenrand - lokal seien auch Unwetter nicht ausgeschlossen, bei Höchstwerten von bis zu 32 Grad.

Der Dienstag wird voraussichtlich wieder trockener, einzig an den Küsten bleibe ein gewisses Schauer- und Gewitterrisiko erhalten. Der Mittwoch bringe erneut tiefen Luftdruck von Westen. Dann wird für den Rest der Woche deutlich wechselhafteres und nicht mehr ganz so hochsommerliches Wetter erwartet - am Mittwoch betreffe das zunächst den Westen, während es im Osten nochmal bis zu 35 Grad heiß werden könne, ab Donnerstag dann das ganze Land. Dann seien auch flächendeckendere und kräftigere Regenfälle zu erwarten.

Freitag, 8.15 Uhr: Sommerliches Wochenende im Osten

Sonniges Badewetter erwartet die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Wochenende. Am Freitag rechnet der Deutschen Wetterdienst (DWD) mit Temperaturen bis 32 Grad. Dabei bleibt es den Angaben zufolge trocken, nur ein paar Quellwolken können regional auftreten. Der Samstag wird ein wenig wechselhafter, dabei ziehen dichtere Wolken auf und es kann, vor allem in Sachsen, zu Schauern und Gewittern kommen. Laut Vorhersage des DWD werden trotzdem überall Höchsttemperaturen bis 30 Grad erwartet. Der Sonntag wird wieder trocken und sehr warm, auch hier sind für alle drei Bundesländer Höchstwerte bis 30 Grad vorhergesagt.

Nachts wird es nicht mehr so kühl wie in den vergangenen Tagen. Dabei fallen die Temperaturen in den Städten nicht unter 20 Grad Celsius, auch außerhalb werden maximal 15 Grad in der Nacht erwartet.

Mittwoch, 13.13 Uhr: Weiter Niedrigwasser in Sachsens Flüssen - Elbdampfer fahren

Trotz Trockenheit und Regenmangels hat die Elbe am Oberlauf derzeit für die touristische Schifffahrt noch genügend Wasser. Während der Gütertransport auf dem Fluss schon seit Monaten lahm liegt, können die Dampfer der Dresdner Weißen Flotte uneingeschränkt fahren. Dank aus Tschechien kommender Wellen haben sie derzeit genug Wasser unter dem Kiel. Die Sprecherin des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), Karin Bernhardt, sprach am Mittwoch von einem "Glücksumstand". Man profitiere von der Abgabe über die Kaskade der Moldau, die im Zuge geplanter Baumaßnahmen an der Talsperre Orlìk verdoppelt wurde. Sie mündet später in die Elbe.

Die Fahrgastschifffahrt laufe normal, mit einer Ausnahme: Touren in die Sächsische Schweiz seien wegen der Waldbrände im Nationalpark derzeit verkürzt, sagte eine Sprecherin der Weiße Flotte GmbH Dresden. Die historischen Raddampfer und modernen Salonschiffe könnten voll ausgelastet werden. Alle Pegelstände der Elbe in Sachsen bewegten sich im Normalbereich, in Dresden aktuell bei 1,32 Metern. "Der mittlere Wert liegt inzwischen bei 1,54 Metern, vor 20 Jahren waren das noch um die zwei Meter", sagte Bernhardt.

Dienstag, 7.40 Uhr: Sommerliches Augustwetter für Sachsen

Die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen dürfen sich über einen sommerlich warmen Dienstag freuen. Es bleibt den ganzen Tag trocken und sonnig, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Nachmittags können sich demnach zwar örtlich einzelne Wolkenfelder bilden, mit Regen sei aber dennoch nicht zu rechnen. Die Höchsttemperaturen liegen bei 26 bis 29 Grad.

In der Nacht kühlt es dann wieder angenehm ab, auf 12 bis 15 Grad. Das warme Sommer-Wetter soll sich auch für den Rest der Woche fortsetzen, so der DWD. Es bleibe sonnig und trocken - mit Temperaturen, die auch immer wieder auf über 30 Grad klettern.

20.40 Uhr: Juli 2022 war Spaniens heißester Monat bislang

Der diesjährige Juli ist in Spanien der heißeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961 gewesen. Mit einer Durchschnittstemperatur von 25,6 Grad habe er den Juli 2015 (als Rekordmonat zuvor) um 0,2 Grad Celsius übertroffen, teilte der Meteorologische Dienst Aemet am Montag mit. Zudem liege dieser Wert 2,7 Grad über dem langjährigen Mittel für den Sommermonat Juli. Auf Platz drei folge nun der August 2003 mit 24,9 Grad, hieß es.

Zum Hitzerekord sagte Aemet-Sprecher Rubén del Campo: "Wir haben im Juli praktisch den ganzen Monat lang eine sehr warme Luftmasse über unserem Land gehabt." Die Hitzewelle zwischen dem 9. und 26. Juli sei von "einer noch wärmeren Luftmasse aus dem Norden Afrikas zusätzlich genährt" worden, erklärte er. Diese Hitzewelle, die das Festland und die Balearen heimgesucht habe, sei mit einer Dauer von 18 Tagen die zweitlängste seit Beginn der Erfassungen gewesen.

15.05 Uhr: Vergangener Juli war weltweit einer der drei wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen

Der vergangene Juli mit seinen extremen Hitzewellen ist weltweit einer der drei wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Der Monat sei nur wenig kühler als der Juli 2019 und marginal wärmer als der Juli 2016 gewesen, teilte der EU-Klimawandeldienst Copernicus am Montag mit. Die Durchschnittstemperatur weltweit habe knapp 0,4 Grad über dem Zeitraum 1991 bis 2020 gelegen, den der Dienst als Referenzzeitraum zugrunde legt. Außerdem war der Juli in großen Teilen Europas deutlich trockener als durchschnittlich, was im Südwesten und Südosten zu Dürren führte. Auch in Südamerika, Zentralasien und Australien war es demnach trockener als üblich.

"Hitzewellen stellen ein ernsthaftes Risiko für die Gesundheit dar und können zugleich die Intensität und Langlebigkeit vieler anderer katastrophaler Klimaereignisse - wie etwa von Waldbränden und Dürren - verstärken", sagte die federführende Copernicus-Forscherin Freja Vamborg einer Mitteilung zufolge. Diese brächten enorme Risiken und Schäden für Landwirtschaft, Logistik und Energieproduktion mit sich.

Die lange Hitzewelle, die erst in Portugal und Spanien, dann aber auch in Frankreich und Großbritannien für Temperaturen von mehr als 40 Grad sorgte, führte zu etlichen neuen Rekordtemperaturen an vielen Orten. Der Südwesten Europas erlebte im Blick auf Maximaltemperaturen dem Copernicus-Dienst zufolge seinen wärmsten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die Ausdehnung des Meereises in der Antarktis lag im Juli sieben Prozent unter dem Durchschnitt - und damit auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor 44 Jahren.

Die Copernicus-Aufzeichnungen gehen bis 1979 zurück. Der Klimawandeldienst nutzt zudem Daten von Bodenstationen, Ballons, Flugzeugen und Satelliten, die bis 1950 zurückreichen.

Montag, 9.44 Uhr: Sonniger Wochenstart in Sachsen

Die Menschen in Sachsen dürfen sich am Montag über einen sonnigen Wochenstart freuen. Es bleibt den ganzen Tag trocken und weitgehend wolkenlos, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Die Höchsttemperaturen liegen bei 27 bis 29 Grad, örtlich kann das Thermometer auch über die 30-Grad-Marke klettern. In der Nacht sollen die Temperaturen auf 10 bis 13 Grad zurückgehen - durchlüften lohnt sich also.

Für den Dienstag sagt der DWD neben ein paar Quellwolken erneut viel Sonne voraus. Die Temperaturen steigen demnach auf 26 bis 29 Grad an, im Bergland auf 19 bis 25 Grad. In der Nacht zum Mittwoch soll es klar und damit kühl werden. Die Temperaturen fallen dann auf Tiefstwerte von 15 bis 10 Grad.

Regen ist laut den Wetterprognosen bis Freitag kaum zu erwarten, dagegen aber deutlich und stetig bis über 30 Grad steigende Temperaturen bis zum Wochenende.

16.43 Uhr: Waldbrandgefahr in Sachsen nimmt ab

Die Gefahr von Waldbränden hat am Samstag in Sachsen abgenommen. In den meisten Regionen des Freistaates gab es eine geringe bis sehr geringe Gefährdung, wie aus der Übersicht des Staatsbetriebs Sachsenforst hervorgeht.

Lediglich in den nördlichen Gebieten der Landkreise Nordsachsen und Bautzen gab es eine mittlere Gefahr. Laut Prognose wird landesweit die Waldbrandgefährdung in der kommenden Woche aber wieder ansteigen.

Nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes dürfte es in der kommenden Woche in Sachsen kaum regnen. Die Temperaturen sollen demnach bis Mitte der Woche wieder die 30-Grad-Marke erreichen und zum nächsten Wochenende hin noch weiter ansteigen.

Samstag, 12.13 Uhr: Immer weniger Wasser in Sachsens Flüssen

Die anhaltende Hitze und Trockenheit verschärfen die Lage in Sachsens Flüssen. Die meisten von ihnen haben inzwischen extremes Niedrigwasser - mit Ausnahme der Elbe. Aktuell befinden sich die Durchflüsse an zahlreichen der ausgewerteten 149 Pegel nach Angaben des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in diesem Bereich - bei weiteren 29 geht der Trend dorthin. Die Situation sei "sehr angespannt" und mit der im Juli 2018 vergleichbar, sagte Hydrologin Petra Walther.

"Es sind schon teilweise Flussabschnitte trockengefallen", sagte Walther. Dazu zähle die Schwarze Elster nahe der Landesgrenze zu Brandenburg bei Hoyerswerda, wo es auch eine Notabfischung gab. In den kleinen Nebenflüssen und Oberläufen passiert das laut Walther bei dieser Witterung schnell. Die Prießnitz etwa habe weiter oben noch Wasser - im Gegensatz zur Mündung. "Da kommt nichts mehr an." In Standgewässern litten die Fische, weil sich Seen und Teiche aufheizten und der Sauerstoffgehalt sinke.

Nach Angaben von Walther besteht absehbar auch keine Aussicht auf Entspannung. "Die nächsten 14 Tage bleibt es so heiß, und es ist kein Niederschlag in Sicht." Selbst wenn es punktuell mal regne, habe das keinen nachhaltigen Effekt. "Wenn mal 30 Liter in kurzer Zeit runterkommen, macht der Fluss mal Schluckauf, und dann fließt das Wasser ab", sagte sie. "Es müsste schon mal jeden Tag einen schönen Landregen geben."

In niederschlagsarmer Zeit werden Flüsse auch vom Grundwasser gespeist, erklärte Walther. Dessen Stände aber seien derzeit zu tief, und auch dort sei das Defizit groß. Laut dem jüngsten LfULG-Bericht ist an 86 Prozent der ausgewerteten Messstellen der monatstypische Grundwasserstand um durchschnittlich 64 Zentimeter unterschritten.

Die Elbe ist indes noch gut gefüllt, auch weil es in deren Einzugsgebiet in Böhmen (Tschechien) in den vergangenen Tagen kräftig geregnet hat und über die Moldau-Kaskaden oberhalb von Prag Wasser abgegeben wird, das dann in die Elbe gelangt. Die Schwankungen hingen mit der Steuerung dort zusammen, sagte Walther. "Wir profitieren auch von Bauarbeiten an der größten Talsperre Orlík." Die werde dazu abgelassen. "Das hatten wir 2018 nicht."

12.34 Uhr: Extreme Hitze ist vorbei - weiterhin Dürre und Waldbrandgefahr

Mit viel blauem Himmel folgt auf die Hitze der vergangenen Tage nun ein angenehmes Sommerwochenende. An diesem Samstag wird es nicht wärmer als 27 Grad, am Sonntag sind es maximal 29 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach vorhersagte. Nachts bieten maximal 15 Grad Gelegenheit zum Durchlüften, teils kann es mit 11 bis 6 Grad sogar richtig frisch werden. Dazu ist es heiter bis wolkig und trocken. Der Vorhersage zufolge wird es sukzessive jeden Tag etwas wärmer, bis am Dienstag 26 bis 31 Grad erreicht sind.

Die Schauer und Gewitter, die zuletzt die ersehnte Abkühlung brachten, reichen laut DWD nicht aus, um die gravierende Trockenheit zu mildern und die Waldbrandgefahr zu senken. Der Regen fiel auch nur punktuell und weitere Niederschläge sind vorerst nicht zu erwarten, wie DWD-Meteorologe Robert Hausen mitteilte.

11.50 Uhr: Mehrere Waldbrände in Ostsachsen ausgebrochen

Im Zittauer Gebirge brennt es offenbar in einem Waldgebiet. Bisher liegen nur wenige offizielle Informationen dazu vor. Nach ersten Informationen soll der Brand in Oybin beim Ameisenberg an einem Bahndamm ausgebrochen sein und dann auf ein Waldstück übergegriffen haben. Es seien inzwischen auch Löschhubschrauber angefordert worden.

Zudem sind gegenwärtig mehrere Feuerwehren in Schwepnitz bei Kamenz im Einsatz, um einen Waldbrand zu löschen. Laut Informationen aus der Polizeidirektion Görlitz ist in einem Mischwald nahe der B97 in Richtung Bulleritz eine Fläche von 5.000 bis 6.000 Quadratmetern betroffen.

10.30 Uhr: Waldbrandgefahr in Sachsen nimmt zu - Teils höchste Stufe erreicht

Die Gefahr von Waldbränden steigt in Sachsen. In den Landkreisen Nordsachsen, Meißen, Bautzen und der Stadt Dresden galt am Freitag die höchste Gefahrenstufe 5, wie aus der Übersicht des Staatsbetriebs Sachsenforst hervorgeht. Laut Prognose wird landesweit am Samstag aber mit einer Entspannung der Lage gerechnet.

© Staatsbetriebs Sachsenforst

Wegen der angespannten Waldbrandlage hat die Stadt Dresden ihre Regeln zum Betreten der Wälder verschärft. Bei der Gefahrenstufe 5 ist das freie Betreten des Waldes im Territorium der Landeshauptstadt, einschließlich des Betretens der nichtöffentlichen Waldwege und der zum Reiten ausgewiesenen und gekennzeichneten Wege, untersagt. Die öffentlichen Straßen im Wald dürfen nicht verlassen werden.

Mehr zum Thema:

Freitag, 7.50 Uhr: Warmes und bewölktes Wochenende in Sachsen erwartet

Die Menschen in Sachsen müssen sich auf ein warmes und bewölktes Wochenende einstellen. Am Freitag kann es am Mittag und in der Nacht zu einzelnen, starken Gewittern kommen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte. Dabei können Starkregen, Hagel und stürmische Böen auftreten. Die Temperaturen am Freitag reichen von 30 Grad im Leipziger Raum bis 36 Grad in der Oberlausitz. Die Tiefstwerte liegen zwischen 17 und 13 Grad. Im Norden bleibt es nachts trocken, im Süden und Osten gibt es Schauer und Gewitter.

"Wir erwarten einen kompletten Wetterwechsel nach dem sehr heißen Tag gestern", sagte ein Sprecher des DWD. Eine Kaltfront verdränge im Laufe des Tages die warme Luft der vergangenen Tage.

"Der Samstag wird ein recht schöner und sonniger Tag", sagte der Sprecher des DWD. Es bleibe niederschlagsfrei. Die Höchsttemperaturen reichen von 22 bis 25 Grad, in den höheren Lagen von 16 bis 21 Grad. Nachts gehen die Temperaturen auf 13 bis 7 Grad zurück. Der Sonntag startet sonnig. Dann bilden sich Quellwolken, es bleibt aber trocken. Die Temperaturen steigen auf maximal 25 bis 27 Grad, in den höheren Lagen 20 bis 24 Grad. Die Tiefstwerte liegen bei 14 bis 9 Grad. Am Montag soll es bis zu 27 Grad warm werden.

21.05 Uhr: Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume bei Gewittern in und um Hamburg

Bei schweren Sommergewittern über Hamburg und dem Süden Schleswig-Holsteins haben Blitze mehrere Brände verursacht. Die Polizei-Leitstellen und Lagezentren meldeten auch Sturmschäden, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer. Auch der Bahnverkehr wurde beeinträchtigt.

In Hamburg-Heimfeld schlug den Angaben zufolge am frühen Donnerstagabend ein Blitz in den Dachfirst eines Mehrfamilienhauses. Verletzt worden sei nach ersten Erkenntnissen niemand, sagte eine Polizeisprecherin. In Ellerbek im Kreis Pinneberg verursachte ein Blitzeinschlag einen Kellerbrand. Ein Restaurant in einem angrenzenden Gebäude sei vorsichtshalber evakuiert worden, sagte eine Polizeisprecherin. Auch hier seien keine Menschen zu Schaden gekommen. Auch im Bereich Ostholstein, Lauenburg und Stormarn sei es zu zahlreichen Einsätzen gekommen, sagte ein Sprecher der Leitstelle Süd in Lübeck.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für Hamburg nach Temperaturen von tagsüber über 30 Grad am frühen Abend vor heftigen Gewittern, schweren Sturmböen und Starkregen gewarnt - die Unwetterwarnung aber bereits nach einer halben Stunde wieder aufgehoben.

Feuerwehrleute räumen in Wentorf bei Hamburg Teile eines auf die Straße gefallenen Baumes beiseite.
Feuerwehrleute räumen in Wentorf bei Hamburg Teile eines auf die Straße gefallenen Baumes beiseite. © dpa/Daniel Bockwoldt

20.36 Uhr: Spitzentemperatur am Donnerstag in Nordsachsen gemessen

In Sachsen ist es am Donnerstag mancherorts mehr als 37 Grad heiß geworden. Wie das Leipziger Büro des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Abend in einer vorläufigen Statistik mitteilte, wurden an der Station in Klitzschen bei Torgau 37,6 Grad Celsius gemessen. Damit war es der heißeste 4. August dort, bisher lag der Rekord an diesem Tag bei 35.1 Grad im Jahr 2018. Allerdings reichte es nicht für einen Monatsrekord, denn an der Station bei Torgau liegt der August-Rekord bei 38.1 Grad – gemessen am 20.08.2012. Der Allzeit-Rekord an dieser Stelle wurde am 19. Juni 2022 mit 38.2 Grad registriert.

Mehr als 36 Grad betrug die Temperatur am Donnerstag an den Stationen in Garsebach bei Meißen (37,1), Oschatz (36,9), Dresden-Strehlen (36,9), Leipzig-Holzhausen (36,7), Hoyerswerda (36,7), Bad Muskau (36,5), Flughafen Leipzig-Halle (36,4)und Dresden-Hosterwitz (36,2). Vergleichsweise "kühl" blieb es auf dem Fichtelberg mit 26,8 Grad.

19.27 Uhr: Hohe Temperaturen, aber kein Hitzerekord am Donnerstag

Der Donnerstag ist mit bis zu 39,6 Grad der bislang zweitheißeste Tag des Jahres gewesen. Dieser vorläufige Wert wurde nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz gemessen. Den bisherigen Höchstwert im Jahr 2022 hält damit weiterhin der 20. Juli, als in Hamburg-Neuwiedenthal 40,1 Grad erreicht wurden. Der Hitzerekord für Deutschland liegt bei 41,2 Grad und wurde am 25. Juli 2019 in Nordrhein-Westfalen ermittelt.

17.10 Uhr: Feuerwehr: Einsatz im Grunewald zieht sich bis Freitag

Die Berliner Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand im Grunewald bis Freitag anhalten wird. "Wenn man hier eine vorsichtige Einschätzung vornimmt und wenn man das realistisch analysiert die Lage, sieht es so aus, dass wir schon damit rechnen, dass die Lage mindestens auch noch in den frühen Morgenstunden nicht beendet sein wird. Sich über die Nacht zieht", sagte James Klein vom Pressedienst der Feuerwehr am Donnerstagnachmittag.

Der Brand breite sich innerhalb des Sperrkreises der Feuerwehr nach Südwesten aus. "Wir hatten zuerst ein Feuer am Sprengplatz, das hat sich auf drei, vier Feuer erweitert", sagte Klein. "Wenn man jetzt sich die Drohnen- und Hubschrauberbilder anguckt, haben wir da mehrere Glutnester, die noch zu den drei, vier dazugekommen sind. Das Feuer bewegt sich in den Südwesten (...) und da sind überall kleinere Glutnester." Die Riegelstellung können aber gehalten werden. "Da ist das Feuer noch nicht rüber gekommen." Rund um den Sprengplatz wurde im Umkreis von rund 1.000 Metern eine Sicherheitszone eingerichtet. Um und auf dem Platz brennt es seit den frühen Morgenstunden.

Dunkle Rauchsäulen steigen über der Berliner Avus an der Abfahrt Hüttenweg in den Himmel. Durch einen Waldbrand im Grunewald sind Bahnlinien und Autobahnen in unmittelbarer Nähe gesperrt.
Dunkle Rauchsäulen steigen über der Berliner Avus an der Abfahrt Hüttenweg in den Himmel. Durch einen Waldbrand im Grunewald sind Bahnlinien und Autobahnen in unmittelbarer Nähe gesperrt. © dpa/Wolfgang Kumm

16.38 Uhr: Evakuierungen wegen des Brandes in Berlin wohl nicht nötig

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sieht trotz des anhaltenden Brandes im Grunewald keine Notwendigkeit für Evakuierungen. "Es ist kein Personenschaden zu beklagen", sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag nach einem Besuch an der Brandstelle. "Es gibt keine Notwendigkeit für eine Evakuierung von Bevölkerung", sagte sie. "Das haben wir in Brandenburg ja anders erlebt, wo ganze Dörfer evakuiert werden mussten. Das ist hier nicht der Fall, weil hier im Umkreis von zwei Kilometern niemand wohnt."

Giffey sagte, bei dem Brand im Grunewald handele es sich um ein Ereignis, das in der Berliner Nachkriegsgeschichte einmalig sei. Die Regierende Bürgermeisterin hatte ihren Urlaub unterbrochen, um sich im Grunewald selbst ein Bild von der Lage zu machen. Dort brennt es auf und rund um den Sprengplatz der Berliner Polizei seit den frühen Morgenstunden. Die Brandursache ist noch unklar.

16.20 Uhr: Heißer Donnerstag mit etwa 37 Grad: Teils Tagesrekorde gebrochen

Die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben am Donnerstag ordentlich schwitzen müssen. Die Temperaturen waren länderübergreifend zumeist bei deutlich über 30 Grad, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes auf Anfrage mitteilte. Manchenorts wurden die Tagesrekorde für einen 4. August gebrochen. In Jena wurden am Nachmittag 37,6, in Tegkwitz (Landkreis Altenburger Land) 37,1 und in Dresden 36,9 Grad registriert. Bis zum Abend könnte die Temperaturen aber noch um wenige Zehntel ansteigen, betonte der Wetterexperte.

13.35 Uhr: Zahl der Badetoten in Sachsen deutlich gesunken

Deutlich weniger Menschen sind in den ersten sieben Monaten beim Baden in Sachsen ertrunken als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Zwischenbilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervor, die am Donnerstag veröffentlich wurde. Während 2021 in den ersten sieben Monaten noch 18 Todesfälle registriert wurden, waren es bis Ende Juli dieses Jahres 13 Menschen, die ertrunken sind. Demnach passieren viele Unfälle entweder in Flüssen oder Seen.

Bundesweit ertranken laut DLRG bis Ende Juli dieses Jahres mindestens 199 Menschen in deutschen Gewässern. In der gleichen Zeit waren es im Vorjahr 184 Badetote. Die DLRG rät daher zur Vorsicht und Rücksichtnahme beim Baden.

12.55 Uhr: Feuer im Berliner Grunewald breitet sich unkontrolliert aus

Beim Brand im Berliner Grunewald hat die Feuerwehr eigenen Angaben zufolge drei bis vier Glutnester aus der Luft identifiziert. "Wir können diese aber noch nicht bekämpfen, da sie in diesem Gefahrenbereich liegen", sagte ein Feuerwehrsprecher dem Sender n-tv. Wegen Explosionsgefahr hat die Feuerwehr einen Sperrkreis von rund 1.000 Meter um den Brandort gezogen. Rings um diesen Radius sei inzwischen eine Wasserversorgung hergestellt. Sollten sich die Flammen diesen Bereichen annähern, könnten sie schnell bekämpft werden.

Der Radius könne noch bis über den Mittag hinaus, möglicherweise sogar bis zum Abend bestehen bleiben, hieß es. Auslöser des Brandes soll am frühen Donnerstagmorgen eine Explosion auf einem Sprengplatz der Polizei im Grunewald gewesen sein. Laut Feuerwehr werden dort unter anderem Kampfmittelmunition und Feuerwerkskörper gelagert. Ein Räumpanzer der Bundeswehr sowie ein Roboter könnten sich bald dem Sprengplatz nähern und sollen den Einsatzkräften vom Boden aus einen besseren Überblick verschaffen.

Rauch steigt im Berliner Grunewald auf.
Rauch steigt im Berliner Grunewald auf. © dpa

12.27 Uhr: Aufatmen am Wochenende: Extreme Hitze ist vorerst vorbei

Das extreme Schwitzen hat langsam in Deutschland zumindest ein vorläufiges Ende. Die Temperaturen rutschen spätestens am Samstag überall unter die 30-Grad-Marke, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Donnerstag mitteilte. In der kommenden Woche käme die Hitze wohl erneut zurück, nach aktuellem Stand werde es aber nicht ganz so heiß wie in dieser Woche.

Am Freitag zieht eine Kaltfront ein und sorgt zumindest im Nordwesten für einen deutlichen Temperaturrückgang auf 20 bis 25 Grad. Ansonsten wird es vor allem von Baden-Württemberg und Bayern bis nach Sachsen und in die Lausitz noch einmal schwül-heiß mit 30 bis 35 Grad. Zum Teil gibt es heftige Gewitter, auch Unwetter sind möglich.

Am Samstag hat sich die extreme Hitze überall in Deutschland verabschiedet, die Temperaturen liegen zwischen 20 und 28 Grad. Dazu wird es recht freundlich mit einem Mix aus Sonnenschein und einigen Quellwolken. Schauer und Gewitter gibt es nur noch an den Alpen und an der Nordsee. Mit dem ruhigen Sommerwetter geht es am Sonntag weiter.

8.40 Uhr: Waldbrandwarnstufe 5: Dresdner Wälder dürfen nicht mehr betreten werden

Die Wälder im Norden Sachsens sind knochentrocken. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Waldbrandgefahr für Dresden am Donnerstag auf sehr hoch heraufgesetzt und die höchste Waldbrandwarnstufe 5 ausgerufen. Um Feuer, insbesondere in den Wäldern zu verhindern, greift somit die nächste Stufe des Waldbetretungsverbotes in Dresden.

Das freie Betreten des Waldes im Territorium der Landeshauptstadt sei untersagt, heißt es. Das schließe das Betreten der nichtöffentlichen Waldwege und der zum Reiten ausgewiesenen und gekennzeichneten Wege ein. Außerdem ist das Parken außerhalb von ausgewiesenen Parkflächen verboten. Offiziell als Wald deklariert sind unter anderem die komplette Dresdner Heide, der Zschonergrund, der Kaitzgrund oder der Cossebauder Park.

6.45 Uhr: Sehr heißer und sonniger Donnerstag in Sachsen erwartet

Die Menschen in Sachsen müssen sich auf einen sehr heißen Donnerstag einstellen. Es wird eine starke Wärmebelastung erwartet, wie der DWD am Donnerstag mitteilte. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 35 und 37 Grad, in den höheren Lagen zwischen 29 und 34 Grad. Der Tag soll laut DWD sonnig mit nur wenigen Wolken werden. In der Nacht zum Freitag liegen die Temperaturen zwischen 22 und 18 Grad. Es werde klar oder gering bewölkt und trocken.

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Donnerstag, 4. August, 5.50 Uhr: Heißester Tag der Woche

Deutschland steht an diesem Donnerstag der heißeste Tag der Woche bevor. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes erreichen die Temperaturen lokal bis zu 39 Grad. Die höchsten Werte seien in Südwestdeutschland und in der südlichen Mitte zu erwarten, heißt es beim DWD. Vor allem im Oberrheingraben warnen die Meteorologe vor teils "extremer Wärmebelastung".

Im äußersten Westen und Nordwesten bleibt es mit 27 bis 32 Grad laut den Vorhersagen etwas kühler. Im Nordwesten sind außerdem Unwetter möglich. Dabei besteht örtlich Gefahr von Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen.

Und wie geht man am besten mit der Hitze um? Wichtig ist es, ausreichend zu trinken und direkte Sonne sowie körperliche Anstrengungen zu vermeiden, wie Experten betonen. Auch soll die eigene Wohnung möglichst kühl gehalten werden.

Der bislang heißeste Tag des Jahres wird der Donnerstag aber vermutlich nicht werden. So waren etwa im Juli in Hamburg-Neuwiedenthal 40,1 Grad gemessen worden. "Der Donnerstag wird zwar heiß, aber es sieht nicht danach aus, dass wir die 40-Grad-Marke knacken", sagte ein DWD-Meteorologe.

Der Hitzerekord für Deutschland liegt bei 41,2 Grad und wurde am 25. Juli 2019 in Nordrhein-Westfalen ermittelt.

20.34 Uhr: In Dresden war es am Mittwoch besonders heiß

Dresden hat am Mittwoch die sachsenweit höchsten Temperaturen gemeldet. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Abend in einer vorläufigen Statistik mitteilte, wurden an der Station Dresden-Hosterwitz im Südosten der Stadt 34,9 Grad Celsius gemessen. Allerdings ist das dort nicht der höchste Wert für einen 3. August, denn im Jahr 1963 betrug die Temperatur an der Station sogar 35.7 Grad. An einen Rekord kommt der heute gemessene Wert ohnehin nicht heran: Am 20. August 2012 wurden in Hosterwitz sogar 39,8 Grad gemessen.

Ebenfalls mehr als 34 Grad meldete der DWD am Mittwoch an den Stationen Dresden-Strehlen (34,8), Klitzschen bei Torgau (34,8), Hoyerswerda (34,7), Garsebach bei Meißen (34,3), Bad Muskau (34,2) und Oschatz mit 34,0. Zum Vergleich: Auf dem Fichtelberg waren es am Mittwoch vergleichsweise kühle 24,9.

15.40 Uhr: Hitze bis 37 Grad in Sachsen - Kurze Abkühlung am Wochenende

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird es bis Donnerstag wieder richtig heiß - am Wochenende können sich die Menschen aber auf eine kurze Abkühlung freuen. Bis dahin gebe es in Mitteldeutschland trockenes Sommerwetter mit hohen Temperaturen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig am Mittwoch. Bereits am Mittwoch wurde demnach an vielen Orten die 30-Grad-Marke geknackt. Am Donnerstag würden die Temperaturen noch weiter ansteigen bis auf 35 Grad, vereinzelt sogar bis auf 37 Grad - laut DWD der heißeste Tag in dieser Woche.

Am Freitag bringe eine Front aus Westeuropa deutliche Abkühlung in Form von Wolken und Regen. Auch Gewitter seien möglich, sagte der Meteorologe. Am Freitag könnten die 30 Grad nochmal überschritten werden, am Samstag liege die Höchsttemperatur bei 23 bis 25 Grad. Am Sonntag solle sie 24 bis 27 Grad erreichen. Die Verschnaufpause ist aber laut DWD wohl nur von kurzer Dauer: In der kommenden Woche steigen die Temperaturen wieder langsam an. Zum Wochenende hin gebe es wieder die Aussicht auf heiße Tage, sagte der Meteorologe.

14.50 Uhr: Waldexperte: In Städten wegen Hitze mehr Bäume pflanzen

Um die Folgen von Hitze und Dürre abzumildern, empfiehlt der Waldexperte Somidh Saha in deutschen Städten mehr Bäume zu pflanzen. Mit zunehmender Begrünung sinke die Lufttemperatur während der Hitzewellen, sagte der Experte vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) am Mittwoch in Karlsruhe. Vor allem in der Nacht und am frühen Morgen senkten Bäume und Wälder in der Stadt die Temperatur erheblich.

Das kühlende Potenzial von Bäumen konnten Saha und andere Forschende im Projekt "GrüneLunge" nachweisen. Neben dem klimaregulierenden Effekt tragen Bäume demnach dazu bei, Luftverunreinigungen zu reduzieren und die Bodenerosion zu verringern. Ihre Fähigkeit einen Boden zu formen, der viel Wasser aufnehmen kann, helfe auch dabei, Starkregenereignisse abzufedern.

Das Karlsruher Institut für Technologie empfehle deshalb, die Zahl der Bäume in der Stadt zu erhöhen: "Vor allem in der Nähe von gefährdeten Infrastrukturen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kindergärten, Schulen und Kindertagesstätten sollten wir mehr Bäume pflanzen", sagte der Forschungsgruppenleiter, der am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) arbeitet. "Außerdem müssen wir natürlich den vorhandenen Baumbestand schützen und erhalten. Bäume sind ein Schutzschild gegen Klimawandelfolgen in der Stadt", so Saha.

Allerdings habe die Forschung von "GrüneLunge" auch gezeigt, dass wiederkehrende Dürreereignisse der Gesundheit von Bäumen in der Stadt inzwischen erheblichen Schaden zugefügt haben. Wie man am effektivsten gegensteuere, sei bislang aber noch nicht ausreichend geklärt. Als technische Sofortmaßnahme empfehlen Saha und die Kollegen von "GrüneLunge" den Städten, intelligente Netzwerke aus Sensoren zur Überwachung der Bodenfeuchtigkeit aufzubauen. Mit diesen ließe sich die Bewässerung von Stadtbäumen optimieren.

12.30 Uhr: Fast 40 Grad im Südwesten - Tropische Nächte und Unwetter möglich

Es wird noch heißer in Deutschland: Am Donnerstag erreichen die Temperaturen bis zu 39 Grad, "was gleichzeitig aber auch schon den Höhepunkt der Hitzewelle markiert", sagte Meteorologe Tobias Reinartz vom Deutschen Wetterdienst am Mittwoch. Teils schwere Gewitter können am Donnerstag und Freitag vorübergehend Abkühlung bringen, es bleibt dann aber weiter vielerorts sommerlich warm.

Für Donnerstag warnte der DWD vor starker und im Oberrheingraben teils extremer Wärmebelastung. Die Experten empfehlen, ausreichend zu trinken, direkte Sonne und körperliche Anstrengungen zu vermeiden und die eigene Wohnung kühl zu halten.

Laut Prognosen kann es am Donnerstag im Westen und Nordwesten lokal unwetterartige Schauer und Gewitter geben. Dabei besteht örtlich Gefahr von Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Ansonsten gibt es viel Sonnenschein bei allenfalls harmlosen Quellwolken.

Höchsttemperaturen liegen im Nordwesten und in Ostseenähe bei 25 bis 32 Grad, sonst wird es dem DWD zufolge sehr heiß bei 32 bis 39 Grad - mit den höchsten Werten im Südwesten und in der südlichen Mitte.

Am Freitag zeigt sich der Himmel in einem breiten Streifen vom Südwesten bis in den Nordosten stark bewölkt. Dann kann es zu teils kräftigen Schauern und Gewittern kommen, die sich allmählich südostwärts verlagern. Im Südosten startet der Tag anfangs oft noch sonnig, später steigt das Gewitterrisiko mit lokaler Unwettergefahr.

Im Nordwesten lockert der Himmel dagegen zunehmend auf mit teils längeren sonnigen Abschnitten, nur in Nordseenähe kann es Schauer geben. Die Höchstwerte liegen in der Nordwesthälfte bei 20 bis 28 Grad, in der Südosthälfte wird es nochmal heiß bei 29 bis 35 Grad.

"Am Samstag räumen Schauer und Gewitter dann auch im Süden und Südosten die heiße Luft aus. Es bleibt dort mit 25 bis 30 Grad aber sommerlich warm", sagte Meteorologe Reinartz. Im Norden bleibe es dagegen kühler. Dank Hoch Oskar beruhige sich das Wetter: "Somit wird auch der Sonntag und der Beginn der neuen Woche ruhig, zunehmend auch im Norden wieder sommerlich warm und insgesamt leider wohl auch weitestgehend trocken verlaufen."

11.30 Uhr: Waldbrand in Sächsischer Schweiz unverändert

Beim Waldbrand in der Sächsischen Schweiz ist die Lage unverändert ernst. Es gebe weder positive noch negative Veränderungen, teilte der Sprecher des Landratsamts Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Thomas Kunz, am Mittwoch mit. "Die Brände befinden sich in einem relativ kontrollierbaren Bereich." Die Entwicklung sei abhängig von der Wetterlage. Die Feuerwehr bekämpfe weiterhin das Bodenfeuer und ziehe Gräben, sagte Kunz.

Mittwoch, 9.20 Uhr: Lage nach Großbrand im Süden Brandenburgs: ruhig und kontrolliert

Nach dem einwöchigen Großbrand im Süden Brandenburgs hat sich die Lage vor Ort beruhigt. Wie ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwochmorgen sagte, wird das Gebiet im Elbe-Elster-Kreis noch regelmäßig von Einsatzkräften der Verbandsgemeinde Liebenwerda überwacht. Die Lage werde beobachtet, noch warme Stellen kontrolliert. Bisher sei kein neuer Einsatz erforderlich gewesen. Wie sich die Lage weiter entwickeln werde, hängt auch vom Wetter in den nächsten Tagen ab, so der Sprecher.

Das Feuer war am Montag vergangener Woche ausgebrochen und hatte sich schnell auf rund 800 Hektar ausgebreitet - eine Fläche etwa viermal so groß wie Monaco. Am Dienstag hatte die Feuerwehr mitgeteilt, dass der Brand gelöscht ist.

In Cottbus brannte in der Nacht zum Mittwoch eine 2.400 Quadratmeter große Waldfläche, wie der Sprecher weiter mitteilte. Hier konnten Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr die Flammen aber schnell unter Kontrolle bringen. Verletzt worden sei durch das Feuer niemand. Nach zweistündigen Löscharbeiten konnte der Einsatz abgeschlossen werden, eine Brandwache sei nicht vonnöten gewesen. Zur Brandursache ermittelt nach Angaben des Feuerwehrsprechers die Polizei.

Dienstag, 13.42 Uhr: Dresden warnt vor Baden in Springbrunnen

Die Stadt Dresden hat davor gewarnt, sich bei Hitze in Springbrunnen zu erfrischen. Dies sei nicht nur gefährlich, sondern auch verboten, teilte die Stadt am Dienstag mit. Das Brunnenwasser sei ungesund, da es in der Regel nur umgewälzt und kaum gefiltert werde.

13.19 Uhr: Wegen Waldbränden: Bundespolizei 190 Stunden in der Luft im Einsatz

Die Bundespolizei hat in den zurückliegenden Monaten nach eigenen Angaben bereits 190 Stunden lang Wald- und Heidebrände aus der Luft bekämpft. Mit Hubschraubern und auch Wasserwerfern unterstützten die Kräfte die Feuerwehren in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen, wie das Bundespolizeipräsidium in Potsdam am Dienstag mitteilte. Die meisten Einsätze wurden demnach mit 130 Stunden im Juli geflogen.

Es seien dabei Hubschrauber mit einem Fassungsvermögen von bis zu 680 Litern abgehoben, aber auch größere Transporthubschrauber, die bis zu 2000 Liter aufnehmen können. Insgesamt wurden bislang bei 1519 Abwürfen rund 2,54 Millionen Liter Wasser zur Brandbekämpfung eingesetzt. Allein im Juli waren es rund zwei Millionen Liter Wasser.

So war die Bundespolizei unter anderem Anfang Juli vier Tage zeitweilig mit drei Hubschraubern bei einem Waldbrand in der Lieberoser Heide im Süden Brandenburg im Einsatz. Die zum Teil hohe Munitionsbelastung auf Flächen erschwerte die Arbeit der Kräfte am Boden, so dass die Hubschrauber aus der Luft halfen.

Auch bei einem Waldbrand in Sundern in Nordrhein-Westfalen am 20. Juli flog die Polizei Löscheinsätze gegen die Flammen. Zur Unterstützung der Feuerwehren beim großen Waldbrand im Elbe-Elster-Kreis an der Grenze zu Sachsen kamen ein Löschhubschrauber und vier Wasserwerfer zum Einsatz, die mit insgesamt mehr als 600 000 Liter Löschwasser die Flammen bekämpften.

Der in diesem Jahr bislang größte Unterstützungseinsatz der Bundespolizei läuft noch aktuell in der Sächsischen Schweiz bei Schmilka. Vier Hubschrauber seien zur Unterstützung des Landes Sachsen im Einsatz. Das Einsatzgebiet im Elbsandsteingebirge ist für die Einsatzkräfte am Boden teilweise nur schwer zu erreichen. Die Unterstützung aus der Luft ist damit in vielen Bereichen die einzige Option, um überhaupt das Feuer löschen zu können.

12.26 Uhr: Großbrand im Süden Brandenburgs gelöscht - Brandwache bleibt

Gut eine Woche nach dem Ausbruch des Waldbrandes im Süden Brandenburgs ist das Feuer gelöscht. Das teilte der stellvertretende Feuerwehrchef der Verbandsgemeinde Liebenwerda, Martin Neumann, am Dienstag mit. Die großen Löschmaßnahmen im Gebiet Kölsa-Rehfeld im Elbe-Elster-Kreis an der Grenze zu Sachsen seien beendet. Herausforderung sei jetzt, die vom Feuer betroffenen Flächen an die mehr als 60 Eigentümer zu übergeben, sagte Neumann.

Deshalb übernehme die Verbandsgemeinde noch bis Mittwoch die Brandwache. Am Mittwoch ist ihm zufolge eine zentrale Veranstaltung für die Waldbesitzer geplant, auf der die Waldflächen an sie übergeben werden. Sie übernehmen dann auch die Brandwache.

Das Feuer war am vergangenen Montag ausgebrochen und hatte sich schnell auf rund 800 Hektar ausgebreitet - eine Fläche etwa viermal so groß wie Monaco. Bundeswehr, Polizei, THW und und Feuerwehrleute aus zahlreichen Landkreisen Brandenburgs hatten gegen die Flammen gekämpft. Unterstützt wurden sie von Kräften aus vier Bundesländern.

Sorgen macht den Einsatzkräften die Wetterprognose für die kommenden Tage. Der Deutsche Wetterdienst hat für diesen Mittwoch Höchstwerte zwischen 32 und 34 Grad und eine starke Wärmebelastung angekündigt. Am Donnerstag soll es bis zu 37 Grad heiß werden.

"Wir sind gerade mit der Instandsetzung der Technik beschäftigt, um wieder einsatzbereit zu sein", berichtete Neumann. Nach Angaben des stellvertretenden Waldbrandschutzbeauftragten Philipp Haase soll bereits an diesem Mittwoch für einige Landkreise Brandenburgs die höchste Waldbrandgefahrenstufe fünf gelten, am Donnerstag dann in nahezu allen Kreisen.

Dienstag, 8.25 Uhr: Lage im Waldbrandgebiet in Südbrandenburg beruhigt sich weiter - Brandgefahr steigt wieder an

Die Lage im Waldbrandgebiet im Elbe-Elster-Kreis hat sich vorerst entspannt. Wie ein Sprecher der Lausitzer Feuerwehr am Dienstagmorgen sagte, sind keine weiteren Feuer ausgebrochen. Langsam sei auch eher mit einem Abschluss als einem erneuten Aufflammen zu rechnen, sichere Prognosen könne man aufgrund der anhaltend dynamischen Lage, aber nicht machen, so der Sprecher.

Der Landkreis hatte die Einsatzleitung bei der Bekämpfung des Großbrandes am Montag an die Verbandsgemeinde Liebenwerda übertragen und damit die sogenannte Großschadenslage aufgehoben. Die externen Brandschutzeinheiten seien nicht mehr vor Ort und die Bewachung des Brandgebiets obliege nun Einsatzkräften aus dem Elbe-Elster-Kreis, so der Feuerwehrsprecher. Das Feuer war vor gut einer Woche ausgebrochen und hatte schnell eine Fläche von rund 800 Hektar erfasst.

Einen Waldbrand in Großräschen (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) östlich vom Elbe-Elster-Kreis bekam die Feuerwehr am Montagabend schnell unter Kontrolle. Ein etwa 1.500 Quadratmeter großes Feuer hatte gebrannt, wie der Feuerwehrsprecher sagte. Nach zwei Stunden waren die Löscharbeiten demnach beendet.

Schon ab Mittwoch könnte die Waldbrandgefahr aber wieder steigen. Dann beginnt voraussichtlich die nächste Hitze-Periode. Der Deutsche Wetterdienst erwartet Temperaturen von deutlich über 30 Grad - auch in Brandenburg und Sachsen. In Kombination mit der anhaltenden Trockenheit wird für einige Landkreise die höchste Waldbrandstufe fünf erwartet, wie der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte Philipp Haase gesagt hatte. Ab Donnerstag gilt dann wieder für fast alle Landkreisen die höchste Waldbrandgefahr.

Montag, 1. August, 15.36 Uhr: Noch etwa 100 Einsatzkräfte im Waldbrandgebiet Elbe-Elster

Die örtlichen Einsatzkräfte im brandenburgischen Kreis Elbe-Elster sehen die weitere Bekämpfung des großen Waldbrandes in Kölsa-Rehfeld als machbare Aufgabe. "Nach unserer Einschätzung ist die Lage soweit entspannt, dass sie für uns als örtlicher Träger des Brandschutzes auch wieder stemmbar ist", sagte der stellvertretende Wehrführer der Verbandsgemeinde Liebenwerda, Martin Neumann, der Deutschen Presse-Agentur am Montag. An Erfahrung fehle es nicht, die regionalen Kräfte seien in den vergangenen Tagen Teil der Einsatzleitung gewesen und hätten mit Ortskenntnis und Beratung unterstützt, betonte Neumann. Unterstützt werden die Kräfte bei der Brandbekämpfung vor Ort von Feuerwehrleuten aus dem gesamten Kreis.

Die Bekämpfung des großen Waldbrandes geht seit diesem Montag mit etwa 100 regionalen Einsatzkräften weiter. Die sogenannte Großschadenslage für Kölsa-Rehfeld wurde aufgehoben, der Landkreis hat die Zuständigkeit an die Verbandsgemeinde Liebenwerda übergeben. Nach Angaben des stellvertretenden Wehrführers soll die Zahl der Einsatzkräfte im Laufe des Tages auf 80 heruntergefahren werden, in der Nacht würden etwa 30 Feuerwehrleute die Brandwache übernehmen.

11.45 Uhr: Die nächste Hitzewelle naht - Abkühlung ist nur vorübergehend

Wer am Montag bei etwas frischerer Luft tief durchgeatmet und alle Fenster aufgerissen hat, sollte die Abkühlung genießen, so lange sie andauert. Denn nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist die nächste Hitzewelle bereits absehbar.

In der Nacht zum Dienstag gibt es zwar Schauer und Gewitter das Sagen, die im Süden zahlreicher auftreten dürften. Dabei ist lokal auch Starkregen möglich. Doch bereits am Dienstag wird es dann in vielen Teilen Deutschlands wieder deutlich wärmer mit Höchsttemperaturen zwischen 28 und 33 Grad.

Ausgenommen ist der Norden, wo die Höchstwerte zwischen 21 und 26 Grad liegen. Nur zwischen Alpen und dem Bayerischen Wald entwickeln sich noch einige Schauer oder Gewitter. Angesichts der vorangegangenen Abkühlung bleiben die Nächte ohne "tropische" Temperaturen im Bereich von 13 bis 18 Grad.

Am Mittwoch und Donnerstag erwarten die Meteorologen reichlich Sonnenschein bei 27 bis 36 Grad am Mittwoch und 29 bis 39 Grad am Donnerstag. Besonders in den Ballungszentren könnten die Temperaturen auch nachts nicht tiefer als 20 Grad sinken, sonst dürfen die Nachttemperaturen 16 bis 19 Grad betragen.

10.03 Uhr: Polizei: Feuerwehreinsatz im Landkreis Nordsachsen beendet

Nach dem Regen hat sich das Brandgeschehen in Arzberg im Landkreis Nordsachsen deutlich entspannt. "Der Feuerwehreinsatz konnte gestern beendet werden und auch unsere Unterstützungskräfte wurden aus dem Einsatz entlassen", teilte die Polizei am Montagmorgen über Twitter mit. Die LVZ hatte bereits gestern davon berichtet (siehe Eintrag von Sonntag, 17.07 Uhr)

9.40 Uhr: Kreis Elbe-Elster hebt Großschadenslage auf

Der Verwaltungsstab des Landkreises Elbe-Elster hat am Morgen die Großschadenslage aufgehoben. Die Lage im Waldbrandgebiet bei Falkenberg sei nach einer Woche stabil, berichtet der Sender RBB online. Die Bundesstraße 183 soll heute wieder geöffnet werden. Die Straße tagelang zwischen Kötten und Marxdorf gesperrt, damit Einsatzfahrzeuge besser durchkommen. Auch das Gewerbegebiet Lönnewitz ist wieder zugänglich, hieß es.

7.40 Uhr: Löscharbeiten im Waldbrandgebiet bei Falkenberg dauern an

Eine Woche nach dem Ausbruch des Waldbrandes im Elbe-Elster-Kreis gehen die Löscharbeiten weiter. Wie ein Sprecher der Feuerwehr am Montagmorgen sagte, sind derzeit etwa 200 Einsatzkräfte vor Ort. Die Hitzeentwicklung im Boden sei weiterhin zu beobachten, letzte Glutnester müssten ausfindig gemacht und gelöscht werden. Das Gebiet an der Grenze zu Sachsen solle weiter "engmaschig" kontrolliert werden, hatte der Landkreis am Sonntagabend mitgeteilt.

Die B183 bleibt nach Angaben der Leitstelle Lausitz zunächst noch gesperrt. Es sei allerdings möglich, dass die Entwicklungen im Laufe des Tages eine Aufhebung der Sperrung erlaube.

Montag, 1. August, 5.40 Uhr: Lage im Waldbrandgebiet in Brandenburg ist stabil

Fast eine Woche nach Ausbruch eines Waldbrandes im Süden Brandenburgs schätzen die Behörden die Lage als stabil ein. Sie habe sich weiter entspannt, teilte der Landkreis Elbe-Elster am Sonntagabend in Herberg (Elster) mit. Wie der Tagesspiegel berichtet, werden vorhandenen Glutnester separat bekämpft. Ein Löschhubschrauber der Bundeswehr sei bereits seit Samstag nicht mehr im Einsatz.

Die sogenannte Großschadenslage, mit denen Einsatzkräfte aus anderen Gebieten angefordert werden können, bleibt weiter bestehen. Sorgen macht den Kräften vor Ort in Kölsa-Rehfeld die Wetterprognose für die kommenden Tage, die eine hohe Waldbrandgefahr sieht.

Sonntag, 17.07 Uhr: Waldbrand an der Grenze zu Nordsachsen offenbar gelöscht

Waldbrand an der Grenze zu Nordsachsen ist offenbar gelöscht. Wie die LVZ berichtet, hat der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus Bechstedt gegenüber der Zeitung gesagt: „Wir ziehen ab. Um 19 Uhr wollen wir die B183 wieder freigeben. Wir haben Freunde am Himmel. Für die nächsten vier Wochen war kein Regen angekündigt. Und dann gestern der ersehnte Platzregen genau dort, wo er gebraucht wurde. Alle Glutnester wurden gelöscht. Alle Einsatzkräfte werden abgezogen. Nur noch die Freiwillige Feuerwehr Arzberg bleibt im Einsatz.“

15.30 Uhr: Mann soll Feuer im Süden Brandenburgs gelegt haben

Im Süden Brandenburgs hat die Polizei einen 36-Jährigen festgenommen, der mehrere Brände in einem Wald bei Rothstein gelegt haben soll. Ein Zeuge hatte den Mann am Samstag beobachtet, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Er stehe im Verdacht, an insgesamt vier Stellen in einem Umkreis von etwa 500 Metern gezündelt zu haben. Weil diese frühzeitig entdeckt wurden, habe die Feuerwehr eine größere Ausbreitung der Brände verhindern können. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Bei der Suche nach dem mutmaßlichen Brandverursacher kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren.

Rothstein, ein Ortsteil der Stadt Uebigau-Wahrenbrück, liegt etwa 20 Kilometer vom aktuellen Waldbrandgebiet Kölsa-Rehfeld entfernt.

13.15 Uhr: Regen hilft etwas bei Bekämpfung von Waldbränden in Brandenburg

Die Gefahr im Waldbrandgebiet im Süden Brandenburgs ist auch am siebten Tag nach Ausbruch des Feuers nicht gebannt. Die Einsatzkräfte im Elbe-Elster-Kreis wurden nach Angaben des Landkreises von 160 auf 250 aufgestockt. Sie kämpfen weiter auf 500 Hektar gegen Glutnester. Die Feuerwehren befürchten seit Tagen ein Aufflammen des Feuers. Etwas Hilfe brachte Regen, der den Boden etwa fünf Zentimeter tief durchfeuchtete, wie der Verwaltungsstab des Landkreises am Sonntagvormittag mitteilte. Die Niederschläge zeigten gleichzeitig heiße Stellen an den Randgebieten, weil sich dort besonders starker Qualm entwickelte.

Der Waldbrand unweit der sächsischen Grenze war am Montag ausgebrochen und hatte sich schnell auf rund 800 Hektar ausgebreitet - eine Fläche etwa vier Mal so groß wie Monaco.

Feuerwehrleute aus der Uckermark im Norden des Landes unterstützten am Sonntag bei der Brandbekämpfung. Zudem hat das Technische Hilfswerk des Ortsverbandes Berlin Steglitz-Zehlendorf den Einsatz von Drohnen mit Thermalkameras übernommen, die Temperaturen in tieferen Schichten des Bodens untersuchen sollen.

Auch der Wegebau im Waldbrandgebiet kommt voran. Bisher wurden weiteren Angaben zufolge neun Kilometer Weg für ein ungehindertes Vorankommen an mögliche Brandstellen geschaffen. Die Bundeswehr hilft weiterhin am Boden, unter anderem mit zwei Pionierpanzern und vier Löschfahrzeugen. Zwei Wasserwerfer der Polizei sowie vier Wasserwerfer der Bundespolizei sollen zum Einsatz kommen und auf der Fläche den Boden durchfeuchten und Glutnester unschädlich machen.

10.40 Uhr: THW sorgt für Wasser in sächsischen Waldbrandgebieten

Das Technische Hilfswerk (THW) sorgt in den sächsischen Waldbrandgebieten für ausreichend Löschwasser. Wie das THW am Sonntag mitteilte, wird das Wasser für den Einsatz in Arzberg (Landkreis Nordsachsen) über eine Strecke von 5,3 Kilometer aus der Elbe gepumpt.

"Am Ende der Strecke wird das Wasser aus einem Pufferbecken durch die Feuerwehr mittels Tanklöschfahrzeugen entnommen werden. Das Pufferbecken kann bei Bedarf ebenfalls zum Nachfüllen der Helikopter mit Löschwasser verwendet werden", hieß es. Im Elbsandsteingebirge werden Faltbehälter mit einem Fassungsvermögen von 24.000 Litern befüllt. In beiden Brandgebieten war das THW bislang mit rund 200 Leuten im Einsatz.

Ein Hubschrauber schöpft Wasser aus einem Faltbehälter.
Ein Hubschrauber schöpft Wasser aus einem Faltbehälter. © CTK

Sonntag, 31.Juli, 7.50 Uhr: Feuerwehren fordern Verstärkung bei Waldbränden in Südbrandenburg an

Im Waldbrandgebiet im Süden Brandenburgs haben die Einsatzkräfte Verstärkung angefordert. Weil Sommer-Temperaturen ohne nennenswerten Niederschlag vorhersagt seien, seien weitere Brandschutzeinheiten aus dem Land angefordert worden, teilte der Landkreis Elbe-Elster am Samstagabend in Herzberg (Elster) mit. "Diese Situation birgt das Risiko aufflammender Feuer." Am Abend waren demnach noch 160 Einsatzkräfte vor Ort. Die Arbeit sollte auch in der Nacht zum Sonntag fortgesetzt werden.

Den Angaben zufolge flog ein Hubschrauber über das betroffene Gebiet, "um die kritischen Brandstellen und Brandnester zu dokumentieren". Zudem seien Drohen im Einsatz gewesen, um Feuerwehrleute zielgerichtet zu Glutnestern schicken zu können. Die Feuerwehren befürchten seit Tagen ein Aufflammen des Feuers.

Die sogenannte Großschadenslage bleibt auch am Sonntag bestehen, wie der Landkreis weiter mitteilte. Damit ist es möglich, Einsatzkräfte aus anderen Gebieten um Unterstützung zu bitten, weil eigene Kräfte die Lage allein nicht bewältigen können. Zudem bleibe die Bundesstraße 183 zwischen Beilrode und Marxdorf weiter gesperrt.

17.08 Uhr: Kretschmer besucht Waldbrandgebiet in Nordsachsen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat den Menschen in den von Waldbränden betroffenen Gebieten des Freistaates Hoffnung gemacht. "Wir halten hier zusammen. Wir werden diese schwere Krise meistern", sagte er am Samstagnachmittag bei einem Besuch in Arzberg (Landkreis Nordsachsen). In dem an Brandenburg angrenzenden Gebiet hatte sich die Lage am Samstag anders als bei dem Feuer in der Sächsischen Schweiz bereits entspannt. Mehr dazu im Artikel Kretschmer: "Wir werden diese schwere Krise meistern"

Michael Kretschmer bei seinem Besuch der Einsatzkräfte in Nordsachsen
Michael Kretschmer bei seinem Besuch der Einsatzkräfte in Nordsachsen © dpa/ Sebastian Kahnert

16.00 Uhr: Großschadenslage in Brandenburg bleibt bestehen

Im Waldbrandgebiet im brandenburgischen Elbe-Elster-Kreis kämpfte die Feuerwehr auch am Samstag auf einer Fläche von 500 Hektar - vor allem gegen einzelne Glutnester, die gelöscht werden mussten. Der Waldbrand im Süden des Landes an der sächsischen Grenze war am Montag ausgebrochen und hatte sich schnell auf rund 800 Hektar ausgebreitet.

Ein vom Deutschen Wetterdienst angekündigter Regen für die Lausitz, auf den die Einsatzkräfte gehofft hatten, ist in dieser Region ausgeblieben. Die sogenannte Großschadenslage bleibt aber weiter bestehen, wie der Landkreis am Nachmittag mitteilte. Damit ist es möglich, Einsatzkräfte aus anderen Gebieten um Unterstützung zu bitten, weil eigene Kräfte die Lage allein nicht bewältigen können. Weitere Brandschutzeinheiten wurden angefordert. Obwohl die Lage im Moment stabil sei, gebe die Wetterprognose für den Anfang der Woche Anlass zur Sorge, hieß es. Es fehle bei hohen Temperaturen Niederschlag.

11.41 Uhr: Ab Dienstag soll es wieder heiß werden

Trocken im Süden, Schauer im Norden: Das Wetter teilt Deutschland am Sonntag in zwei Hälften. Ein Ausläufer des Tiefs "Genoveva" greife ab dem Morgen von Nordwesten her auf Deutschland über, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag in Offenbach mit. Für den Norden bedeute dies zeitweise weiteren Regen, am Abend sind im Westen einzelne Gewitter möglich, wenn auch wenig wahrscheinlich. Im Süden ist es noch trocken und teils sonnig, Schauer und Gewitter kommen hier am Montag an. Im Norden bleibt es zunächst bei 20 bis 25 Grad, am Oberrhein werden es bis 30 Grad.

Der August bringt erneute Hitze, am Dienstag sind am Oberrhein bis zu 33 Grad möglich. "Den aktuellen Modellläufen nach zu urteilen kann der Zustrom heißer Luft noch voraussichtlich bis Donnerstag anhalten. Dann steigt die Temperatur in weiten Teilen Deutschlands wieder auf 30 Grad und mehr", erklärte DWD-Meteorologe Sebastian Schappert. Bis 35 Grad seien in den Flussniederungen des Westens und Südwestens möglich. Abkühlung könne es dann am Donnerstag geben.

10.02 Uhr: Lage in Südbrandenburg entspannt sich

Die Waldbrandsituation an der sächsisch-brandenburgischen Landesgrenze hat sich laut Angaben des Landkreises Elbe-Elster entspannt. Derzeit gehe es auf einer Fläche von 500 Hektar darum, Glutnester abzulöschen, nachdem es immer wieder zu Entzündungen des Feuers gekommen war. Die Einsatzkräfte stehen mit Tanklöschfahrzeugen bereit, um schnell einzugreifen. Zur Verstärkung der Feuerwehr wurden zudem Löschfahrzeuge der Bundeswehr aus der Bereitschaft zurück zum Großbrand Kölsa-Rehfeld beordert. Auch Transporthubschrauber der Bundeswehr stünden weiter in Bereitschaft.

Seit Mitternacht ist auch das Badeverbot für den Kiebitzer aufgehoben. Dort hatten zuletzt Löschhubschrauber Wasser aufgenommen. Dagegen bleibt die Sperrung der Bundesstraße B183 zwischen Beilrode und Marxdorf weiter bestehen.

Samstag, 7.20 Uhr: Landkreis Nordsachsen verhängt Betretungsverbot für Wälder

Wegen der hohen Waldbrandgefahr hat der Landkreis Nordsachsen ein Betretungsverbot für einen Teil der Wälder in seinem Gebiet verhängt. Das Verbot gelte ab diesem Freitag und solle weitere Brände verhindern, teilte die Landkreisverwaltung mit. Betroffen sind den Angaben zufolge alle Flächen des Landkreises auf ostelbischer Seite, darunter unter anderem Gebiete der Gemeinden Arzberg und Beilrode sowie der Stadt Torgau.

Den Angaben zufolge sind seit vergangener Woche mehrere Hundert Feuerwehrleute aus Nordsachsen im brandenburgischen Elbe-Elster-Kreis im Einsatz, um den dort seit Tagen schwelenden Großbrand in den Griff zu bekommen. Das jetzt verhängte Verbot solle die Feuerwehrkräfte entlasten und weitere Brände verhindern, hieß es. "Die Kraft der Kameradinnen und Kameraden ist begrenzt", sagte der Erste Beigeordnete des Landkreises, Eckhard Rexroth, laut Mitteilung. "Jeder vermiedene Waldbrand entlastet die Feuerwehren und trägt dazu bei, ihre Einsatzbereitschaft zu erhalten."

Ausgenommen vom Verbot sind unter anderem Waldbesitzer, Grundstücksbesitzer und Jäger. Allen anderen droht bei Missachtung des Verbots eine Geldbuße in Höhe von bis zu 2.500 Euro.

21.20 Uhr: Leichte Entspannung bei Großbrand im Elbe-Elster-Kreis

Bei der Bekämpfung des großen Waldbrandes im Elbe-Elster-Kreis haben die Einsatzkräfte deutliche Fortschritte erzielt. Das Feuer konnte erfolgreich bekämpft werden, wie Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) am Freitagabend nach einem Besuch vor Ort mitteilte. Er bedankte sich bei allen Helfern für "ihren unerschrockenen Einsatz, Mut und die Hilfsbereitschaft".

Am Abend kämpften nach Angaben des Landkreises noch 250 Feuerwehrleute im Brandgebiet von Kölsa-Rehfeld auf insgesamt rund 430 Hektar vom Boden aus gegen die Flammen. Immer wieder komme es zu kleinen Feuern, die unter Kontrolle gebracht werden müssten, erklärte ein Sprecher. Insgesamt habe sich die Lage jedoch entspannt.

Transporthubschrauber der Bundeswehr stehen nach den Angaben bis einschließlich Sonntag in Bereitschaft, um beim Löschen jederzeit Unterstützung leisten zu können. Das gelte auch für zwei Pionierpanzer und die Löschfahrzeuge der Bundeswehr.

Wegen des Großbrandes hatte der Landkreis für das Naherholungsgebiet Kiebitz ein Badeverbot ausgesprochen, damit Hubschrauber dort Wasser zum Löschen entnehmen konnten. Das Verbot bestehe ab der Nacht zum Samstag nicht mehr, teilte der Landkreis mit.

19.28 Uhr: Kretschmer will am Samstag Waldbrandgebiet in Nordsachsen besuchen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will am Samstag das Waldbrandgebiet in Nordsachsen an der Grenze zu Brandenburg besuchen. Gemeinsam mit Innenminister Armin Schuster wolle er sich am Nachmittag in Arzberg ein Bild von der Lage vor Ort verschaffen, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit.

14.10 Uhr: Sachsen war das zweinasseste Bundesland im Juli

Insgesamt fiel der Juli 2022 deutlich zu warm, erheblich zu trocken sowie sehr sonnig aus. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen.

Im Juli fiel mit rund 35 Litern pro Quadratmeter (l/m²) weniger als die Hälfte des Monatsniederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (78 l/m²). Sachsen ist im Juli das zweinasseste Bundesland gewesen. Knapp 50 Liter Regen pro Quadratmeter fielen im Landesmittel, wie der DWD mitteilte. Damit liegt der durchschnittliche Niederschlag aber auch in Sachsen weit unter dem Mittelwert der Referenzperiode 1961 bis 1990 - dieser beträgt für den Freistaat im Juli 69 Liter pro Quadratmeter.

Das niederschlagsreichste Bundesland war Sachsen-Anhalt, wo im Juli nicht knapp, sondern gut 50 Liter pro Quadratmeter herunterkamen und somit ein klein bisschen mehr als in Sachsen. In Sachsen-Anhalt reichte der Regen sogar fast an den vieljährigen Mittelwert von 52 Liter pro Quadratmeter heran.

Die Durchschnittstemperatur lag in Sachsen, wie in anderen Bundesländern auch, im Juli über dem Schnitt der Jahre 1961 bis 1990: bei 18,7 Grad (Mittelwert: 17,2). Ebenso die Sonnenstunden: 260 Stunden lang zeigte sich die Julisonne in Sachsen - 50 Stunden mehr als im Mittel der Referenzperiode.

Auch wenn es in Sachsen mehr Niederschlag gab als in anderen Bundesländern, so hat der Freistaat doch mit Dürre zu kämpfen.

11.59 Uhr: Panzer und Hubschrauber kämpfen gegen Feuer in Brandenburg

Im Waldbrandgebiet im Süden Brandenburgs geht der Kampf gegen die Flammen mit verstärkten Kräften weiter. Im Einsatz seien Hubschrauber, Löschpanzer und Wasserwerfer, wie der Landkreis Elbe-Elster am Freitag mitteilte. Am Vormittag kämpften die Feuerwehren gegen Glutnester. Am Boden unterstützten zwei Pionierpanzer der Bundeswehr, um breite Wege für die Löschtrupps zu schaffen und Schneisen gegen eine weitere Ausbreitung zu schlagen.

Eine Spezialfirma hat unterdessen damit begonnen, an der Bundesstraße 183 Vegetation gezielt abzubrennen, um zu verhindern, dass Totholz Feuer fängt. So soll den Angaben zufolge ein Übergriff des Feuers auf andere Gebiete verhindert werden. Die Flächen werden demnach mit biologisch abbaubaren Flüssigbrennstoffen behandelt.

Die Bundeswehr ist mit insgesamt sechs Hubschraubern zur Erkundung und für den Löscheinsatz dabei. Wasserwerfer der Polizei und weitere Tanklöschfahrzeuge der Bundeswehr unterstützten die Kräfte vor Ort. Seit dem Morgen half zudem ein Löschpanzer aus Sachsen bei der Brandbekämpfung in einem munitionsbelasteten Gebiet.

9.07 Uhr: Viele Wolken und etwas Regen in Sachsen

Sachsens Feuerwehrleute können voraussichtlich erst am Samstag auf Hilfe durch Regen hoffen. Wie der Deutsche Wetterdienst in Leipzig mitteilte, gibt es am Freitag zunächst vor allem im Vogtland und später in gesamt Westsachsen lokal kräftige Gewitter und sogar Unwetter. In Ostsachsen bleibt es hingegen weitgehend trocken. Der Himmel zeigt sich meist bewölkt. Die Temperaturen erreichen 25 bis 28 Grad, im Bergland 20 bis 25 Grad.

Am Samstag soll es der Vorhersage zufolge gebietsweise regnen, teils schauerartig verstärkt. Es gibt demnach auch Gewitter. Die Temperaturen steigen auf 21 bis 24 Grad, im Bergland liegen sie bei 16 bis 20 Grad. Der Sonntag wird wolkig, aber es bleibt meist trocken bei Temperaturen von 25 bis 28 Grad, im Bergland zeigt das Thermometer zwischen 19 und 24 Grad an.

Freitag, 8.30 Uhr: 260 statt der angekündigten 400 Einsatzkräfte in Brandenburg

Rund 260 Einsatzkräfte kämpfen aktuell gegen den Waldbrand im Süden Brandenburgs. Die für Freitag angekündigten 400 Kräfte seien zu spät benachrichtigt worden und so kurzfristig nicht einsatzfähig, sagte ein Sprecher des Elbe-Elster-Kreises am Freitagmorgen. Man müsse schauen, ob hier nochmal nachgesteuert werden müsse. An der B183 soll zudem eine Fläche kontrolliert abgebrannt werden, sodass ein Überspringen der Flammen in Teilen ausgeschlossen werden könne. Aktuell erstrecke sich die Brandbekämpfung auf ein Gebiet von 550 bis 600 Hektar, sagte der Kreissprecher.

Unterstützt werden die Feuerwehrleute weiterhin von einem Pionierpanzer der Bundeswehr: Er legte Wege für die Löschkräfte durch das unwegsame Gelände an und schlug Schneisen, damit sich Flammen nicht mehr so schnell ausbreiten können. Außerdem ist die Bundeswehr mit sieben Hubschraubern zur Erkundung und zum Löschen im Einsatz.

20.15 Uhr: Einsatzkräfte beim Waldbrand in Elbe-Elster werden aufgestockt

Beim Bekämpfen des großen Waldbrandes im Süden Brandenburgs wird die Zahl der Einsatzkräfte aufgestockt. Wie der Elbe-Elster-Kreis am Donnerstagabend mitteilte, wurde eine zusätzliche Brandschutzeinheit angefordert. Die Zahl der Einsatzkräfte in dem Gebiet nahe der Landesgrenze zu Sachsen steige somit am Freitag von 300 auf 400.

"Die aktuelle Herausforderung beim Großbrand Kölsa-Rehfeld besteht nach wie vor darin, Glutnester rechtzeitig aufzuspüren und dann zu verhindern, dass offenes Feuer entsteht", schilderte ein Sprecher des Landkreises am Abend. Das sei im Tagesverlauf mehrfach geschehen. Insgesamt sei die Lage stabil. "Aber es gibt noch keinen Grund zur Entwarnung."

Unterstützt wurden die Feuerwehrleute am Donnerstag von einem Pionierpanzer der Bundeswehr: Er legte Wege für die Löschkräfte durch das unwegsame Gelände an und schlug Schneisen, damit sich Flammen nicht mehr so schnell ausbreiten können. Ein weiterer Panzer wird am Freitag erwartet.

Außerdem ist die Bundeswehr mit sieben Hubschraubern zur Erkundung und zum Löschen im Einsatz, wie es weiter hieß. Transporthubschrauber sollten am Abend teils bis 22.00 Uhr in der Luft sein, am Freitag um 8.00 Uhr geht es dann weiter. Die Wassertanks der Helikopter fassen bis zu 5000 Liter. Das Wasser wird aus dem nahen Kiebitzsee bezogen, der für Badegäste derzeit gesperrt ist.

Auch Wasserwerfer der Polizei und Tanklöschfahrzeuge der Bundeswehr unterstützen die Arbeiten vor Ort. Ein Löschpanzer aus Sachsen hilft in munitionsbelastetem Gebiet bei der Brandbekämpfung.

15.25 Uhr: Waldbrand in Elbe-Elster flammt wieder auf

Die Gefahr weiterer Waldbrände im Süden Brandenburgs ist noch nicht gebannt. Das Feuer sei im Süden des Einsatzgebietes Kölsa-Rehfeld durch heiße Glutnester wieder aufgeflammt, teilte der Elbe-Elster-Kreis am Donnerstagnachmittag mit. Ein Bundeswehrhubschrauber bekämpft die Flammen aus der Luft mit Wassertanks, die bis zu 5.000 Liter fassen können. Das Wasser wird aus dem nahen Kiebitzsee bezogen, der für Badegäste derzeit gesperrt ist.

Am Boden unterstützte ein Pionierpanzer der Bundeswehr, um Wege für die Löschkräfte durch das unwegsame Gelände anzulegen und Schneisen zu schlagen, damit sich Flammen nicht mehr so schnell ausbreiten können. Ein weiterer Panzer wird für Freitag erwartet.

Rund 300 Einsatzkräfte aus mehreren Landesteilen Brandenburgs kämpfen gegen die Flammen. Die Lage im Einsatzgebiet der Stadt Falkenberg sei unter Kontrolle, hatte es am Donnerstagmorgen geheißen. Die Situation sei mit eigenen Kräften allein nicht zu bewältigen, hieß es vom Verwaltungsstab des Kreises. Deshalb seien Einsatzkräfte aus anderen Teilen des Bundeslandes angefordert worden.

Auf welcher Fläche der Waldbrand noch aktiv ist, sollte im Laufe des Donnerstags vermessen werden. Der Waldbrand war am Montag ausgebrochen und hatte sich zunächst innerhalb kürzester Zeit auf rund 800 Hektar ausgebreitet.

10.56 Uhr: Wald, Feuerwerke, Grillen: Was ist in Dresden noch erlaubt?

Der Deutsche Wetterdienst hat die Waldbrandgefahr in Dresden am Donnerstag auf die zweithöchste Stufe 4 angehoben. Damit tritt ein Betretungsverbot für die Wälder in Kraft - von der Heide bis zum Plauenschen Grund und vom Cossebauder Park bis zum Pillnitzer Friedrichsgrund. Brände wie in der Sächsischen Schweiz sollen so um jeden Preis verhindert werden.

Doch wie intensiv wird das kontrolliert? Geht das Ordnungsamt bei dieser Trockenheit verstärkt gegen illegale Lagerfeuer und Grillpartys vor? Genehmigt die Stadt noch Feuerwerke? Und darf ich noch Straßen nutzen, die durch die Wälder führen? Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten.

Ein Hund rennt am Dresdner Elbufer über eine ausgetrocknete Wiese.
Ein Hund rennt am Dresdner Elbufer über eine ausgetrocknete Wiese. © dpa/Robert Michael

9.50 Uhr: Waldbrand in Elbe-Elster weiter unter Kontrolle - aber Glutnester

Die Lage beim großen Waldbrand im Elbe-Elster-Kreis im Süden Brandenburgs hat sich nach Angaben des Landkreises etwas entspannt. Die Lage im Einsatzgebiet der Stadt Falkenberg sei weiter unter Kontrolle, hieß es jetzt. Es gebe derzeit keine offenen Feuer. Die Situation im Brandgebiet bleibt aber weiter dynamisch. Am Mittwochabend war das Feuer aufgeflammt. Unter Beobachtung stehen den Angaben zufolge derzeit zahlreiche Glutnester mit Temperaturen zwischen 40 und 180 Grad. Sie müssten in Schach gehalten werden, teilte der Verwaltungsstab weiter mit. Rund 320 Kräfte aus mehreren Landesteilen Brandenburgs sind mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Unterstützung kommt wieder von Bundeswehr und Landespolizei aus der Luft. Nachdem es am Mittwoch hieß, dass die Löschhubschrauber der Bundeswehr vorerst nicht mehr gebraucht werden, leisten am Donnerstag Transporthubschrauber mit Wasserladungen aus dem Kiebitzsee wieder Hilfe. Das Baden im See wurde nach einer zwischenzeitlichen Freigabe wieder untersagt. Ein Polizeihubschrauber erkundet parallel das Gelände per Wärmekamera nach Einsatzschwerpunkten und wird das Gelände noch einmal vermessen. Zuletzt loderte das Feuer auf einer Fläche von 500 Hektar. Eine Schwierigkeit bei den Löscharbeiten ist, dass Bereiche munitionsbelastet sind. Ein am Mittwoch gemeldeter Bombenfund aus Sachsen entpuppte sich letztlich als Irrtum.

Donnerstag, 5.30 Uhr: Wald-Großbrand im Landkreis Elbe-Elster wieder aufgeflammt

Der große Waldbrand in Kölsa-Rehfeld (Landkreis Elbe-Elster) ist am Mittwochabend wieder aufgeflammt. Nach Angaben eines Landkreis-Sprechers stehen die Flammen auf sächsischer Seite etwa 250 Meter von der Bundesstraße B183 im brandenburgischen Falkenberg entfernt. Es seien 318 Männer und Frauen zur Brandbekämpfung im Einsatz. Nachdem ein gemeldeter Bombenfund aus Sachsen sich als Irrtum entpuppt habe, könnten sie nun weiter gegen die Flammen kämpfen.

Für den Donnerstagmorgen seien zusätzlich Bundeswehrhubschrauber angefordert worden, sagte der Sprecher. Gegen 8.00 Uhr sollen sie mit den Löscharbeiten aus der Luft beginnen. Hierfür werde erneut Wasser aus dem Kiebitz genommen. Daher werde das Baden dort im Naherholungsgebiet bis auf weiteres untersagt.

17.46 Uhr: Dresden sperrt Wälder

Wegen hoher Waldbrandgefahr sperrt Dresden seine Wälder. Ab Donnerstag dürfen nur noch Wege und Straßen in den Wäldern genutzt werden. Sollte sich die Lage weiter verschärfen und Warnstufe 5 ausgerufen werden, so dürfen auch nicht öffentliche Waldwege, auch Reitwege, nicht mehr genutzt werden. Es drohen bis zu 10.000 Euro Strafe. Mehr zum Thema lesen Sie hier: Waldbrandgefahr: Dresden sperrt seine Wälder.

16.57 Uhr: Bei Waldbrand-Einsatz: Bombenfund in Nordsachsen

Bei der Waldbrandbekämpfung im Elbe-Elster-Kreis machen den Feuerwehrleuten zusehends munitionsbelastete Bereiche zu schaffen. Erschwert wurden die Löscharbeiten am Mittwoch durch einen Bombenfund auf sächsischem Territorium unweit der Landesgrenze. Nach Angaben des Landkreises wurde ein Sperrkreis von 1.000 Metern gezogen, der nach Elbe-Elster reicht. Auf den jeweiligen Landesseiten könne dort derzeit keine Brandbekämpfung stattfinden.

Die Verantwortlichen seien im Austausch, um die Bombenräumung schnellstmöglich zu organisieren. Die Sperrung der Bundesstraße 183 Bad Liebenwerda-Torgau zwischen der Abfahrt Beilrode und der Ortslage Marxdorf muss deshalb weiter bestehen bleiben. Dagegen steht der für Löschwasser genutzte und deshalb gesperrte Kiebitzsee den Angaben zufolge ab sofort wieder für den Badebetrieb zur Verfügung.

16.05 Uhr: Trotz Waldbrandgefahr Party in der Dresdner Heide

In der Nacht zum Mittwoch hat die Polizei in der "Heide" eine Party beendet. Mehrere Menschen feierten den Beamten zufolge nach dem Weg Kreuzsieben. Mehrere Hinweise zu der "Party" sind zuvor bei der Polizei eingegangen. Gegen 0.30 Uhr trafen die Beamten vor Ort ein. Die Polizisten forderten die Anwesenden auf das Rauchen einzustellen. Trotzdem hätten sich einige Gäste weiterhin Zigaretten angezündet.

14.45 Uhr: Hilfsorganisation @fire auch in Südbrandenburg und Sachsen im Einsatz

In den Waldbrandgebieten im Süden Brandenburgs und im Nationalpark Sächsische Schweiz ist auch die Katastrophenschutz-Organisation @fire im Einsatz. Mehr als 30 Feuerwehrleute der ehrenamtlich tätigen Organisation seien seit Mittwoch in Sachsen im Einsatz, berichtete Stabsleiter Joachim Langen auf Anfrage. Bis Dienstagabend hätten die Kräfte den Löscheinsatz im Waldbrandgebiet bei Falkenberg in Brandenburg unterstützt.

Die Einsatzkräfte seien in erster Linie beim Schlagen von Brandschneisen mit Hacke und Spaten im Einsatz, berichtete Langen. Dies sei insbesondere in der Sächsischen Schweiz erforderlich, weil dort der Einsatz von Fahrzeugen in dem bergigen Gelände kaum möglich sei. Zudem berieten Experten von @fire die örtlichen Einsatzstäbe bei Fragen zu dem Einfluss des Wetters auf das Brandgeschehen und anderen Fragen.

Die Organisation war auch bei dem großen Waldbrand bei Beelitz (Potsdam-Mittelmark) im Juni im Einsatz. Dort hätten die Experten mittels Vorfeuern Brandschneisen angelegt, sagte Langen. Dabei werde dafür gesorgt, dass eigens angelegte Feuer auf die Brandwand zuliefen und somit den Feuerwalzen die Nahrung nähmen, erläuterte er.

11.03 Uhr: Feuer im Waldbrandgebiet in Elbe-Elster unter Kontrolle

Der verheerende Waldbrand im Elbe-Elster-Kreis im Süden Brandenburgs ist unter Kontrolle. Das sagte Kreisbrandmeister Steffen Ludewig am Mittwochvormittag in Falkenberg nach einer Lagebesprechung. "Die Situation ist stabil, über Nacht auch entspannt." Abkühlung durch gesunkene Temperaturen und ein Nachlassen des Windes hätten geholfen. Evakuierungen von Ortslagen seien kein Thema mehr.

Das Brandgebiet umfasst nach wie vor rund 800 Hektar, ein heißer Brand mit Flammen und Rauchentwicklung tobe allerdings noch auf einer Fläche von rund 500 Hektar, berichtete der Kreisbrandmeister. Rund 400 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen. Zwei Löschhubschrauber der Bundeswehr sind seit dem Morgen im Einsatz. Sie entnehmen das Wasser aus dem nahen Kiebitzsee, der dafür gesperrt wurde. Ab Mittwochmittag soll versucht werden, vom Boden aus abzulöschen. Ein weiterer Hubschrauber fliegt über das Waldbrandgebiet, um die Lage zu beobachten.

Sorge machen nach wie vor munitionsbelastete Flächen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sei vor Ort, sagte Ludewig. "Wir werden eruieren, wo wir dort wirklich reingehen können und wo Gefahr besteht.".

Ein Panzer der Bundeswehr, der Schneisen für die Feuerwehren schlagen soll, ist derzeit nicht einsatzbereit, ein Ersatzpanzer sei angefordert, der bis in die Nacht hinein Schneisen um ein bedrohtes Gewerbegebiet legen soll. Mindestens eine Woche werden die Löscharbeiten nach Einschätzung des Kreisbrandmeisters noch dauern. "Alle Kameraden sind an der Belastungsgrenze", sagte Ludewig, es sei nicht der erste Einsatz in diesem Jahr.

Kreisbrandmeister Steffen Ludewig schätzt, dass die Löscharbeiten nach mindestens eine Woche dauern werden.
Kreisbrandmeister Steffen Ludewig schätzt, dass die Löscharbeiten nach mindestens eine Woche dauern werden. © dpa/Jan Woitas

10.30 Uhr: Waldbrand-Lage im Norden Sachsen etwas entspannt

In den Waldbrandgebieten im Süden Brandenburgs und im Norden Sachsens geht der Kampf gegen die Flammen weiter, die Lage hat sich in der Nacht zu Mittwoch aber etwas entspannt. In dem Gebiet sei die Ausbreitung des Feuers verhindert worden, hieß es auf Anfrage.

Am Mittwoch sind die Flammen etwas zurückgegangen, wie Thomas Trodler vom Führungsstab der Feuerwehr im Elbe-Elster-Kreis am Mittwochmorgen sagte. Noch immer sei eine Fläche von rund 850 Hektar betroffen, ein heißer Brand mit Flammen und Rauchentwicklung tobe allerdings nur noch auf einer Fläche von rund 500 Hektar. Insgesamt sechs Hubschrauber der Bundeswehr hatten seit Dienstag den Brand aus der Luft bekämpft, 440 Feuerwehrleute waren am Boden im Einsatz. "Bis Mitternacht ist einer der Hubschrauber Einsätze geflogen", erläuterte Trodler.

Besonders problematisch seien nach wie vor die Einsätze in zwei Abschnitten, in denen Munition im Boden vermutet werde. "Hier können die Feuerwehrleute aus Sicherheitsgründen nur von den Wegen aus den Brand bekämpfen". Zudem arbeitet ein Bergepanzer der Bundeswehr Schneisen in den Wald, auf denen dann andere Einsatzfahrzeuge sicher unterwegs sind.

Der Landesfeuerwehrverband bezeichnete das Feuer als größten Waldbrand in diesem Jahr in Brandenburg. Experten gehen davon aus, dass das Löschen aller Glutnester noch Tage, wenn nicht gar Wochen dauern könnte.

10.11 Uhr: Wetter in den kommenden Tagen: Keine Hitze, wenig Wind und Regen

In den kommenden Tagen wird es in Sachsen keine heißen Temperaturen geben. Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zufolge werden am Mittwoch maximal 23 Grad erreicht, am Donnerstag und Freitag bis zu 26 Grad. An allen drei Tagen soll zudem nur schwach bis mäßiger Wind herrschen, was die Verbreitung von Rauch aus den Waldbrandgebieten abmildern dürfte.

Für den Raum Ostsachsen weist der DWD auf hohe Waldbrandgefahr hin. Böden und Wälder sind infolge geringer Niederschläge sehr trocken. Immerhin: Mit mäßigem Regen ist am Mittwoch im Bergland zu rechnen. Für den Freitag sagt der DWD teils gewittrige Niederschläge voraus, die in der Nacht zu Samstag auch schauerartig ausfallen können.

8.17 Uhr: Situation in Südbrandenburg in der Nacht leicht entspannt

Der Waldbrand im Süden Brandenburgs ist noch nicht unter Kontrolle, die Lage hat sich aber etwas entspannt. "Über Nacht ist das Feuer wegen der Kühle etwas zurückgegangen", sagte Thomas Trodler vom Führungsstab der Feuerwehr im Elbe-Elster-Kreis am Mittwochmorgen auf Anfrage. Am Morgen wird es nach einem Aufklärungsflug eines Hubschraubers der Bundeswehr eine Besprechung und eine Lageeinweisung geben. "Es ist am Morgen mit auffrischendem Wind zu rechnen. Dann werden die Feuer wieder auflodern", betonte Trodler. Noch immer sei eine Fläche von rund 850 Hektar betroffen, ein "heißer Brand" mit Flammen und Rauchentwicklung tobe allerdings nur noch auf einer Fläche von rund 500 Hektar.

6.30 Uhr: Feuerwehrverband hofft auf Lösch-Drohnen bei Waldbränden

Der Landesfeuerwehrverband Brandenburg hofft, dass in einigen Jahren bei Waldbränden etwa in munitionsbelasteten Gebieten auch Lösch-Drohnen zum Einsatz kommen. "Wir warten sehnsüchtig auf diese Variante", sagte der Vizepräsident des Verbandes, Frank Kliem, der Deutschen Presse-Agentur. Bisher erfolgt die Brandbekämpfung aus der Luft in Deutschland meist per Hubschrauber.

"Meine große Hoffnung ist, dass wir Drohnen haben werden, die Löschwasser aufnehmen können", sagte Kliem. Es könne aber noch mehrere Jahre dauern, bis diese Fluggeräte, die in der Entwicklung seien, zum Löschen eingesetzt werden können. Die Drohnen sollen ihm zufolge mehrere Hundert Liter Wasser aufnehmen können. Bislang sind bei Waldbränden in Brandenburg Drohnen mit Kameras zur Überwachung im Einsatz. Bei der Frage, ob auch Flugzeuge für Löscheinsätze sinnvoll seien, ist Kleim skeptisch. Es gebe in Brandenburg nur einen See - den Senftenberger See -, in dem Flugzeuge Wasser aufnehmen könnten. Hubschrauber seien bisher effektiver für die Waldbrand-Bekämpfung aus der Luft, meinte Kliem.

Beim Waldbrand im Kreis Elbe-Elster im Süden Brandenburgs flogen mehrere Hubschrauber der Bundeswehr Löscheinsätze. Das Wasser bekamen sie aus einem Badesee in der Nähe.

Ein Bundeswehrhubschrauber vom Typ Bell CH-53 holt Löschwasser zur Waldbrandbekämpfung aus dem Kiebitzer Baggerteich.
Ein Bundeswehrhubschrauber vom Typ Bell CH-53 holt Löschwasser zur Waldbrandbekämpfung aus dem Kiebitzer Baggerteich. © dpa/Jan Woitas

Mittwoch, 6.10 Uhr: Feuer in Südbrandenburg weiter nicht unter Kontrolle

Im Süden Brandenburgs loderten die Waldbrände auch in der Nacht zu Mittwoch weiter. Die Löscharbeiten im Elbe-Elster-Kreis konzentrierten sich zuletzt auf den südlicheren Bereich des Feuers entlang der Bundesstraße 183 nahe dem Flugplatz Falkenberg-Lönnewitz. Noch immer sei eine Fläche von rund 850 Hektar betroffen, sagte der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte, Philipp Haase, am Dienstagabend. Ein heißer Brand - mit Flammen und Rauchentwicklung - tobe allerdings „nur“ noch auf einer Fläche von rund 500 Hektar. Dabei handele es sich vor allem um bewaldete Flächen, in die Fahrzeuge nur schwer gelangen könnten. Das Feuer hatte am Dienstag auch auf Nordsachsen übergegriffen.

Für einige Dorfbewohner entspannte sich die Lage etwas: Die Evakuierung der beiden Ortsteile Rehfeld und Kölsa konnte aufgehoben werden. Bewohner, die teils in einer Notunterkunft übernachteten, durften am Dienstag in ihre Häuser zurück. Am Abend wurde auch die Evakuierung von Kölsa-Siedlung aufgehoben, wie der Landkreis mitteilte.

20.57 Uhr: Einsatzkräfte in Brandenburg hoffen auf Entspannung

In Brandenburg im Elbe-Elster-Kreis konzentrierten sich die Löscharbeiten am Abend auf den südlicheren Bereich des Feuers entlang der Bundesstraße 183 nahe des Flugplatzes Falkenberg-Lönnewitz. Noch immer sei eine Fläche von rund 850 Hektar betroffen, sagte der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte, Philipp Haase, am Dienstagabend. Ein heißer Brand - mit Flammen und Rauchentwicklung - tobe allerdings nur noch auf einer Fläche von rund 500 Hektar. Dabei handele es sich vor allem um bewaldete Flächen, in die die Fahrzeuge nur schwer gelangen könnten.

"Die Einsatzkräfte versuchen unter allen Umständen zu verhindern, dass die Flammen auf die andere Seite der Bundesstraße gelangen", sagte Haase. Weiter nördlich bei Rehfeld sei die Lage inzwischen unter Kontrolle. Insgesamt waren am Tag rund sieben Hubschrauber im Einsatz, zwei davon sollen noch bis Mitternacht ihre Einsätze fliegen.

Haase geht davon aus, dass das Löschen aller Glutnester noch Tage, wenn nicht gar Wochen dauern könnte. Für diese Nacht hofften die Einsatzkräfte auf Entspannung. Erfahrungsgemäß lege sich der Wind dann etwas, betonte er. "Die Hoffnung bleibt, dass auch sogar noch der ein oder andere Tropfen Regen fallen könnte."

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18.15 Uhr: Erneut Brandgeruch in Dresden

Aus mehreren Stadtteilen wird am Dienstagabend wieder starker Brandgeruch gemeldet. Der Rauch kommt wahrscheinlich von dem Feuer an der sächsisch-brandenburgischen Grenze. Denn der Wind in Dresden hat am Abend gedreht und kommt jetzt aus Nordwest.

17.40 Uhr: Keine weiteren Evakuierungen in Brandenburg - Gefahr noch nicht vorbei

Der Waldbrand im Süden Brandenburgs macht nach Einschätzung des Landkreises keine weiteren Evakuierungen erforderlich. Das sagte der Leiter des Verwaltungsstabes im Kreis Elbe-Elster, Dirk Gebhard, laut Mitteilung am Dienstagnachmittag. "Aber die Gefahr ist noch nicht vorüber." Angekündigte Sturmböen von mehr als 60 Kilometern pro Stunde lösten die Sorge aus, dass das Brandgeschehen noch einmal an Dynamik gewinne.

Nach Angaben des Landkreises sind am Dienstag 480 Einsatzkräfte aus mehreren Landkreisen ausgerückt. 90 Fahrzeuge waren im Löscheinsatz. Die Bundeswehr löschte mit mehreren Hubschraubern aus der Luft.

Der Schwerpunkt der Löscharbeiten liegt in der Nähe des Gewerbegebietes Lönnewitz. Ein Panzer der Bundeswehr (Pionierpanzer "Dachs") soll Schneisen in den Wald brechen, um die Brandausbreitung zu verhindern.

Mehrere hundert Bewohner mussten ihre Dörfer am Montag wegen des Waldbrandes verlassen. Viele von ihnen konnten am Dienstag nach Hause zurückkehren, da Evakuierungen aufgehoben wurden. Das Feuer kam teils nah an Wohnbebauung heran.

14.05 Uhr: Waldbrand im Landkreis Elbe-Elster hat auf Nordsachsen übergegriffen

Der Waldbrand im Landkreis Elbe-Elster hat auf Nordsachsen übergegriffen. Die Flammen haben ein munitionsbelastetes Gebiet bei Arzberg erfasst, berichtet der MDR am Dienstag. Deshalb könne die Feuerwehr den Brandherd nur von außen bekämpfen. Es werde versucht, das Feuer auf sächsischer Seite einzukesseln, um dessen Ausbreitung zu verhindern, sagte Einsatzleiter Michael Romanschek dem MDR.

Die Bundesstraße B 183 zwischen Kötten (Gemeinde Arzberg) und Marxdorf (Landkreis Elbe Elster) in Richtung Bad Liebenwerda wurden voll gesperrt, teilte dasLandratsamt Nordsachsen mit.

13.55 Uhr: Waldbrand-Einsatz in Brandenburg kann noch Wochen dauern

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) befürchtet, dass sich der Einsatz wegen des Waldbrandes in Falkenberg im Süden des Bundeslandes noch lange hinziehen kann. "Ihn komplett zu löschen, wird wahrscheinlich noch Wochen dauern", sagte er am Dienstag in dem Einsatzgebiet im Kreis Elbe-Elster.

Durch Detonation im Boden seien neue Munitions-Verdachtsflächen entdeckt wurden, die noch gar nicht in Karten verzeichnet gewesen seien. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sei deshalb in dem Gebiet im Einsatz. Der Brand sei noch nicht unter Kontrolle, sagte der Minister. Der Wind solle am Nachmittag nochmals stark auffrischen.

Die Brandursache war bisher unklar, der Ort des Ausbruchs südwestlich des Einsatzgebietes aber bekannt, sagte der Minister. Es sei auffällig, dass an dieser Stelle in den vergangenen Wochen mehrfach kleine Brände ausgebrochen seien. Genauere Erkenntnisse gebe es noch nicht.

Zwei Hubschrauber der Bundeswehr löschten seit Dienstagvormittag aus der Luft. Weitere drei Helikopter der Bundeswehr wurden erwartet, wie Stübgen sagte. Zudem komme ein Aufklärungshubschrauber zum Einsatz.

13.40 Uhr: Experte: Waldbrand in Elbe-Elster ist andere Art von Feuer

Der Großbrand im Elbe-Elster-Kreis in Brandenburg unterscheidet sich nach den Worten des Waldbrandexperten Philipp Haase von anderen Bränden im Land. "Wir reden hierbei von einem Baumkronenbrand, das Feuer läuft von Krone zu Krone und findet sehr viel brennbares Material wie Nadeln", sagte der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte. Das Feuer brenne über den Spitzen der Bäume in einer Höhe von bis zu 25 Meter. Dort seien die Windgeschwindigkeiten auch höher als am Waldboden, die Flammen könnten sich schneller ausbreiten, so Haase. Für das Gebiet bedeute das einen "Totalverlust" der Bäume. Das unterscheide den aktuellen großen Waldbrand von anderen Bränden in Brandenburg.

12.51 Uhr: Waldbrand in Brandenburg: Evakuierung zweier Orte aufgehoben

Im Waldbrandgebiet im Süden Brandenburgs ist die Evakuierung von zwei Ortschaften aufgehoben worden. Die Bewohner von Rehfeld und Kölsa können zurück in ihre Wohnungen, sagte eine Sprecherin des Landkreises Elbe-Elster am Dienstagmittag. Für die Ortschaft Kölsa-Siedlung bleibe die jedoch Evakuierung bestehen.

Mehrere hundert Bewohner hatten am Montag wegen des Feuers ihr Zuhause verlassen müssen. Die Feuerwehr bekämpft im Kreis Elbe-Elster einen Waldbrand auf einer Fläche von 850 Hektar.

10.53 Uhr: Brandenburgs Innenminister fährt ins Waldbrandgebiet

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) macht sich an diesem Dienstag ein Bild von der Situation im Waldbrandgebiet im Süden des Bundeslandes. Er wolle sich einen persönlichen Eindruck von der Lageentwicklung verschaffen, teilte der Sprecher des Innenministeriums, Martin Burmeister, mit. Am Nachmittag will sich Stübgen dann auch vor Ort äußern.

Die Feuerwehr bekämpft in Falkenberg im Kreis Elbe-Elster einen Waldbrand auf einer Fläche von 850 Hektar. Auch Orte wurden geräumt. Mehrere hundert Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Das Feuer war am Montag ausgebrochen. Der Kreis stufte den Brand als Großschadenslage ein.

9.53 Uhr: Feuerwehr in Elbe-Elster plant Räumung einer weiteren Ortschaft

Die Feuerwehr in Brandenburg erwägt wegen des großen Waldbrandes im Landkreis Elbe-Elster die Evakuierung einer weiteren Ortschaft. Vermutlich müsse Lönnewitz im Laufe des Tages geräumt werden, sagte Kreisbrandmeister Steffen Ludewig in Falkenberg/Elster. "Die Lage ist immer noch ernst. Wir haben immer noch Brandherde." Das Feuer habe seit Montagnachmittag eine Fläche von 850 Hektar erfasst.

Bereits am Montag mussten Einwohner von Kölsa, Kölsa-Siedlung und Rehberg ihre Häuser verlassen. Die Ortslagen gehören zu Falkenberg. Rund 300 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden, sagte Ludewig. Sie verbrachten die Nacht zum Teil in einer Notunterkunft im Haus des Gastes in Falkenberg. Wahrscheinlich am Dienstagabend um 19 Uhr sollten die drei Ortschaften wieder freigegeben werden.

Auch zwei Löschhubschrauber der Bundeswehr unterstützen, indem sie Wasser aus dem Kiebitzsee aufnehmen. Das Badegewässer wurde daher gesperrt.

Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr sind im Süden Brandenburgs im Einsatz.
Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr sind im Süden Brandenburgs im Einsatz. © dpa/Jan Woitas

9:00 Uhr: Kein Regen, aber auch kein Wind in der Sächsischen Schweiz

Das Wetter könnte den Einsatzkräften bei der Bekämpfung des Waldbrandes im Nationalpark Sächsische Schweiz am Dienstag in die Hände spielen. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig gibt es keine signifikanten Winde in der Region, die das Feuer neu entfachen könnten. Es wehe nur ein schwacher Wind aus Nordwest. Allerdings ist für das Gebiet bis Freitag auch kein Regen vorhergesagt. Mehr zu den Waldbränden im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet.

8.02 Uhr: DWD: Wind könnte Feuer in Elbe-Elster weiter entfachen

Im Kampf gegen den großen Waldbrand im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg dürfte das Wetter am Dienstag keine große Hilfe sein. Zwar sei am Nachmittag lokal mit Schauern zu rechnen, doch es sei unklar, ob diese auch das betroffene Waldgebiet erreichen, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Dienstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

Zudem werde nur ein geringer Niederschlag erwartet. Vor allem in Schauernähe sei mit Windböen von bis zu 60 Stundenkilometern zu rechnen, die das Feuer weiter entfachen könnten. "Wind ist in diesem Fall leider immer schlecht", sagte die Sprecherin weiter.

Die Feuerwehr kämpft weiter gegen einen großen Waldbrand im Landkreis Elbe-Elster. Erste Bewohner der Kölsa-Siedlung in Falkenberg und von Rehfeld mussten ihre Häuser verlassen.
Die Feuerwehr kämpft weiter gegen einen großen Waldbrand im Landkreis Elbe-Elster. Erste Bewohner der Kölsa-Siedlung in Falkenberg und von Rehfeld mussten ihre Häuser verlassen. © dpa/Jan Woitas

7.09 Uhr: Waldbrand in Elbe-Elster: Bahnverkehr betroffen

Die Deutsche Bahn hat wegen eines großen Waldbrands im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster den Bahnverkehr zwischen Leipzig und Cottbus unterbrochen. Betroffen sei der Abschnitt zwischen Torgau und Falkenberg (Elster) der Linie RE10, sagte ein Bahn-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagmorgen. Die Haltestellen entfallen, weil die Feuerwehr dort wegen eines Böschungsbrands im Einsatz sei. Ersatzweise sollten Busse zwischen Falkenberg (Elster) und Torgau fahren. Nach Angaben des Sprechers sollte der Zugverkehr bis in die Mittagsstunden hinein unterbrochen bleiben.

Dienstag, 5.05 Uhr: Brand in Elbe-Elster auf 800 Hektar ausgebreitet

Der große Acker- und Waldbrand südlich von Rehfeld im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster hat sich nach Angaben des Landkreises auf einer Fläche von 800 Hektar ausgebreitet. "Dafür sorgten vor allem heftige Sturmböen, die die Löscharbeiten der Feuerwehrleute erheblich erschwerten und in Teilen sogar unmöglich machten", hieß es in einer Mitteilung. Der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte Philipp Haase gab die betroffene Fläche mit 300 bis 800 Hektar an.

Im Laufe des Einsatzes seien sieben Einsatzkräfte verletzt worden, sechs von ihnen wurden demnach ins Krankenhaus gebracht. Zudem sei eine Schweinemastanlage in Kölsa-Siedlung abgebrannt, viele Tiere seien dabei verendet. Insgesamt 400 Einsatzkräfte waren nach Angaben des Landkreises beteiligt.

Das Feuer hatte sich am Montag von zunächst 10 Hektar am frühen Nachmittag innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet. Der Brand sei als Großschadenslage eingestuft worden, der Kreis habe somit die Einsatzleitung übernommen. Erste Bewohner von anliegenden Ortschaften mussten ihre Wohnungen verlassen. Es brennt den Angaben zufolge im Wald zwischen Windrädern. Mindestens eine Anlage stehe innerhalb der Brandfläche, andere Windkraftanlagen seien gefährdet, berichtete Haase. Es gebe eine starke Rauchentwicklung, die weithin sichtbar sei.

22.40 Uhr: Großbrand im Elbe-Elster-Kreis - Lage noch nicht unter Kontrolle

Der große Acker- und Waldbrand südlich von Rehfeld im Landkreis Elbe-Elster ist auch am Abend noch nicht unter Kontrolle. Der Einsatz der Feuerwehr werde noch die ganze Nacht dauern, sagte ein Sprecher des Landkreises Elbe-Elster am Montagabend. Insbesondere Sturmböen verhinderten, dass die Einsatzkräfte die Flammen unter Kontrolle bringen konnten, wie es hieß. "Wir haben eine sehr dynamische Situation", sagte der Sprecher.

Das Feuer hatte sich von zunächst 10 Hektar am frühen Montagnachmittag innerhalb kürzester Zeit auf rund 100 Hektar ausgebreitet, wie der Landkreis am Montag mitteilte. Der Brand sei als Großschadenslage eingestuft worden, der Kreis habe somit die Einsatzleitung übernommen. Erste Bewohner von anliegenden Ortschaften mussten ihre Wohnungen verlassen. Der Verwaltungsstab des Landkreises ordnete am frühen Abend die Evakuierung von Rehfeld an. Betroffen waren rund 200 Menschen. Später würde diese Vorsichtsmaßnahme auch für Kölsa und Kölsa-Siedlung in der Stadt Falkenberg (Elster) angeordnet. Dort sind rund 400 Menschen betroffen.

Es brennt den Angaben zufolge im Wald zwischen Windrädern. Mindestens eine Anlage stünde innerhalb der Brandfläche, andere Windkraftanlagen seien gefährdet, berichtete der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte Philipp Haase am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe eine starke Rauchentwicklung, die weithin sichtbar sei, beschrieb Haase. Wie die Feuerwehr in Dresden am Abend mitteilte, kann der Brand in Brandenburg mitverantwortlich für einen starken Brandgeruch im Dresdner Elbtal sein, den es am Abend in der Landeshauptstadt gab.

21.50 Uhr: Teils heftige Gewitter nach Hitze

Heftige Gewitter haben am Montagabend örtlich in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kräftigen Regen und Wind gebracht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor Unwetterwarnungen für verschiedene Regionen herausgegeben. Wie ein Sprecher des DWD sagte, seien Windgeschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde durchaus möglich gewesen. Angaben zu Schäden etwa durch umgestürzte Bäume lagen zunächst nicht vor. In Thüringen sollen nach dpa-Informationen wegen eines Unwetters Reisende längere Zeit in einem Zug festgesessen haben.

Tagsüber indes war es in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen noch einmal verbreitet drückend heiß. Die Temperaturen lagen vielerorts jenseits der 30 Grad, wie Meteorologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte.

Der Spitzenwert des Tages für die Region Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen wurde mit 36,8 Grad in Jena gemessen. Dem folgten mit jeweils 36,3 Grad Dachwig bei Erfurt, Leipzig-Holzhausen und Demker in Sachsen-Anhalt.

Vergleichsweise kühl war es lediglich im Bergland. Auf dem Brocken im Harz wurden nur 22,4 Grad gemessen. Der Fichtelberg in Sachsen meldete 24,4 Grad.

In der Nacht zum Dienstag werde eine Kaltfront durchziehen. Unter vielen Wolken und Wind aus nordwestlicher Richtung werde es danach schwer, die 25 Grad noch zu knacken. Auch am Mittwoch werde diese Marke voraussichtlich nicht erreicht.

20.10 Uhr: Waldbrand im Winterberggebiet Sächsische Schweiz – Landratsamt löst Katastrophenvoralarm aus

Nachdem sich durch Funkenflug der Waldbrand am Prebischtor auf tschechischer Seite auf die deutsche Seite in das Gebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz ausgebreitet hat, gibt es drei größere Einsatzstellen für die Feuerwehr: an der Gaststätte Großer Winterberg, am Kipphorn und am Kleinen Winterberg. Für die Gemeinden Sebnitz und Bad Schandau hat das Landratsamt Katastrophenvoralarm ausgelöst.

19.20 Uhr: Feuerwehren aus Sachsen unterstützen Brandbekämpfung in Brandenburg

Südlich von Rehfeld im Landkreis Elbe-Elster an der Grenze zu Sachsen ist ein großer Wald- und Ackerbrand ausgebrochen - ein Windpark wurde in Mitleidenschaft gezogen. Das Feuer breitete sich von zunächst 10 Hektar am frühen Montagnachmittag innerhalb kürzester Zeit auf rund 100 Hektar aus, wie der Landkreis am Montag mitteilte. Der Brand sei als Großschadenslage eingestuft worden, der Kreis habe somit die Einsatzleitung übernommen. Rund 700 Bewohnerinnen und Bewohner der Orte Rehfeld, Kölsa und Kölsa-Siedlung sollen sich demnach auf Evakuierungen einstellen. Mehrere Wehren aus Brandenburg und Sachsen sind vor Ort.

18.10 Uhr: Waldbrandgeruch erreicht Bautzen, Görlitz und südliche Oberlausitz

In Teilen des Landkreises Bautzen liegt seit dem Montagnachmittag ein Brandgeruch in der Luft. Die Ursache dafür liegt laut Informationen der Feuerwehr Bautzen in einem großflächigen Waldbrand in der Böhmischen Schweiz.

Aufgrund der Wetterlage zieht der Qualm inzwischen auch bis in die südliche Oberlausitz. Das zeigen auch Satellitenbilder von Wetterdiensten.

17.30 Uhr: Brand am Prebischtor greift auf Nationalpark Sächsische Schweiz über

Die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz warnt eindringlich davor, das Gebiet rund um den Großen Winterberg zu betreten. Dort steht der Wald in Flammen. Ausflügler sollten dieses Gebiet aktuell meiden beziehungsweise den Anweisungen der Feuerwehr Folge leisten. Auch der Tourismusverband Sächsische Schweiz fordert Urlauber auf, den Bereich am Winterberg und um Hřensko wegen des Waldbrandes weiträumig zu meiden. Wer in der Hinteren Sächsischen Schweiz unterwegs ist, sollte das Gebiet zügig verlassen. Inzwischen sei auch der Frienstein und der Kipphornbereich betroffen.

15.12 Uhr: Oschatz bisher mit 35, 5 Grad heißester Ort in Sachsen

Der Montag hat Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen noch einmal verbreitet drückende Hitze gebracht. Die Temperaturen lagen vielerorts jenseits der 30 Grad, wie Meteorologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte. Am Abend wurden Schauer und Gewitter erwartet, die Abkühlung bringen sollten.

Der Spitzenwert wurde am Nachmittag mit 35,7 Grad in Jena gemessen, gefolgt von Oschatz mit 35,5 Grad und Köthen mit 35,4 Grad. Wahrscheinlich würden noch Werte von 36 bis 37 Grad erreicht, sagte Engelmann. Das sollte jedoch erst am Abend feststehen.

Vergleichsweise kühl war es lediglich im Bergland. Auf dem Brocken im Harz wurden nur 22,4 Grad gemessen. Der Fichtelberg in Sachsen meldete 24,4 Grad.

In der Nacht zum Dienstag werde eine Kaltfront durchziehen. Unter vielen Wolken und Wind aus nordwestlicher Richtung werde es danach schwer, die 25 Grad noch zu knacken. Auch am Mittwoch werde diese Marke voraussichtlich nicht erreicht.

"Zum Durchlüften ist es sehr gut. Wenn es dazu noch ein bisschen mehr regnen würde, wäre es fest perfekt", sagte Engelmann. Anhaltende Niederschläge seien aber weiterhin nicht in Sicht.

14.20 Uhr: Bundeszentrale warnt vor Hitzegefahren für Kinder

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung warnt vor den Gefahren von Hitze für Kleinkinder. "Sie dehydrieren schneller, bekommen eher Sonnenbrand oder einen Sonnenstich", erklärte die Bundeszentrale am Montag in Köln. Das liege daran, dass Kinder und Neugeborene weniger schwitzten als Erwachsene und dadurch weniger Wärme abgeben könnten.

Bei körperlicher Anstrengung erzeugten sie zudem mehr Stoffwechselwärme. So gelinge es Kindern bei extremer Hitze und großer Anstrengung oft nicht mehr, die Temperatur genügend abzusenken.

Die Zentrale empfiehlt Eltern deshalb, darauf zu achten, dass Kinder genügend trinken. Kinder unter einem Jahr sollten zudem niemals in der direkten Sonne sein, Kleinkinder bis vier die intensiven Sonnenstunden zwischen 10 und 17 Uhr meiden. Eltern sollten zudem auf sonnengerechte Kleidung mit Kopfbedeckung und Sonnenbrille achten und ihre Kinder regelmäßig mit Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 eincremen.

12.15 Uhr: Wieder Hitze - Aber Abkühlung naht

In Teilen Deutschlands sind auch am Montag wieder Temperaturen deutlich über 30 Grad zu erwarten. Die höchsten Temperaturen wird es dem Deutschen Wetterdienst zufolge im Osten mit 36 bis 37 Grad geben. Vor allem die Menschen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg müssen mit Hitze rechnen, sagte Meteorologe Andreas Friedrich. Hitzerekorde sind aber nicht zu erwarten. Dieser liegt bei 41,2 Grad, die am 25. Juli 2019 in Duisburg-Baerl und Tönisvorst bei Krefeld gemessen wurden. Tief "Daniela" bringt erst einmal etwas mildere Temperaturen nach Deutschland.

Das Tief bringt im Laufe des Tages kühlere Meeresluft von Norden her ins Land. Von Westen kommend bilden sich Schauer und örtlich teils kräftige Gewitter, die auch Sturmböen mitbringen. Einzelne Orkanböen können dabei mehr als 100 Stundenkilometer erreichen. Die Gefahr, dass einzelne Äste oder Bäume unter der Windlast abbrechen können, sei wegen des Laubes und angesichts der anhaltenden Dürre höher als gewöhnlich.

Am Dienstag klettern die Temperaturen nur noch auf 18 bis 23 Grad im Norden und Nordwesten und auf 24 bis 29 Grad im Rest des Landes. Es gibt den Meteorologen zufolge Sonne, Wolken und einzelne Schauer. Zwischen Main und Donau bleibe es heiter und trocken.

Am Mittwoch ändere sich an den Temperaturen weitestgehend nichts, bevor es am Donnerstag schon wieder etwas wärmer wird.

9.18 Uhr: Heißer Wochenstart in Sachsen, dann sinken die Temperaturen

Die neue Woche startet in Sachsen heiß, in den nächsten Tagen gehen Temperaturen aber langsam zurück. Am Montag werden laut Deutschem Wetterdienst noch einmal 33 bis 36 Grad erreicht, im Bergland 27 bis 33 Grad. In der Nacht zum Dienstag zieht von Westen her eine Gewitterfront durch. Dabei sind örtlich Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich.

Am Dienstag werden bei auffrischendem West- bis Nordwestwind noch 25 bis 27 erwartet, im Bergland 21 bis 24 Grad. Am Mittwoch sollen es laut der Vorhersage 22 bis 24 Grad, im Bergland 17 bis 21 Grad werden. Dabei bleibt es weitgehend trocken.

8.30 Uhr: Waldbrand in der Böhmischen Schweiz ist noch nicht gelöscht

Es brennt weiterhin nahe Hrensko in der Böhmischen Schweiz. Während der Löscharbeiten an einem ersten Brand nahe des Prebischtores (siehe Eintrag Sonntag, 17.45 Uhr) ist wenige hundert Meter entfernt ein weiteres Feuer ausgebrochen. Beide Feuer wurden mit Hubschraubern bekämpft - doch der Einsatz musste in der Dunkelheit abgebrochen werden. Weil die Feuer relativ weit oben am Hang liegen, ist der Einsatz von Fahrzeugen unmöglich. Die Straße von Hrensko nach Mezné ist gesperrt. Auch der sogenannte Mühlenweg, ein Wanderweg, blieb gesperrt. Die bei Touristen beliebten Kahnfahrten in der Kamnitzklamm, einer Felsenschlucht, wurden aus Sicherheitsgründen ausgesetzt.

In der Nacht haben sich die beiden Feuer noch weiter ausgebreitet. Die Einsatzkräfte haben am Montag gegen 7.30 Uhr mit den Löscharbeiten begonnen, Temperaturen über 30 Grad erschweren die Löscharbeiten. Laut tschechischer Feuerwehr sind 30 Einheiten, 49 Feuerwehrfahrzeuge, ein Hubschrauber und die Polizei im Einsatz. Die Rauch der Feuer zieht derzeit durch das ganze Elbtal bis nach Dresden.

Montag, 5.40 Uhr: Waldbrand-Rauch zieht über Dresden

Zum zweiten Mal in diesem Sommer liegt Dresden in einem feinen Nebel aus Waldbrand-Rauch. Die Rettungsleitstelle in Dresden setzte in der Nacht eine Warnung über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und die Warnapp "Nina" ab: "Wegen geänderter Windverhältnisse wird der Rauch eines Waldbrandes in der Böhmischen Schweiz in Richtung Deutschland des Elbtal entlang transportiert. Dadurch kommt es zu starkem Brandgeruch." Mehr dazu im Artikel Waldbrand-Rauch zieht über Dresden

17.45 Uhr: Waldbrand in der Böhmischen Schweiz

In der Nähe des bekannten Prebischtores in Tschechien unweit der Grenze zu Sachsen ist am Sonntagvormittag ein Feuer ausgebrochen, das laut Feuerwehr erst am Nachmittag einigermaßen unter Kontrolle gebracht werden konnte. Auch ein Hubschrauber sei im Einsatz gewesen, meldet die tschechische Feuerwehr. Auch das Nachrichtenportal ct24 berichtet, demnach habe das Feuer eine Fläche von 450 mal 150 Metern betroffen. Der Rauch war auch aus der Ferne bis nach Sachsen hinein zu sehen.

Gegen Mittag wurde die höchste Feueralarmstufe ausgerufen. 26 Brandschutzeinheiten, ein Hubschrauber und ein Luftlöschflugzeug waren im Einsatz, teilte die tschechische Feuerwehr auf Twitter mit. Am Nachmittag meldete die Feuerwehr dann, dass das Feuer weitgehend unter Kontrolle sei, hauptsächlich von Helikoptern und Löschflugzeug gelöscht. Eine Klettergruppe von Feuerwehrleuten bekämpft demnach noch letzte Glutnester im unwegsamen Gelände.

Ein Augenzeuge berichtet jedoch noch am Abend, dass auch die Löscharbeiten aus der Luft weitergehen. Die Straße zwischen Hrensko und Jetřichovice ist weiter gesperrt. Direkt hinter dem Ortsausgang von Hrensko löscht die Feuerwehr von der Straße aus, um ein Übergreifen auf die Straße zu verhindern. Laut Behörden sei von Brandstiftung auszugehen - ob absichtlich oder durch Fahrlässigkeit. Derzeit gilt im größten Teil Tschechiens eine Waldbrandwarnung.

11.45 Uhr: Nach der Hitze sind entspanntere Sommertemperaturen in Sicht

Nach der großen Hitze in der Vorwoche erwarten die Meteorologen jetzt überwiegend entspannteres Sommerwetter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Lediglich am Montag werde es noch einmal sehr heiß, sagte Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig am Sonntag. Zudem zögen Gewitter auf. Danach werde es einen Luftmassenwechsel geben, so dass am Dienstag und Mittwoch nur noch "mit viel Anstrengung" 25 Grad Celsius erreicht werden.

Der Hitzeschwerpunkt am Montag werde im Leipziger Raum und den angrenzenden Regionen liegen. Dort seien noch einmal Spitzenwerte bis zu 36 Grad zu erwarten, sagte Engelmann. Nach einem sonnigen Beginn ziehen am Montag mehr und mehr Wolken auf. Dann seien auch Schauer und Gewitter mit teils kräftigem Wind zu erwarten. Wie groß das Unwetterpotenzial sei, lasse sich noch nicht sagen. "Die Wettermodelle sind noch sehr vorsichtig für den Tag", sagte Engelmann.

Am Dienstag und Mittwoch sei relativ durchschnittliches Sommerwetter zu erwarten. Es werde Sonne, aber auch viele Wolken geben. Die Höchstwerte gingen kaum über 25 Grad.

Sonntag, 24.Juli, 10.23 Uhr: Parkanlagen fürchten wegen Trockenheit um ihre Existenz


Die staatlichen Parks in Sachsen bangen angesichts der Trockenheit um ihren wertvollen Baumbestand. "Wir stehen vor der größten, existenzgefährdenden Herausforderung für unsere historischen Parkanlagen. Entwickelt sich das Klima weiterhin so wie in den vergangenen Jahren, werden die seit Jahrhunderten gewachsenen Gartendenkmale nicht in der bisherigen Form zu halten sein", sagte Schlösserland-Direktor Christian Striefler der Deutschen Presse- Agentur.

"Die Bäume prägen im Wesentlichen das Bild unserer historischen Garten- und Parkanlagen. Mit dem Absterben der Bäume geht automatisch der Verlust historischer Substanz einher, ein Teil des kulturellen Erbes ist dann unwiederbringlich verloren", sagte Frithjof Pitzschel, der für Westsachsen zuständige Gartenbereichsleiter. Besonders stark betroffen seien der Große Garten in Dresden und die Schlossparks von Pillnitz und Moritzburg. Aber auch in anderen Anlagen wie dem Barockgarten Großsedlitz, dem Schlosspark Rammenau oder am Berg der Albrechtsburg Meißen gebe es Schäden und abgestorbene Bäume.

Als kurzfristige Gegenmaßnahme führt Pitzschel das verstärkte Wässern und Gießen in den Anlagen an. "Als Schutz vor Sonnenbrand auf der Rinde einer Farnblättrigen Buche im Schlosspark Pillnitz wurden einzelne Äste und der Stamm mit Schattenmatten abgedeckt. Wird die Rinde der Bäume durch große Trockenheit rissig, ist der Baum anfälliger für Krankheiten", erklärte der Experte. Um wie viel höher der Wasserverbrauch sei, lasse sich nicht sagen. "Das Wasser, mit dem unsere Gärten versorgt werden, stammt zum großen Teil aus Brunnen."

Nach Darstellung des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ist Sachsen besonders anfällig für Trockenheit. Grund: Der Freistaat liegt am Übergang von maritimem Klima im Westen zu kontinentalem Klima im Osten, also an der Grenze zwischen den feuchten atlantischen und den trockenen kontinentalen Luftmassen. "Daher ist der östliche Teil Sachsen deutlich niederschlagsärmer als der deutsche Durchschnitt. Der Klimawandel sorgt zusätzlich für eine Verschiebung der Luftmassengrenzen und führt zu einem stärkeren Einfluss der kontinentalen Luftmassen."

Infolge ausbleibender Niederschläge, der starken Sonneneinstrahlung und des Windes nehme die Bodentrockenheit zu, die Grundwasserstände würden sinken und die Wasserführung in den Fließgewässern fallen, hieß es. "Das Niederschlagsdefizit beträgt in Sachsen seit 2018 circa 490 Millimeter. Damit fehlen seit 2018 etwa 70 Prozent eines Jahresniederschlags", hob Behördensprecherin Karin Bernhardt hervor.

Nach Angaben des Landesamtes unterschreiten derzeit etwa 87 Prozent der Messstellen den monatstypischen Grundwasserstand um durchschnittlich 38 Zentimeter. "Aktuell bewegen sich die Durchflüsse in den sächsischen Flüssen und Bächen an 69 Prozent der Messstellen im Niedrigwasserbereich, weitere 20 Prozent steuern darauf zu. Die aktuelle Situation in den sächsischen Fließgewässern ist vergleichbar mit der Situation in den Trockenjahren 2018 und 2019", hieß es.

Samstag, 08.30 Uhr: Heiter bis nass - Das Wochenende in Sachsen

Die Menschen in Sachsen können sich auf ein durchmischtes Wochenende einstellen. Der Samstag beginnt unter Tiefdruckeinfluss mit starker Bewölkung und vereinzelten Schauern und Gewittern, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes sagte. Ab Mittag klart es dann aber auf und der Nachmittag kann sommerlicher werden bei Temperaturen bis zu 26 Grad.

Die Nacht zum Sonntag wird klar, die Temperaturen können bis auf 10 Grad fallen. Sonntags können sich die Menschen im Freistaat über den Einfluss eines Hochdruckgebiets freuen, das viel Sonnenschein und Temperaturen bis zu 30 Grad mit sich bringt. Auch zum Montag hin bleibt es wolkenlos. In der Nacht kann es bis auf 10 Grad abkühlen.

Die anhaltende Trockenheit kann durch die Regenfälle am Samstag nicht nachhaltig abgemildert werden, so der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes.

Freitag, 12.35 Uhr: Wieder heißer als 30 Grad am Wochenende

Nach einem etwas kühleren Samstag ist wieder Schwitzen angesagt. Bis 33 Grad können es nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdiensts (DWD) in Offenbach am Sonntag werden, am Montag sind demnach bis zu 36 Grad möglich.

Am Samstag soll es im Osten und Südwesten teils kräftige Gewitter geben, abends dann im Südosten. Ansonsten ist es laut DWD locker bewölkt. Die Höchstwerte liegen bei 22 bis 28 Grad. Am kühlsten ist es im Norden, an den Küsten werden es maximal 17 bis 21 Grad.

Wenige Wolken sind am Sonntag unterwegs, nur im Nordwesten regnet es etwas. Es wird zwischen 28 und 33 Grad warm, in Küstennähe und im Norden bleibt es bei 22 bis 28 Grad oder weniger. In den größeren Städten West- und Südwestdeutschlands könnte laut DWD eine tropische Nacht mit mindestens 20 Grad folgen.

Am Montag ziehen von der Nordsee Schauer und Gewitter heran, die sich südostwärts ausbreiten. Der Osten kann sich dagegen auf einen sonnigen und trocken Wochenbeginn einstellen, wie der DWD vorhersagte.

Im Nordwesten werden es 22 bis 28 Grad, sonst 30 bis 36 Grad. Anschließend sei eine Kaltfront in Sicht, die der Hitze erst einmal ein Ende setze, erklärte DWD-Meteorologin Sonja Stöckle.

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14.41 Uhr: Bau-Gewerkschaft will bei Hitze "Siesta" für Beschäftigte

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat angesichts der Hitze mehr Schutz für die Beschäftigten auf Baustellen gefordert und eine verlängerte Mittagspause ins Spiel gebracht. "Wir sollten über eine deutlich längere Mittagspause nachdenken, in Spanien wird dies Siesta genannt", teilte Gewerkschaftsvorstand Carsten Burckhardt am Donnerstag mit. Dabei könnten verschiedene Modelle diskutiert werden, etwa, dass ausgefallene Zeiten an anderen Tagen nachgeholt würden.

Es sei unverantwortlich, nichts zu tun, betonte Burckhardt. "Wir sollten solch eine Hitze-Siesta versuchen, und wenn es nur ein erster Testlauf ist." Er verwies auf bestehende Regelungen etwa für Dachdecker. Dort würden aufgrund von zu hohen Temperaturen ausgefallene Arbeitsstunden mit 75 Prozent des Stundenlohns vergütet.

Die Arbeitgeberseite wies den Vorschlag am Donnerstag zurück. Es gebe zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten, teilte der Geschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Heribert Jöris, mit.

Dazu gehörten etwa die Verlängerung von Pausenzeiten, die Verlegung von Arbeiten in kühlere Tagesrandstunden, Unterstellmöglichkeiten oder beschattete Baustellen. "Unser Lohntarifvertrag sieht darüber hinaus bereits heute eine Regelung vor, durch die auch außerhalb der sogenannten Schlechterwetterzeit witterungsbedingt ausgefallene Arbeitszeit - beispielsweise aktuell hitzebedingt - entschädigt wird", hieß es.

13.01 Uhr: Verspätungen und Flugabsagen in Frankfurter Gewitternacht

Schwere Gewitter haben den Betrieb am Frankfurter Flughafen in der Nacht zum Donnerstag heftig durcheinandergewirbelt. Nach Angaben des hessischen Verkehrsministeriums konnten 32 Maschinen vor der absoluten Nachtruhe um Mitternacht nicht mehr abheben. Zehn ankommende Flüge wurden zu anderen Flughäfen umgeleitet. Mit individuellen Ausnahmegenehmigungen durften noch 42 Maschinen zwischen 23 und 24 Uhr am Mittwoch starten. In der gleichen Zeit gab es zudem 13 Verspätungslandungen.

An Deutschlands größtem Flughafen herrscht ein Nachtflugverbot von 23.00 Uhr bis 5.00 Uhr am kommenden Morgen. In der Stunde bis Mitternacht können Starts auf Antrag genehmigt werden, wenn die Gründe für die Verspätungen außerhalb des Einflussbereichs der Fluggesellschaften liegen. Verspätete Landungen sind ebenfalls nur bis 24.00 Uhr möglich. In den vergangenen Wochen waren wegen der zunehmenden Abfertigungsprobleme steigende Zahlen in beiden Kategorien beobachtet worden.

12.02 Uhr: Leichte Abkühlung in Sachsen - vereinzelt Gewitter möglich

In Sachsen können sich Menschen in den nächsten Tagen auf eine leichte Abkühlung einstellen. Für Donnerstag rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) bei auffrischenden Wind aus westlicher Richtung mit Höchsttemperaturen bis zu 33 Grad in Ostsachsen und im Westen des Landes bis zu 30 Grad. Vereinzelt sollte es gewittern oder schauern, wie ein DWD-Meteorologe am Donnerstag sagte. In der Nähe von Gewittern seien stürmische Böen möglich.

Wegen der anhaltenden Trockenheit galt am Donnerstag weiter eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr. "Mit den paar Regentropfen wird sich nicht viel ändern", betonte der Meteorologe. Am Freitag sollen die Temperaturen demnach auf bis zu 31 Grad steigen, es bleibe trocken und heiter. Am Samstagmorgen ziehe leichter Regen durch das Land.

11.06 Uhr: Özdemir warnt vor hoher Waldbrandgefahr - keine Zigaretten wegwerfen

Angesichts der vielerorts hohen Waldbrandgefahr hat Landwirtschaftsminister Cem Özdemir zu Wachsamkeit aufgerufen. "Wir alle müssen jetzt mithelfen, dass Waldbrände vermieden werden, hier in Deutschland und im Urlaub. Also: Dringend Augen und Ohren offen halten, nichts Brennbares zurücklassen, keine Zigaretten achtlos wegwerfen! Die kleinste Unaufmerksamkeit kann Katastrophen auslösen", sagte er. "Die Waldbrände in Südeuropa sind nicht weit weg. Die Waldbrandgefahr ist auch bei uns vielerorts extrem hoch", so der Grünenpolitiker.

6.49 Uhr: Klimaforscher: Längere Trockenperioden treffen vor allem den Osten

Längere Trockenperioden und andauernde Hitze treffen aus Sicht eines Leipziger Klimaforschers vor allem den Osten Deutschlands. "Ich würde absolut erwarten, dass wir uns hier im Osten auf so etwas häufiger einstellen müssen", sagte Karsten Haustein, Klimawissenschaftler am Institut für Meteorologie an der Universität Leipzig. In Regionen östlich des Harzes und des Thüringer Waldes, also vor allem in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, sei generell der mittlere Niederschlag im Vergleich zu weiter westlich oder südlich gelegenen Bundesländern geringer. Dazu kämen eher versteppte Gebiete wie in Brandenburg, die allgemein schon trockener seien.

Dadurch gebe es eine höhere Gefahr von Trockenheit im Sommer. Ein weiterer Punkt ist nach Erkenntnissen von Haustein die Lage von Bundesländern wie Sachsen auf dem Kontinent: Je weiter weg eine Region von großen Wassermassen wie etwa dem Meer liegt, desto schwieriger sei es, Regen aus verdunstetem Wasser zu generieren. Der Boden trockne auf diese Weise schneller aus und gleichzeitig fehle die Feuchte, um vor allem im Sommer die Reservoirs wieder aufzufüllen. "Das ist so eine Art Teufelskreislauf", erklärte Haustein, der zum Schwerpunkt Extremwetter forscht.

Durch den menschengemachten Klimawandel seien Hitzewellen aber nicht nur in östlichen Regionen wahrscheinlicher. "Das ist eher eine Grundproblematik", erklärte der Wissenschaftler. Ganz Europa sei von stärkeren und extremeren Hitzeperioden betroffen. Diese hängen demnach mit dem sogenannten Jetstream - also großen Windbändern in fünf bis zehn Kilometer Höhe - zusammen, dessen Zirkulation sich verändert habe.

Donnerstag 21.Juli, 6.06: Nach bislang heißestem Tag des Jahres etwas Abkühlung und Gewitter

Nach dem bisher heißesten Tag des Jahres mit vielerorts um die 40 Grad stimmt der Deutsche Wetterdienst auf ein etwas kühleres Intermezzo an diesem Donnerstag ein. In der Nacht gewitterte es in einigen Regionen, die Temperaturen fielen dort merklich. Doch so richtig raus aus der Hitze sei Deutschland nicht, sagte ein DWD-Experte mit Blick auf die kommenden Tage. In den nächsten Tagen soll es dann laut DWD nicht mehr ganz so heiß werden, aber immer noch sommerlich warm bleiben. Doch schon am Wochenende und zu Beginn der nächsten Woche könne es wieder heißer werden.

Für die Nacht zum Donnerstag waren heftige Gewitter und Unwetter vorausgesagt worden, zuerst in Teilen Baden-Württembergs, später auch für Nordrhein-Westfalen und das westliche Niedersachsen. Folgen hatte dieser Wetterumschwung zunächst vor allem im Süden. Im Kraichgau kam es auf der Autobahn 6 in Richtung Nürnberg wegen regennasser Fahrbahn zu einem tödlichen Unfall, bei dem ein 58-jähriger Mann starb. Im Allgäu setzte ein Blitz ein Haus in Brand und verursachte einen Schaden von etwa 1,5 Millionen Euro. Und in Bayern krachte ein Baum nach einem Blitzeinschlag in ein Haus - ohne dass dabei jemand verletzt wurde.

21.17 Uhr: Wegen Hitze: Kreislaufprobleme bei Soldaten-Gelöbnis in Berlin

Die Hitze in der Hauptstadt hat Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bei ihrem feierlichen Gelöbnis am Mittwoch zu schaffen gemacht. Rund 400 Rekrutinnen und Rekruten waren im Berliner Bendlerblock angetreten, um am 78. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler ihr Gelöbnis abzulegen. 28 von ihnen hatten während der Veranstaltung Kreislaufprobleme, wie das Verteidigungsministerium am Abend auf Twitter schrieb. "Alle Betroffenen sind inzwischen wieder im Kreise ihrer Angehörigen - darüber sind wir sehr froh!"

Die Soldaten seien sofort vor Ort behandelt worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Drei von ihnen seien zudem vorsorglich zur Behandlung ins Bundeswehr-Krankenhaus gebracht worden.

20.26 Uhr: Keine Hitze-Rekorde in Sachsen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Abend die an diesem Mittwoch gemessenen Höchsttemperaturen für Sachsen herausgegeben. Den Angaben zufolge wurde anders als in mehreren anderen Bundesländern - siehe Blogeintrag von 19.25 Uhr - nirgendwo im Freistaat die 40-Grad-Marke geknackt. Am wärmsten war es laut DWD an der Station Bad Muskau, wo zwischen 16.00 und 16.10 Uhr 38,1 Grad Celsius gemessen wurden. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Klitzschen bei Torgau (37,9) und Leipzig-Holzhausen (37,8). Dresden-Strehlen meldete 37,2 Grad Celsius - Platz sechs in der Tabelle.

Es gibt auch Stationen in Sachsen, die Werte von unter 30 Grad Celsius aufzeichneten: In Zinnwald-Georgenfeld wurden "nur" 28,3 Grad Celsius gemessen, auf dem Fichtelberg blieb es mit 26,7 Grad Celsius vergleichsweise angenehm.

19.25 Uhr: 40-Grad-Marke in Deutschland überschritten

In sechs Bundesländern sind nach vorläufigen Angaben am Mittwoch die dort höchsten Temperaturwerte seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen worden. Der Mittwoch war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes damit auch der bislang heißeste Tag des Jahres 2022 und einer der heißesten überhaupt. Spitzenreiter war um 15.30 Uhr Bad Mergentheim-Neunkirchen mit 40,3 Grad, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) berichtete. Damit wurde auch der bisherige Rekord für Baden-Württemberg von 40,2 Grad in Freiburg im August vor 19 Jahren (13.8.2003) eingestellt. Außerdem wurden 40,1 Grad in Hamburg-Neuwiedenthal gemessen, was ein Rekord für Hamburg war, sowie 40,0 jeweils in Barsinghausen-Hohenbostel (Niedersachsen-Rekord) und Huy-Pabstorf (Sachsen-Anhalt-Rekord).

In Mecklenburg-Vorpommern wurde zudem mit 39,4 Grad ein Landesrekord in Boizenburg gemessen und in Schleswig-Holstein ein Landesrekord mit 39,1 Grad in Grambek.

Damit wurden in Deutschland außerdem erst zum zehnten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen an einem Tag Temperaturen von mehr als 40 Grad gemessen - zuletzt war dies am 25. Juli 2019 der Fall. Damals war dies jedoch nicht nur an vier Stationen, sondern gleich an 22 DWD-Stationen der Fall. Der 25. Juli 2019 bleibt auch der deutschlandweite Hitzerekordtag: Denn laut DWD wurden damals an den nordrhein-westfälischen Stationen in Duisburg und Tönisvorst am Niederrhein bei Krefeld 41,2 Grad Celsius gemessen.

DWD-Sprecher Andreas Friedrich betonte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, dass die Werte vorläufig seien, aber an diesem Abend nicht mehr aktualisiert würden. Man prüfe sie in den kommenden Tagen und werde gegebenenfalls nach einigen Tagen präzisieren.

17.38 Uhr: Saharastaub und Waldbrände dämpfen vermutlich Temperaturen

Reste von Saharastaub und Partikel aus den Waldbränden in Südeuropa verhindern derzeit wahrscheinlich noch höhere Temperaturen in Deutschland. Das schließen Forscher des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (Tropos) aus aktuellen Messungen über Leipzig. In mehreren Kilometern Höhe gebe es derzeit Schichten aus Saharastaub und Aerosolen von Waldbränden, teilte das Institut am Mittwoch mit. Darum sei der Himmel trotz Hochdruckwetters nicht strahlend blau sondern ganz leicht milchig. "Das kann an diesem Mittwoch in Leipzig rund 0,5 Grad Unterschied ausgemacht haben", sagte Albert Ansmannn, Leiter der Arbeitsgruppe Bodengebundene Fernerkundung am Tropos. Auch in anderen Teilen Deutschlands gebe es dieses Phänomen.

"Was sich gerade über unseren Köpfen abspielt, wirkt sich auch auf die Temperaturen am Boden aus", erklärte Ansmannn. "Weil die Rauchpartikel das Sonnenlicht dimmen, kühlen sie ganz leicht. Konkret bedeutet das, dass die Luft am Boden dann nicht ganz so heiß wird wie es die Wettermodelle vorhersagen." In der Nähe von Waldbränden sei sogar ein Unterschied durch Aerosole von drei bis vier Grad auf die Temperatur möglich.

17.08 Uhr: Leichte Abkühlung für Sachsen in Sicht

Hoch "Jürgen" hat Sachsen am Mittwoch erneut kräftig eingeheizt. Die Temperaturen überschritten schon am Vormittag vielerorts die 30-Grad-Marke. Am Nachmittag wurde am Flughafen Leipzig mit 37 Grad der vorläufige Spitzenwert in Sachsen gemessen, wie Meteorologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte. Die Tageshöchstwerte werden aber erst am frühen Abend erreicht. Der DWD rechnete mit maximal 38 bis 39 Grad.

In den kommenden Tagen soll es laut dem Deutschen Wetterdienst etwas kühler werden. "Jürgen" werde verdrängt und es gebe auffrischenden Wind aus westlicher Richtung. Die Temperaturen sollen auf Werte um 30 Grad sinken. Örtliche Schauer seien möglich - aber der dringend benötigte größere Niederschlag zeichne sich nach wie vor nicht ab.

16.50 Uhr: Brände aus Italien erreichen Slowenien - Vier Dörfer evakuiert

Die Waldbrände im Nordosten Italiens haben sich nun auch auf das slowenische Karstgebiet ausgeweitet. Die Bewohner der grenznahen Dörfer Sela na Krasu, Hudi Log, Korita na Krasu and Nova Vas wurden am Mittwoch in Sicherheit gebracht, berichtete das Nachrichtenportal "24ur.com". 600 Feuerwehrleute und Helfer waren im Kampf gegen die Flammen im Einsatz, teilte Srecko Sestan, der Kommandant des slowenischen Zivilschutzes, mit.

Drei Häuser gerieten in Brand, fünf Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen, hieß es weiter. Im slowenischen Karst haben die Einsatzkräfte mehrere Brandherde zu bekämpfen. Die Löscharbeiten werden durch die starke Rauchentwicklung erschwert. Italien half dem Nachbarland am Mittwoch mit zwei Löschflugzeugen und zwei Helikoptern aus.

Der Karst (slowenisch: Kras) ist ein Hochplateau im Westen Sloweniens, das durch Wälder, Wiesen, unterirdische Flüsse und Höhlen geprägt ist. Er ist vor allem bei Wanderern beliebt.

15.21 Uhr: Der Senftenberger See könnte für Touristen gesperrt werden

Das Brandenburger Landesumweltamt schließt eine Sperrung des Senftenberger See (Oberspreewald-Lausitz) für die touristische Nutzung nicht aus. Zuerst hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) über die mögliche Sperrung berichtet.

Dem rbb erklärte Landesumweltamtssprecher Thomas Frey aber auch ein Wasserstand, der eine Sperrung des Sees nötig machen würde, "wäre frühestens im Verlauf des Septembers zu erwarten."

Der Wasserstand des Sees war zuletzt pro Woche um etwa vier Zentimeter gesunken, wie das Umweltministerium in Brandenburg mitteilte. Schuld sei vor allem die Verdunstung. Ein weiterer Teil des Wassers fließe in den Fluss Schwarze Elster. Der Senftenberger See hat als Speicherbecken Niemtsch eine Stützfunktion für die Schwarze Elster. Diese hat aktuell einen sehr niedrigen Wasserstand.

15.00 Uhr: Hohe Ozonbelastung in Sachsen

Das Sächsische Landesumweltamt hat vor einer hohen Ozonbelastung im Freistaat gewarnt. "Aufgrund der Wetterlage ist aktuell mit sehr hohen Ozonkonzentrationen zu rechnen. Insbesondere auf dem Erzgebirgskamm kann es zu Überschreitungen der Informationsschwelle von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft (µg/m³) kommen", so das Landesumweltamt.

Körperlich anstrengende Tätigkeiten und Ausdauersport im Freien sollten deshalb vermieden werden. Da bei heißem Wetter durch verstärktes Lüften auch mehr Ozon in die Innenräume gelangen kann, sollte laut dem Landesumweltamt zudem eher morgens gelüftet werden.

Bereits am 19. Juli lagen die Ozonwerte in Zinnwald am Nachmittag und am Abend drei Stunden lang über 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft, so das Landesumweltamt. Entsprechende Ozonwarnungen seien versendet worden.

Bei solchen hohen Ozonbelastungen können Beschwerden wie Husten, Atembeschwerden und Schleimhautreizungen auftreten.